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Di, 09:56 Uhr
26.04.2022
Tag des Baumes

Wenn das Holz knapp wird

Anlässlich des gestrigen Tags des Baumes erteilt der BUND Thüringen den aktuellen Forderungen der Holzindustrie, mehr Buchen einzuschlagen, eine klare Absage...

Frank Henkel, Sprecher des Landesarbeitskreises Wald: „Es wäre keine gute Idee, in den durch Hitze und Trockenheit gestressten Laubwäldern jetzt den Holzeinschlag zu erhöhen. Die Anpassung unserer naturnahen Buchenwälder an den Klimawandel kann nur durch eine zurückhaltende Nutzung unterstützt werden“.

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Laut Aussagen des Verbandes gehen die Wasservorräte in den Böden seit Jahren zurück. Die Rotbuche, Baum des Jahres 2022, könne sich unter diesen Bedingungen nicht mehr optimal entwickeln. Die Forstwirtschaft könnte jedoch gegensteuern, indem sie weniger durchforstet und den Wald dichter wachsen lässt. Gerade in Buchenwäldern verbessere sich so das Waldinnenklima und die knappen Wasserreserven würden geschont.

Henkel: „Die Forstwirtschaft in Thüringen sollte sich in den nächsten Jahren darauf konzentrieren, die immensen Schadflächen zu reparieren, anstatt immer mehr Holz aus halbwegs stabilen Laubwäldern zu holen. Im Zuge des nötigen Waldumbaus nadelholzdominierter Bestände wird in Zukunft noch viel Holz genutzt werden können.“

Klimaschonende Waldnutzung bedeute laut BUND Thüringen auch, Holz möglichst hochwertig zu veredeln. Nach wie vor würde etwa die Hälfte des Buchenholzes verbrannt oder zu kurzlebigen Produkten weiterverarbeitet. So würde wertvolles Rundholz nach China exportiert, anstatt damit den heimischen Markt zu unterstützen.

„Die nicht mehr bewirtschafteten Laubwälder Thüringens dürfen auch in Zukunft nicht angetastet werden“, fordert Henkel. „Sie sind als Freilandlabore unerlässlich, weil sie uns zeigen, wie sich klimastabile Wälder der Zukunft entwickeln. Neben dem Klimaschutz leisten sie zudem einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt.“
Autor: red

Kommentare
Paulinchen
26.04.2022, 11.20 Uhr
Und wer....
.. kontrolliert das bitte mal? Vom Schreibtisch aus, wird es aber nichts.
Andi Macht
26.04.2022, 11.26 Uhr
Das Problem ist nicht die Menge sondern die Vermarktung
Ich bin selbst Waldbesitzer und habe einen gesunden Mischwald, mit dem ich ohne Probleme mein Haus beheizen kann und trotzdem noch Holz im Wald verrottet, weil ich es gar nicht schaffe. Auch bei mir gehen gute Buchen und Eichen durch den Ofen. Eine Buche wird im Laufe der Jahre immer größer und muss irgendwann einmal dem Wald entnommen werden um Platz für den Jungaufwuchs zu schaffen. Würde ich dies nicht tun, dann hätten ich oder meine Kinder irgendwann eine Wald ohne junge Bäume, der dann ein Nachwuchsproblem bekommt. Ich fälle also aller 1-2 Jahre einen alten Baum, der für den Ofen zu schade und zum Verrotten Verschwendung ist. Mir bleibt aber nur der Ofen, weil ich keinen LKW damit voll bekomme. Und selbst ein LKW voll wird schon als Mindermenge bezeichnet, so dass man dafür nur den Brennholzwert bekommt.
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