Di, 10:43 Uhr
20.11.2001
Kommunale Globalisierung?
Ellrich/Sülzhayn (nnz). Nun hat er auch einen Teil des Südharzes kennen gelernt, der Eckhard Ohl. Der Sozialdemokrat war gestern auf Erkundungstour in Sülzhayn und Ellrich. nnz berichtet.
Eine Station war das KMG-Rehazentrum. In der Klinik wurde der Kandidat von Verwaltungschefin Petra Buse und Chefarzt Dr. Gerhardt über die Erfolge der Einrichtung aber auch über deren Probleme informiert. Der sehr guten Betreuung der Patienten steht eine weniger gute Auslastung der Einrichtung gegenüber. Hier regte Ohl ein gemeinsames Marketing zwischen Klinik und Kommune an. Vorgestellt wurden dem Bundestagsabgeordneten darüber hinaus das Haus des Gastes, die leere Immobile der Haidbergklinik sowie das Parkhotel.
Dort gab es dann nach nnz-Informationen ein Treffen unter Amtsbrüdern. Eckhard Ohl, Bürgermeister in Schlotheim, und Gerald Schröder, Bürgermeister in Ellrich, schleppen die gleichen Sorgen mit sich herum: Abwasserzweckverbände, Kreisumlage, Gebühren, Beiträge kommunaler Alltag. Gemeinsam reden heißt aber auch immer ein bisschen die Erfahrungen des Gesprächspartners erfahren. Beide Schröder und Ohl eint die Einsicht, dass die derzeitigen Verwaltungsstrukturen in Nordthüringen nicht überlebensfähig seien, so der Ellricher Bürgermeister zur nnz. Für ihn stehe mittelfristig eine kommunale Globalisierung auf der Tagesordnung. Nur so sei die gesamte Region überlebensfähig.
Erfreulicher wurde es für Eckhard Ohl schließlich am Abend in der Mitgliederversammlung des Ellricher SPD-Ortsvereins. Obwohl nicht offiziell abgestimmt, so spürte der Bundestagsabgeordnete einen Hauch von Sympathie. Nach seinem gestrigen Auftritt kann er vermutlich vier Stimmen zum Nominierungsparteitag im Januar für sich verbuchen. SPD-Mann Michael Seifert wird für Ohl votieren, das machte der Sülzhayner gegenüber nnz deutlich. Seifert setzt in das Agieren von Ohl natürlich auch Hoffnungen für einen touristischen Aufschwung seines Heimatortes. Mit diesem Aufschwung wird sich am Montag der Ellricher Stadtrat beschäftigen. Der muß nämlich einen Beschluß für einen Antrag zur Prädikatisierung fassen. Die Messen Luftkurort sind vorerst gesungen, dafür wurde den Sülzhaynern zugesichert, dass sie den Status als Staatlich anerkannter Erholungsort erhalten würden, ganz unbürokratisch, wie man im Thüringer Wirtschaftsministerium versprach. Den Blick auf den Luftkurort haben die Sülzhayner nicht verloren und da kann die Wegbegleitung eines Mitglieds im Tourismusausschuß des Bundestages nicht schädlich sein.
Autor: nnzEine Station war das KMG-Rehazentrum. In der Klinik wurde der Kandidat von Verwaltungschefin Petra Buse und Chefarzt Dr. Gerhardt über die Erfolge der Einrichtung aber auch über deren Probleme informiert. Der sehr guten Betreuung der Patienten steht eine weniger gute Auslastung der Einrichtung gegenüber. Hier regte Ohl ein gemeinsames Marketing zwischen Klinik und Kommune an. Vorgestellt wurden dem Bundestagsabgeordneten darüber hinaus das Haus des Gastes, die leere Immobile der Haidbergklinik sowie das Parkhotel.
Dort gab es dann nach nnz-Informationen ein Treffen unter Amtsbrüdern. Eckhard Ohl, Bürgermeister in Schlotheim, und Gerald Schröder, Bürgermeister in Ellrich, schleppen die gleichen Sorgen mit sich herum: Abwasserzweckverbände, Kreisumlage, Gebühren, Beiträge kommunaler Alltag. Gemeinsam reden heißt aber auch immer ein bisschen die Erfahrungen des Gesprächspartners erfahren. Beide Schröder und Ohl eint die Einsicht, dass die derzeitigen Verwaltungsstrukturen in Nordthüringen nicht überlebensfähig seien, so der Ellricher Bürgermeister zur nnz. Für ihn stehe mittelfristig eine kommunale Globalisierung auf der Tagesordnung. Nur so sei die gesamte Region überlebensfähig.
Erfreulicher wurde es für Eckhard Ohl schließlich am Abend in der Mitgliederversammlung des Ellricher SPD-Ortsvereins. Obwohl nicht offiziell abgestimmt, so spürte der Bundestagsabgeordnete einen Hauch von Sympathie. Nach seinem gestrigen Auftritt kann er vermutlich vier Stimmen zum Nominierungsparteitag im Januar für sich verbuchen. SPD-Mann Michael Seifert wird für Ohl votieren, das machte der Sülzhayner gegenüber nnz deutlich. Seifert setzt in das Agieren von Ohl natürlich auch Hoffnungen für einen touristischen Aufschwung seines Heimatortes. Mit diesem Aufschwung wird sich am Montag der Ellricher Stadtrat beschäftigen. Der muß nämlich einen Beschluß für einen Antrag zur Prädikatisierung fassen. Die Messen Luftkurort sind vorerst gesungen, dafür wurde den Sülzhaynern zugesichert, dass sie den Status als Staatlich anerkannter Erholungsort erhalten würden, ganz unbürokratisch, wie man im Thüringer Wirtschaftsministerium versprach. Den Blick auf den Luftkurort haben die Sülzhayner nicht verloren und da kann die Wegbegleitung eines Mitglieds im Tourismusausschuß des Bundestages nicht schädlich sein.


