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Mo, 16:43 Uhr
16.01.2006

Klare Worte

Nordhausen/Heringen (nnz). Wer das politisch Deftige mag, der sollte sich einen Termin zum neuen Jahr nicht entgehen lassen – den Neujahrsempfang der Heringer CDU. Und so war es denn auch in diesem Jahr - deftig.


Die Organisatoren des CDU Neujahrsempfanges in der Stadt Heringen konnten sich am Samstag über ein gut gefülltes Haus freuen. Der Vorsitzende der CDU Heringen, Maik Schröter, nahm nach der Begrüßung der Gäste in seiner Eröffnungsrede kurz Bezug auf die Verhandlungen in der Goldenen Aue zur Bildung einer Einheitsgemeinde. Nach Auffassung der CDU sei es jetzt an der Zeit, nach nunmehr 15 Jahren die Verwaltung effizienter zu gestalten und mit den Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft zusammenzugehen. Nicht mehr acht Einzelhaushalte, sondern ein gemeinsamer Haushalt seien das Ziel. Die Rechnung hat Maik Schröter vermutlich aber ohne Windehausen, Görsbach oder Urbach gemacht, die drei Kommunen könnte es nach Nordhausen ziehen, wo eine Verwaltung „zu Dumpingpreisen angeboten werde.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Manfred Grund war als Gastredner bereits zum siebenten mal der Einladung nach Heringen gefolgt. Er gab in seiner Ansprache einen Überblick über die Entwicklung der CDU auf Bundesebene im vergangenen Jahr. Insbesondere nahm er Bezug auf die vorgezogenen Bundestagswahlen. Er erläuterte und begründete die Entwicklung nach der Wahl bis zur Koalitionsbildung mit der SPD. Der Rücktritt Franz Münteferings war ebenso Thema wie auch der für Grund nur schwer verständliche Rückzieher Edmund Stoibers von der Chance, das Wirtschaftsressort zu übernehmen.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion schilderte die Regierungsbildung und erläuterte die Politik, die seitdem von der großen Koalition verwirklicht oder eingeleitet wurde. Schließlich äußerte er seine Besorgnis über die Art, wie Opposition und Medien die Rolle des BND im Irak behandeln. Seiner Auffassung nach unangemessen dramatisch. Schließlich zeigte er sich optimistisch hinsichtlich der Zukunft der großen Koalition.

Landrat Joachim Claus (CDU) nutzte die Gelegenheit, mit konkreten Beispielen darzustellen, wie schwierig die Zusammenarbeit mit seinem ehemaligen Beigeordneten Matthias Jendricke (SPD) gewesen ist.

Er nannte weiterhin Ziele für den Landkreis Nordhausen. Für deren Umsetzung seien keine Grabenkämpfe notwendig, sondern konstruktive Arbeit und Kontinuität. Der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit kommt hier die größte Bedeutung zu.

Die Veranstaltung insgesamt hat sich zu einem Event mit überregionalem Charakter gemausert. Inzwischen folgen auch beispielsweise Nordhäuser, Neustädter und Bleicheröder der Einladung nach Heringen. Und hieran will man festhalten.
Autor: nnz

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