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Mi, 15:50 Uhr
25.01.2006

Viele Kinder betroffen

Nordhausen (nnz). Wer da denkt, die Auswirkungen von Hartz und Co. würden nur die langzeitarbeitslosen Menschen zu spüren bekommen, der irrt. Vor allem Kinder sollen betroffen sein. Meint der DGB...


26,1 % aller im Landkreis Nordhausen lebender Kinder unter 15 Jahren sind arm dran. Sie leben nach DGB-Berechnungen in Haushalten von Hartz-IV-Empfängern und erhalten damit eine Leistung, die auf dem Niveau der Sozialhilfe angesiedelt ist. Mehr als jedes vierte Kind wächst damit in einem finanziell belasteten Umfeld auf, das ihm nur begrenzte Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet, so Ulrich Hannemann vom DGB in Nordhausen.

Das Verarmungsrisiko von Kindern arbeitsloser Väter oder Mütter ist im Landkreis Nordhausen weit höher als im Bundesdurchschnitt. Bundesweit seien 14 % der Kinder von dieser Entwicklung betroffen, so dass in Nordhausen lebende Kinder doppelt so häufig auf die niedrigen Leistungen aus dem Hartz-IV-System angewiesen sind. Diese Entwicklung ist besorgniserregend und sollte alle unsere Kommunalpolitiker aufhorchen lassen, so Hannemann.

Der DGB verweist auf den engen Zusammenhang von Einkommens- und Bildungsarmut. Die Kinder von Hartz-IV-Empfängern werden in ihren Entwicklungschancen schnell benachteiligt. In Schulen reagieren sie oftmals aggressiv oder versuchen, ihre Lage zu verschleiern.
Autor: nnz

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