Di, 10:53 Uhr
24.01.2006
nnz-Forum: Bitte erinnern!
Nordhausen (nnz). Es sind mitunter die Nebensätze, die zu Reaktionen verleiten. Bei CDU-Kreisparteitag hatte Landtagsabgeordneter Egon Primas über die Verzögerungen beim Bau der A 38 philosophiert und als mögliche Ursache den Sollstedter Friedhof ins Spiel gebracht. Das brachte in der Sollstedter Gemeindeverwaltung wiederum einen Mann auf die Barrikade....
Es kommt leider immer wieder vor, dass in der Zeit vor anstehenden Wahlen das Erinnerungsvermögen scheinbar getrübt ist und Bürgerinnen und Bürger, die denken, Meinungen kundtun zu müssen, mit undurchdachten Äußerungen an die Öffentlichkeit gehen. So geschehen beim Kreisparteitag der CDU am vergangenen Wochenende, wo von Herrn Primas der Friedhof in Sollstedt bzgl. des Baus der A 38 für eine Verzögerung der Fertigstellung um ein Jahr verantwortlich gemacht wurde. Dies können und wollen wir nicht im Raum stehen lassen, zumal sich bereits kritische Stimmen unter Berufung auf diese Verlautbarung an die Gemeinde Sollstedt wandten und möchten daher Folgendes in Erinnerung bringen:
Im August 2000 wurden die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Sollstedt seitens der DEGES vor die Tatsache gestellt, dass von der aus dem Linienbestimmungsverfahren hervorgegangenen Vorzugsvariante abgerückt wurde, und zwar in der Weise, dass die Trasse erheblich näher an der vorhandenen und in der Waldsiedlung neu entstehenden Wohnbebauung entlang geführt werden sollte. Durch diese Änderung der Trassierung wäre unter anderem der Friedhof direkt tangiert worden.
Dagegen erhob sich aus allen Bevölkerungsteilen erheblicher Protest. Sehr zeitnah, nämlich bereits am 27.09.2000, wurde eine öffentliche Sitzung mit Vertretern der DEGES zu der Problematik in der Festhalle durchgeführt, bereits in dem Anhörungstermin in Niedergebra am 22.05.2001 war die so genannte Friedhofsvariante vom Tisch! Es wurde aber auch zu diesem Zeitpunkt noch von einer durchgängigen Befahrbarkeit Ende 2005 ausgegangen.
Ein anderer Umstand gibt aber auch zu denken: Einer Pressemitteilung zu o.g. Anhörung war zu entnehmen, dass sich die Fertigstellung des Abschnitts Wipperdorf/Bleicherode wegen Problemen mit Grundstückseigentümern verzögern wird – und zwar auf Mitte 2004 (und nicht wie ursprünglich geplant bereits 2003). Wir schreiben Anfang 2006 und der Abschnitt ist noch immer nicht unter Verkehr – tragen daran auch die Sollstedter Schuld? Also bitte keine Polemik!
Jürgen Hohberg, Bürgermeister
Autor: nnzEs kommt leider immer wieder vor, dass in der Zeit vor anstehenden Wahlen das Erinnerungsvermögen scheinbar getrübt ist und Bürgerinnen und Bürger, die denken, Meinungen kundtun zu müssen, mit undurchdachten Äußerungen an die Öffentlichkeit gehen. So geschehen beim Kreisparteitag der CDU am vergangenen Wochenende, wo von Herrn Primas der Friedhof in Sollstedt bzgl. des Baus der A 38 für eine Verzögerung der Fertigstellung um ein Jahr verantwortlich gemacht wurde. Dies können und wollen wir nicht im Raum stehen lassen, zumal sich bereits kritische Stimmen unter Berufung auf diese Verlautbarung an die Gemeinde Sollstedt wandten und möchten daher Folgendes in Erinnerung bringen:
Im August 2000 wurden die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Sollstedt seitens der DEGES vor die Tatsache gestellt, dass von der aus dem Linienbestimmungsverfahren hervorgegangenen Vorzugsvariante abgerückt wurde, und zwar in der Weise, dass die Trasse erheblich näher an der vorhandenen und in der Waldsiedlung neu entstehenden Wohnbebauung entlang geführt werden sollte. Durch diese Änderung der Trassierung wäre unter anderem der Friedhof direkt tangiert worden.
Dagegen erhob sich aus allen Bevölkerungsteilen erheblicher Protest. Sehr zeitnah, nämlich bereits am 27.09.2000, wurde eine öffentliche Sitzung mit Vertretern der DEGES zu der Problematik in der Festhalle durchgeführt, bereits in dem Anhörungstermin in Niedergebra am 22.05.2001 war die so genannte Friedhofsvariante vom Tisch! Es wurde aber auch zu diesem Zeitpunkt noch von einer durchgängigen Befahrbarkeit Ende 2005 ausgegangen.
Ein anderer Umstand gibt aber auch zu denken: Einer Pressemitteilung zu o.g. Anhörung war zu entnehmen, dass sich die Fertigstellung des Abschnitts Wipperdorf/Bleicherode wegen Problemen mit Grundstückseigentümern verzögern wird – und zwar auf Mitte 2004 (und nicht wie ursprünglich geplant bereits 2003). Wir schreiben Anfang 2006 und der Abschnitt ist noch immer nicht unter Verkehr – tragen daran auch die Sollstedter Schuld? Also bitte keine Polemik!
Jürgen Hohberg, Bürgermeister
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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