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Mi, 09:09 Uhr
30.03.2022
Spendenaufruf der SWG:

Möbel für ukrainische Flüchtlinge

Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) Nordhausen will geflüchteten Menschen aus der Ukraine schnell möblierten Wohnraum anbieten. Dies konnte mit dem Aufsichtsrat und der Gesellschafterin Stadt Nordhausen abgestimmt werden...

Marcel Kratzing und Inge Klaan besprechen letzte Einzelheiten der neuen Onlineseite, auf der ab Montag Sachspenden unkompliziert gemeldet werden können. (Foto: Susanne Schedwill/SWG   ) Marcel Kratzing und Inge Klaan besprechen letzte Einzelheiten der neuen Onlineseite, auf der ab Montag Sachspenden unkompliziert gemeldet werden können. (Foto: Susanne Schedwill/SWG )
„Wir können mehrere Wohnungen für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung stellen. Wir starten mit 20 möblierten Wohnungen und wollen dann Zug um Zug weitere Wohnungen fertig stellen“, kündigt SWG-Chefin Inge Klaan in einer Pressemitteilung an. Die Wohnungen sollen dem Nordhäuser Landratsamt gemeldet werden, das aktuell die Verteilung der Flüchtlinge koordiniert. Erste Mietverträge sind bereits abgeschlossen.

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„Wir unterstützen als Stadt die Initiative der SWG. Unsere kommunalen Unternehmen und die Stadtverwaltung bringen sich mit ihren jeweiligen Stärken und den zur Verfügung stehenden Ressourcen in die gesamtgesellschaftliche Aufgabe der Integration der Geflüchteten ein. Das übergeordnete Ziel ist es, den Geflüchteten in unserer Stadt ein größtmögliches Maß an Sicherheit und eine adäquate Unterbringung anzubieten. Erst dies ermöglicht das Ankommen in Nordhausen,“ so der Oberbürgermeister.

Einbauküchen besonders gesucht
Um temporär möbliert vermieten zu können, geht die SWG einen unkonventionellen Weg, auch weil eine Komplettmöblierung von vielen Wohnungen die finanzielle Kraft des Wohnungsvermieters übersteigen würde. „Gerade jetzt, wo uns schon die steigenden Baupreise an unsere Grenzen bringen“, sagt Klaan. Die SWG setzt für die Erstausstattung der Wohnungen auf gut erhaltene Sachspenden: „Unsere Erfahrung zeigt, dass bei einem Wohnungswechsel viele Möbel und andere Dinge auf dem Sperrmüll landen, die noch in einem guten Zustand sind und weitergenutzt werden könnten“, sagt Klaan. Gesucht werden insbesondere Einbauküchen, Tische, Stühle, Betten, Geschirr, Besteck, Sitzmöbel und Elektrogeräte, wie Kühlschränke, Herde und Waschmaschinen.

Sachspenden online melden
Alle Mieter, die kündigen, werden ab sofort in einem Schreiben darauf hingewiesen, dass sie gut erhaltene Möbel und auch Einbauküchen der SWG überlassen können. Um die Sachspenden zu koordinieren, schaltet die SWG ab dem 29. März, eine extra Onlineseite unter swg-ndh.de frei. Dort gibt es ein Onlineformular, auf dem man ein Foto der Spende obligatorisch hochladen muss und weitere Details angeben kann. „Wir melden uns auf jeden Fall bei jedem, der uns über die Seite ein Spendenangebot schickt und klären die Einzelheiten“, sagt IT-Administrator Marcel Kratzing. Inge Klaan hat noch eine Bitte: „Bringen Sie uns bitte keine Spenden unaufgefordert in unsere Geschäftsstelle. Wir sichten die Fotos und entscheiden danach, was wir für die Wohnungen benötigen. Wir wollen nichts zwischenlagern, den Platz haben wir gar nicht. Im Idealfall holen wir die Spenden ab und bringen sie sofort weiter in die entsprechende Wohnung.“ Grundsätzlich richtet sich der Sachspendenaufruf an die Mieterschaft und an Menschen in Nordhausen. „Für eine gut erhaltene Einbauküche würden wir aber auch bis nach Herrmannsacker fahren“, macht Klaan deutlich. „Ich freue mich über die bereits aus der Nordhäuser Wirtschaft angebotene Transportleistung und Manpower zum Aufbau der Möbel. Gut zu wissen, dass man Partner an seiner Seite hat in so ungewöhnlichen Zeiten.“

Möblierte Vermietung ist für die SWG ein neues Segment. In Nordhausen haben das laut der SWG-Chefin bisher andere Vermieter umgesetzt. „Das ist in Nordhausen historisch so gewachsen. Aber die aktuelle Situation erfordert, schnell zu handeln, um den Frauen und Kindern aus der Ukraine unkompliziert und zügig zu helfen“, ist Klaan überzeugt. Wie die Flüchtlingsverteilung momentan in Berlin laufe, mache sie fassungslos, so Klaan. Humanitäre Hilfe könne man nicht dem Ehrenamt überlassen. „Als kommunales Unternehmen ist es deshalb jetzt unsere Aufgabe mitzuhelfen“, sagt Klaan. Die SWG-Chefin geht davon aus, dass viele ukrainische Flüchtlinge länger in Deutschland bleiben werden. „Wenn ich mir die Bilder von den zum Teil völlig zerstörten Städten anschaue, dann kann dort niemand so schnell wieder leben“, ist Klaan überzeugt. Sie habe in den vergangenen Tagen mit einigen ukrainischen Frauen gesprochen, die ihr signalisiert hätten, rasch arbeiten zu wollen. Viele seien gut ausgebildet; für Klaan auch eine Chance dem Fachkräftemangel in vielen Branchen in der Region zu begegnen.
Autor: psg

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Kommentare
Gudrun1974
30.03.2022, 09:29 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verhalten Sie sich bitte höflich gegenüber Anderen.
NDH-Kanne
30.03.2022, 10:46 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Bezug zum Artikel?
Mausezahn
30.03.2022, 11:41 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Bezug zum Artikel?
Bifiwurst
30.03.2022, 14:56 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB
Echter-Nordhaeuser
30.03.2022, 21:27 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Bezug zum Artikel?
Herr Taft
30.03.2022, 22:01 Uhr
Hängt wohl von der Branche...
... Und dem Spezialisierungsgrad ab..Es gibt Branchen, die sind definitiv auf dem absteigenden Ast... Und ab einem gewissen Spezialisierungsgrad wird es kompliziert eine passende Stelle zu finden...
Herr Taft
30.03.2022, 23:21 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Gehört nicht zum Thema
Blume1
31.03.2022, 00:36 Uhr
Warum muss der eine Vermieter seine neuen Möbel wegwerfen und der andere richtet sich mit Spendenein
Ihr Zitat über Frau Klaan: Möblierte Vermietung ist für die SWG ein neues Segment. In Nordhausen haben das laut der SWG-Chefin bisher andere Vermieter umgesetzt. „Das ist in Nordhausen historisch so gewachsen. Aber die aktuelle Situation erfordert, schnell zu handeln

Warum nimmt man die anderen Vermieter dann nicht ins Boot und geht in deren Feld statt die sofort fertigen und sofort zur Verfügung stehenden möbelierten Wohnungen der anderen Vermieter zu nutzen? Warum wechselt die SWG in die anderen Felder und die anderen müssen dann ihre neuen Möbel wegwerfen und wechseln dann ins Geschäftsfeld der SWG.
Bei einer öffentlichen Versammlung der Stadt sagten sie Frau Klaan das die anderen Vermieter keinen Sozialen Wohnungsbau machen sollen. Sie sagten wörtlich bitte nehmen sie uns das nicht weg. Wir haben uns deshalb zurückgehalten.
Warum gehen sie jetzt in das Geschäftsfeld der anderen Vermieter und die müssen dann in ihr Geschäftsfeld gehen. Arbeiten sie doch lieber mit den anderen Vermietern zusammen das kann sich langfristig für die SWG und die Stadt lohnen.
Die Stadt besteht aus vielen Unternehmern die Steuern zahlen. Warum nimmt man nicht unsere möbelierten bezugsfertigen Wohnungen. Wird es wieder wie beim Kindergarten der für Flüchtlinge umgebaut und dann abgerissen wurde? Trotz meiner schriftlichen möbelierten Angebote hat mit mir nicht einmal wer ein Gespräch geführt. Alle Vermieter mit ins Boot zu holen kann langfristig eher nützen als schaden.
Gudrun1974
31.03.2022, 09:24 Uhr
Die Parkhäuser der SWG / Herr Hardrath
Offenbar möchte die SWG beim Geschäft mit den Geflohenen aus der Ukraine mitmachen. Soweit, sogut. Dabei bedient sie sich kostenloser Möbel der Bürger. Auch dies ist legitim.

Die SWG braucht wahrscheinlich dringend neue Mieter. Das scheint umso nötiger, weil zum Beispiel beim Thema Planung von Parkhäusern wegen mangelnder Bürgerbeteilugung nicht unerhebliche Summen umsonst ausgegeben wurden, wie Herr Hardrath schon damals zu Recht kritisierte:

https://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=278324
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