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Di, 08:17 Uhr
20.11.2001

nnz-Rückspiegel: 20. November 2000

Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden.


Kurt-Bangemann-Preis wird heute an Nordhäuserin verliehen

Adelheid von Gagern aus Nordhausen erhält in diesem Jahr den Kurt-Bangemann-Preis. Die 79jährige kümmert sich seit Jahren um Asylbewerber, die vorübergehend im Landkreis Nordhausen wohnen und nimmt sich deren persönlicher Schicksale an. In Mackenrode hat sie zum Beispiel jüdische Kontingentflüchtlinge in deutscher Sprache unterrichtet. Sie sei außerdem ein „nicht mehr wegzudenkendes Bindeglied zwischen Asylbewerbern und den zuständigen Behörden, heißt es in der Begründung. Vorgeschlagen wurde Adelheid von Gagern vom Sozialamt der Nordhäuser Kreisverwaltung. Zu den bisherigen Preisträgern des Kurt-Bangemann-Preises gehören unter anderem das Nordhäuser Theater und der Verein „Nordhäuser Tafel“.


Jens Schlichting ist neuer SPD-Chef in Ellrich

Der neue „Chef“ des Ellricher Ortsvereins der SPD heißt Jens Schlichting. Der Guderslebener Ortsteilbürgermeister wurde von der Mitgliederversammlung mehrheitlich in das neue Amt gewählt. Zum Stellvertreter wurde Uwe Kramer, zum Schatzmeister Ludwig Hoy und als Beisitzer Michael Seifert und Peter Kieser gewählt. Obwohl der Vorstand damit komplett neu besetzt ist, soll die parteipolitische Arbeit seit der Wende im Südharz kontinuierlich fortgesetzt werden, sagte Jens Schlichting im Gespräch mit der nnz. Die wichtigste Aufgaben der kommenden Jahre soll eine profilierte Kommunalpolitik für und mit den Menschen sein. Darüber hinaus soll jetzt bereits die nächste Kommunalwahl fest ins Auge gefaßt werden. Diese wolle man erfolgreich gestalten.


LVA-Entscheidung zur Beigeordnetenwahl wird in Erfurt gecheckt

Trotz mehrfacher telefonischer Nachfragen im Landesverwaltungsamt Weimar (LVA) hat das Landratsamt Nordhausen immer noch keine Nachricht zur Aufhebung der Beschlüsse der Beigeordnetenwahl Anfang September. Die dort zuständige Sachbearbeiterin habe zwar versichert, daß der Beschluß mit „sofortigem Vollzug“ aufgehoben sei, dann sei das Schreiben in den präsidialen Bereich des LVA abgegeben worden. Schlummert es dort immer noch? Nicht ganz, denn nach nnz-Informationen soll man sich in der Weimarer Rechtsaufsichtsbehörde „unsicher“ sein. Aus diesem Grund sei das Schreiben noch einmal zum „Kontrollcheck“ nach Erfurt geschickt worden. Im dortigen Innenministerium soll das Prozedere rechtlich abgeklopft und überprüft werden. Keine Auskunft gab es aus Erfurt über die zeitliche Check-Dauer. Eine wichtige Rolle in der nunmehr unendlichen Geschichte (nnz berichtete mehrfach) hatte im September der Personalrat des Landratsamtes gespielt. Das Gremium hatte sich mehrheitlich gegen eine sofortige Einstellung der damals nicht mehr gewählten Beigeordneten Uebner und Goutier ausgesprochen. Der Vorsitzende des Personalrates, Mario Arbeiter, sagte jetzt zur nnz, daß dieser Entscheidung konkrete Fakten und sachliche Gründe vorausgegangenen seien. Arbeiter wurde aus CDU-Kreisen mehrfach unterstellt, er habe die Entscheidung des Personalrates beeinflußt, weiterhin wurde ihm eine parteiliche Nähe zur SPD nachgesagt. Das sei kompletter Unfug, so Mario Arbeiter. Der Beschluß des Personalrates sei begründet gewesen, denn es mußten erhebliche Fehler zum Beispiel in der Ausschreibung konstatiert werden. Hier habe sich der Personalrat als kollektives Gremium von der Gleichbehandlung aller Mitarbeiter der Kreisverwaltung leiten lassen. Weiterhin müssen die Entscheidungen des Personalrates auch einer eventuellen juristischen Prüfung standhalten.
Autor: nnz

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