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Fr, 06:35 Uhr
17.06.2022
Primas: Ukraine kämpft heute für Frieden und Freiheit in ganz Europa

Unrecht des 17. Juni niemals vergessen

Zum Nationalen Gedenktag des deutschen Volkes am 17. Juni erklärt sich der Bundesvorsitzende der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung der CDU/CSU (OMV) – Union der Vertriebenen und Flüchtlinge, Egon Primas...

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Am 17. Juni erinnern wir an den Mut, den Freiheitswillen sowie an die Sehnsucht nach besseren Lebensbedingungen, nach Demokratie und nach der Einheit Deutschlands, die 1953 mehr als eine Million Menschen in der DDR auf die Straße trieb und gegen die SED-Unrechtsregierung aufbegehren ließ.
Als die Masken der Menschenfreundlichkeit fielen, wurden sowjetische Panzer und Soldaten gegen die Zivilisten geschickt. Diese schlugen die Aufstände blutig nieder. Etwa 120 Menschen starben, 18 Demonstranten wurden standrechtlich erschossen, Hunderte verletzt sowie rund 6.000 verhaftet und zu Zuchthausstrafen verurteilt. Dies wollen wir niemals vergessen.
Die Sowjetunion der damaligen Zeit war der Geistes- und Waffenbruder der SED-Regierung. Ein Vielvölkerstaat, der seine Bürger unterdrückte, bespitzelte und für Vergehen ideologischer Natur in Gulags steckte.

Diesen Unrechtsstaat in seinen alten Grenzen will der russische Präsident, Wladimir Putin, nach eigenem Bekunden heute wieder errichten. Für Deutschland und Europa gilt es, sich dafür einzusetzen, dass ihm dies nicht gelingt – weder mit seinem völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine noch mit etwaigen Angriffen gegen andere ehemalige Sowjetrepubliken, aber auch nicht in Russland selbst.

Im DDR-Widerstand wurde der 17. Juni zu einem Symbol für Freiheit und Demokratie, die dem Volk noch auf Jahrzehnte verwehrt bleiben sollten. Im Westen der deutsch-deutschen Grenze wurde der 17. Juni noch im selben Jahr zum „Tag der deutschen Einheit“ und zehn Jahre später zum „Nationalen Gedenktag des deutschen Volkes“ erklärt – und damit gerade auch für die deutschen Heimatvertriebenen zu einem der wichtigsten Symbole für den gemeinsamen Kampf für die Einheit Deutschlands.

Daher blicken wir an diesem Tag mit besonderer Empathie auf die Ukraine, die sich dem Angreifer Russland mit Mut und Entschlossenheit entgegenstellt. Die Ukraine kämpft um das, was sie sich seit dem Ende der Sowjetunion mühsam erarbeitet hat: Freiheit und Demokratie sowie die Einheit des Landes. Sie kämpft aber auch für uns – für Frieden und Freiheit in ganz Europa.
Autor: red

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Kommentare
ArreeTim
17.06.2022, 09:15 Uhr
Das Narrativ vom 17.Juni & der Ukrainekrieg?
ist nicht einschlägig, der Krieg in der Ukraine geht ja bspw. viel länger. Details, auch die Todeszahlen, die hier unmittelbar angegeben sind, gibt die Bundeszentrale für Politische Bildung anders an, aber egal. Die armen Opfer! Auch, was geschah schon vor/seit 2014? Jedenfalls ist der Krieg in der Ukraine schrecklich, inakzeptabel in einer Welt, die den Frieden sucht und das Völkerrecht achtet, weltweit. Gut, dass der Westen hier das Musterbeispiel ist. Und: wenn man das Narrativ jetzt so weiterdenkt, dann sollte man in Nordhausen die Rautenstraße jetzt in Straße der Ukraine umbenennen, so wie es damals in Berlin geschah (Straße des 17.Juni). Das wäre ein Vorschlag, oder?
henry12
17.06.2022, 09:45 Uhr
Primas Lieblingsgeschichte.
Adenauer hat 1952 das Angebot der Sowjetunion abgelehnt, Deutschland unter neutraler Flagge wieder zu vereinigen .
Dann hätte es den 17.Juni nicht gegeben.
Aber das Prinzip ist damals wie heute das gleiche.
Eskalation, nichts anderes. Und dann scheinheilig rumjammern.
Für Sie kämpft heute die Ukraine für Recht und Freiheit ? Sie lassen also für sich kämpfen und sterben ? Dann kämpfen Sie gefälligst mit !
Marino50
17.06.2022, 10:44 Uhr
17. Juni...
Man sollte diesen Tag nie vergessen. Meine Erinnerung dazu ist vorrangig, dass mein Sohn am 16. Juni Geburtstag hat und wir zu DDR-Zeiten nie wirklich feiern konnten, weil wir in Bereitschaft waren oder Dienst hatten.
Als die Montagsdemos anfingen und die Wendezeit war, hatte ich sehr große Angst, dass es einen zweiten 17. Juni gibt in der damaligen DDR. Wir können wirklich froh sein, dass das 1989 eine friedliche Revolution war. Nicht auszudenken, was passiert wäre. Wir hatten die Russenkasernen in Nordhausen stationiert. Es hätte ebenso Tote geben können. Man sollte diesen Tag in Erinnerung behalten. Damit hat die Ukraine aber auch gar nichts zu tun. Das kann man auch nicht vergleichen. Das Volk hat damals versucht, sich gegen den Druck zu wehren. Es gab wenig zu essen und wenig Lohn für die Arbeit. Das war ein fehlgeschlagener blutiger Aufstand des Volkes.
Anna Lüst
17.06.2022, 11:39 Uhr
Man sollte eines nicht vergessen,
die Russen sind raus aus Deutschland, aber die Amis sind immer noch hier.
Deutschland sollte sich neutral analog der Schweiz verhalten, und alle Fremdmächte müssen raus.
Der nächste Schritt wäre:
Deutschland raus aus der EU, wo wir sowieso nur Zahlmeister sind.
Mit den starken europäischen Staaten müssen Freihandelsabkommen geschlossen werden.
Dann können wir uns endlich vorrangig um unsere eigenen Probleme kümmern.
Mister X
17.06.2022, 11:58 Uhr
Die Russen sind raus
So geht nun einmal die Politik der so genannte westlichen „FREIEN LÄNDER“ Lügen, Betrügen und Ausbeuten und wenn das nicht reicht wird irgendwo ein Krieg angezettelt. (siehe Irak) Wie kommt es, dass es beim Irakkrieg nicht so ein Aufschrei zu hören war, wie es ihn heute zum Ukrainekrieg zu hören gibt? Gab es damals nicht sehr viele unschuldige Opfer, machte man nicht mit Hubschraubern Jacht auf Zivilisten?
geloescht.20221110
17.06.2022, 12:44 Uhr
Gefangenenaufstand - in sowjetischer Kriegsgefangenschaft ?!
Die "Ost-Zone" war - mit Willen der Alliierten (Konferenz von Jalta) - die "Kriegsbeute" der Sowjetunion.
Damit waren alle Machtfragen gekärt. Die Sowjetunion hatte bis 1990 das Sagen hier. Die Westmächte übten - wenn überhaupt - nur "pro forma" Kritik an dieser Vereinbarung.
Faktisch war die "DDR" - die mildere Form einer Kriegsgefangenschaft !
Das "SED-Regime" (neben seinen "Blockflöten") - fungierte als "Kapos im Lager". Wiederstand wurde niedergeschlagen !

Der weitere Verlauf ist bekannt...
Klausi-NDH
17.06.2022, 13:14 Uhr
Schöne Blockflötengeschichte
Die Erinnerung an diesen Tag finde ich schon O.K.
Allerdings machen das Heute Alle und jeder gibt übrigens andere Zahlen von Toten,Verletzten und Verhafteten an.
Vielleicht sollte man der Vollständigheit halber auch der in Stuttgart (Oktober 1948) von den Amerikanern mit Panzern und Tränengas niedergeschlagenen Arbeiteraufständen gedenken.
Gott sei dank gab es dabei nach heutigen Erkenntnissen keine Toten. Allerdings drohte die Französche Besatzungsmacht vorsorglich mit der Todesstrafe in ihrer Zone.

Der Bezug auf den derzeitigen Krieg in der Ukraine ist lächerlich und zeigt eigentlich einmal mehr wie die undifferenzierte Darstellung in den deutschen Medien eine beschähmende Gleichschaltung und Hass erzeugt.
henry12
17.06.2022, 13:21 Uhr
Blockflöten ?
Der war gut. Ich würde mich bei Adi beschweren, der hat das ganze ja
erst verursacht. Ohne den hätte es keine Besetzung durch irgendwen auch immer erst gegeben. Doppelte Blockflöten wie Gauck auch nicht.
Psychoanalytiker
17.06.2022, 14:09 Uhr
Unrechtsstaat DDR @ Egon Primas
Sehr geehrter Herr Primas, ich wurde in der DDR geboren, war, wie die meisten auch, Pionier, FDJler, Schüler, Lehrling, Soldat und Gefreiter, arbeitete in einem VEB.

In dieser Zeit erlebte auch ich persönlich Unrecht. Ich "durfte" nach meinem Grundwehrdienst noch als Reservist ein paar Monate meines Lebens vergeuden, weil ich nicht in der Kampfgruppe mitmarschieren wollte. Ich erhielt auch einmal von der Konfliktkommission die Aussage: " Du hast ja Recht, aber wir dürfen Dir kein Recht geben."

Ja, es wurde Unrecht gesprochen, aber Ihren Unrechtsstaat, wie Sie und ahnungslose "Wessis" (die die DDR nur vom Hörensagen kennen) ihn nennen, habe ich nicht mitbekommen.

Ja, Unrecht war auch, dass Menschen an der innerdeutschen Grenze erschossen wurden, oder in den Knast wanderten, weil sie abhauen oder ausreisen wollten. Aber ich zum Beispiel wusste, dass dies geschehen könnte und begab mich garnicht erst in diese Gefahr.

Ich wurde auch mal von der Stasi vernommen, weil ich versehentlich in die "5-Kilometer-Zone" eingedrungen war, und promt denunziert wurde. Das "Gespräch" war aber eher kurz und knapp, und man "bat" mich auch nicht, der Stasi beizutreten (machte ich auch nicht).

Dennoch kann ich mit der Bezeichnung "UnrechtsSTAAT" nichts anfangen.

Als umgesiedelter DDR-Bürger in die BRD (ich war auch bei den Monatsdemos aktiv dabei) erlebe ich ja auch in der BRD "Unrecht". Das beginnt mit dem zwar guten Grundgesetz, dass der Westen einst ersann und nach einer Wiedervereinigung in einer gemeinsamen Entscheidung zu einer Verfassung umgewandelt werden sollte. Aber darauf warte ich noch heute, weil man uns über den Tisch zog, und aus der Wiedervereinigung einen Beitritt machte. So konnte uns das GG übergestülpt werden, und wir hatten null Mitbestimmung bei der von uns zu beachtenden neuen Gesetzgebung.

Und ist es heute nur Pech, eine falsche Bertachtungsweise, oder doch eher Unrecht, wenn die Rentner und Studenten z.B. von der Energiepauschale nichts abbekommen und frieren dürfen. Hier her gekommene Wirtschaftsflüchtlinge (nicht Asylanten !!!), die vom Grundgesetz gar nicht erfasst werden, weil sie nicht dem Asylrecht unterliegen, bekommen immerhin 200 €. Auch das ist für mich Unrecht.
Leser X
17.06.2022, 14:46 Uhr
Was mir auffällt...
... beim Lesen dieses Beitrages: Es ist genau diese aggressive Ideologie in den Worten, die den Nährboden bereiteten, dass es nach 77 Jahren wieder einen großen Krieg in Europa gibt.
Echter-Nordhaeuser
17.06.2022, 16:21 Uhr
"Niemals vergessen"
Was mir auf fällt, das was wir Deutschen nicht vergessen dürfen, jetzt komme ich so langsam in das Alter wo ich mir alles aufschreiben muss um nichts zu vergessen.
A-H-S
17.06.2022, 16:57 Uhr
Wie verbinde ich den 17. Juni und den Ukraine-Krieg?
Mir kommt es vor, als habe man versucht irgendetwas heroisches zum Ukraine-Krieg zu schreiben und weil heute der 17. Juni ist, hat man den positiv besetzten Aufstand zum 17. Juni als Anlass in diesen Text hereingepresst. Das ist natürlich misslungen.

Und nein, die Ukraine kämpft nicht für die Freiheit Europas. Die Ukraine war bis zum Februar der korrupteste Staat Europas, mit der korruptesten Führung Europas. Man dealt seit Jahren mit zwielichtigen Gestalten aus der US-Führungsriege. Bis Februar dieses Jahres war dies Konsens in allen Ländern Europas, daran hat sich auch durch den Krieg nichts geändert.

Sonst schließe ich mich den Ausführungen von Anna Lüst an. Die restlichen Besatzer, Entschuldigung, natürlich verwende ich den korrekten Euphemismus: Freunde, haben Deutschland zu verlassen.
Marino50
17.06.2022, 17:06 Uhr
17. Juni.../Psychoanalytiker...
...ich stimme Ihnen voll und ganz zu, mit dem was Sie geschrieben haben. Nordhausen war Grenzkreis und wir haben einiges mitbekommen. Manche mehr, andere weniger. Nächstes Jahr wird der 17. Juni 1953 70 Jahre alt. Ich war da gerade 3 Jahre und kenne vieles durch Erzählungen meiner Eltern und Großeltern. Aber Fakt ist doch, dass es ein blutiger Volksaufstand war aus Unzufriedenheit. Die DDR war jung und 8 Jahre später wurde die Mauer gebaut.
geloescht.20250302
17.06.2022, 17:42 Uhr
Bei den so genannten "Russen"...
(Metapher für jeden, der in der Roten Armee diente) waren auch Angehörige der heutigen unabhängigen Völker der Ex-UdSSR dabei).

Wird jetzt auch historisch recheriert, wie viele Ukrainer unter Befehl der KPdSU am 17. Juni oder Prager Frühling/Ungarn/Afghanistan beteiligt waren?

Unnötig und überflüssig? Sehe ich auch so. Dauernde Quervergleiche von historischen Ereignissen mit dem derzeitigen Krieg aber auch.

Vor allem, wenn man verschweigt, dass zur heutigen ukrainischen Armee auch Söldner, Freischärler und Nazis gehören, die ungeniert, aber gefeiert, mit ihren Symbolen posieren.
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