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Di, 16:09 Uhr
17.01.2006

Pakt erfüllt

Nordhausen (nnz). Der Thüringer Ausbildungspakt ist auch im zweiten Jahr seines Bestehens erfüllt worden. Zu dieser Feststellung kommt das Wirtschaftsministerium in Erfurt. Weitere Einzelheiten mit einem Klick auf MEHR.


Die Anzahl der noch nicht vermittelten Jugendlichen lag nach der Statistik der Thüringer Arbeitsagenturen Ende 2005 bei 162. Das sind lediglich 0,5% der insgesamt im betreffenden Berufsberatungsjahr erfassten Bewerberinnen und Bewerber für Ausbildungsplätze. Thüringen hat damit gemeinsam mit Sachsen-Anhalt das beste Ergebnis aller Bundesländer erreicht.

Den 162 noch nicht vermittelten Jugendlichen standen Ende 2005 noch 31 nicht besetzte Ausbildungsplätze und über 500 Plätze im Bereich der Einstiegsqualifizierung und in weiteren berufsvorbereitenden Maßnahmen gegenüber. Gerade die Berufseinstiegsqualifizierungen bieten eine gute Chance, sich sowohl beruflich zu orientieren und sich im Unternehmen zu etablieren als auch unmittelbar im Anschluss dieser einjährigen Maßnahmen einen Ausbildungsvertrag zu erhalten.

Im Bereich der Industrie- und Handelskammern und der Handwerkskammern Thüringens wurden bis zum 31. Dezember 2005 insgesamt 17.861 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen und registriert. Das sind 811 mehr als die ursprüngliche Zielstellung des Ausbildungspakts (17.050). Der Erfüllungsstand liegt damit bei 104,8 Prozent.

Herauszustellen ist außerdem, dass in 2005 von den Kammern insgesamt 1.074 Unternehmen für eine erstmalige Ausbildung gewonnen werden konnten. Im Pakt war vereinbart, 910 Unternehmen zu gewinnen. Ferner wurden durch die Wirtschaft Thüringens 1.200 Plätze für Einstiegsqualifizierungen von Jugendlichen akquiriert, von denen nur 513 bislang besetzt wurden.

Die Landesregierung hat entsprechend ihrer Zusage rund 24,0 Mio. € an Fördermitteln, insbesondere zur Unterstützung betrieblicher Ausbildungsverbünde, zur Förderung der überbetrieblichen Lehrunterweisung im Handwerk, für das Projekt „Berufsstart“, zur Förderung von praxisorientierten Maßnahmen für nicht berufsreife Jugendliche, wie das Projekt IMPULS oder die Einjährige Berufsfachschule sowie den Thüringer Berufswahlpass und weitere Maßnahmen bereitgestellt.

Das Lehrstellenprogramm-Ost wurde in Thüringen im Umfang von 1.650 Plätzen gemeinsam von Bund und Land finanziert und vom Land um weitere 500 Plätze auf insgesamt 2150 Plätze aufgestockt.

Zur Ergänzung der betrieblichen Ausbildungsangebote wurden durch das Thüringer Kultusministerium berufsvorbereitende vollzeitschulische Bildungsmaßnahmen für rund 4.700 Jugendliche sowie staatlich geprüfte vollzeitschulische Bildungsgänge für rund 3.300 Jugendliche angeboten.

Durch die Arbeitsagenturen wurden bedarfsgerecht insgesamt 3.362 überbetriebliche Ausbildungsplätze für benachteiligte und behinderte Jugendliche in Thüringen finanziert. Ferner wurde die Zusammenarbeit mit Kammern und Verbänden im Bereich der Ausbildungsvermittlung und Ausbildungsberatung intensiviert.

Der Thüringer Bauernverband hat seine Zielstellung – die Gewinnung von 5% mehr Auszubildenden für die Berufe Landwirt/in und Tierwirt/in – mit einem Plus von 6,4% erfüllt.

Die Unterzeichner des Ausbildungspaktes sind sich einig, dass auch künftig jeder ausbildungsfähige und ausbildungswillige Jugendliche ein Ausbildungsangebot erhalten und so der künftige Fachkräftebedarf von Unternehmen und Verwaltungen gesichert werden soll. Deshalb soll der Thüringer Ausbildungspakt im Jahr 2006 und damit der in 2004 – als erstes Land und beispielgebend für die Bundesebene – begonnene erfolgreiche Weg fortgesetzt werden.

Der „Thüringer Pakt für Ausbildung 2005“ war am 31. Mai 2005 zwischen den Industrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern, dem Verband der Wirtschaft Thüringens e. V., dem Landesverband der freien Berufe e. V., dem Thüringer Bauernverband e. V. sowie der Thüringer Landesregierung und der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt/Thüringen der Bundesagentur für Arbeit geschlossen worden. Die Unterzeichner verpflichten sich darin, allen ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Thüringer Jugendlichen ein Ausbildungsangebot – mit dem Vorrang betrieblicher Ausbildungsplätze und praxisorientierter Angebote in der Berufsvorbereitung – zu unterbreiten. Dafür wurden nachvollziehbare Zielstellungen und Leistungsangebote festgelegt.

Alle Paktpartner haben sich in großem Maße engagiert und mit insgesamt weit über 30.000 Betriebsbesuchen, vielen Ausbildungsbörsen, Informationsveranstaltungen, Trägerschaften von Projekten (z. B. im Bereich „Schule-Wirtschaft“) und der Unterstützung der Berufsvorbereitung dazu beigetragen, berufliche Perspektiven für die Thüringer Jugend zu schaffen.
Autor: nnz

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