Di, 16:07 Uhr
29.03.2022
Landrat Jendricke will auch PCR-Tests weiter erhalten
Testzentren bleiben auf niedrigerem Niveau bestehen
Verstörte Anrufer wollten von uns wissen, warum die Covid-Testzentren geschlossen werden, obwohl die Inzidenzen nach wie vor sehr hoch sind. Wir befragten dazu den Nordhäuser Landrat Matthias Jendricke …
Da kämen mehrere Faktoren zusammen, erklärt uns der Nordhäuser Landrat am Telefon. Einerseits sei der Bedarf gesunken, seitdem in den Betrieben nicht mehr dauernd getestet werden muss, andererseits fehle es in den Ämtern und Behörden an Personal, das entweder selbst krank ist oder anderen Aufgaben nachgehen müsse. Einhergehend mit den hohen Inzidenzen gebe es einen extrem hohen Krankenstand auch in den Behörden. Bei den aktuell durchgeführten Tests liegt die Positivrate bei 10 - 15 Prozent, so hoch wie noch nie zuvor in der Pandemiegeschichte. Allerdings ist die Krankenhausbelegung mit schweren Covid-Fällen so niedrig wie nie zuvor, sagte der Landrat.
Er selbst würde die Dauer und Anzahl der Testungen gern ausdehnen, hätte aber momentan kein Personal dafür zur Verfügung. Die neuen Regelungen, dass plötzlich kein PCR-Test zum Freitesten mehr gebraucht würde, hält Jendricke hingegen nicht für zielführend. Nachdem wir zwei Jahre lang eine absolute PCR-Pflicht hatten nun plötzlich festzulegen, die Bürger hätten keinen Anspruch auf einen PCR-Test, halte ich für frech vom Gesundheitsministerium.
Er habe sich auch bei der zuständigen Ministerin diesbezüglich beschwert. Nach wie vor sei ein PCR-Test entscheidend, um den Status eines Genesenen zu erlangen, der wohl auch in Zukunft vor persönlichen Freiheitseinschränkungen schützen könne. Jendricke sieht allerdings auch keinen Grund, die bestehenden Eindämmungsmaßnahmen über den 2. April hinaus zu verlängern und setzt auf die Eigenverantwortung der Bürger. Durch die Aufhebung der Einschränkungsmaßnahmen werde der Druck auf die Teststationen weiter nachlassen, hofft er. Besonders an Montagen sei aber mit Schlangen an der Teststation in der Zorgestraße zu rechnen, dies ist ihm bekannt.
Für Landkreisbewohner, die öfter überprüfen möchten, ob sie infiziert sind ist die derzeitige Situation nicht befriedigend und sie werden wohl zukünftig vermehrt auf private Schnelltests zurückgreifen müssen. Und eine Aufhebung der Maskenpflicht schränke ja nicht das Recht ein, sich weiterhin persönlich mit dem Tragen einer Maske selbst zu schützen.
Olaf Schulze
Autor: oschDa kämen mehrere Faktoren zusammen, erklärt uns der Nordhäuser Landrat am Telefon. Einerseits sei der Bedarf gesunken, seitdem in den Betrieben nicht mehr dauernd getestet werden muss, andererseits fehle es in den Ämtern und Behörden an Personal, das entweder selbst krank ist oder anderen Aufgaben nachgehen müsse. Einhergehend mit den hohen Inzidenzen gebe es einen extrem hohen Krankenstand auch in den Behörden. Bei den aktuell durchgeführten Tests liegt die Positivrate bei 10 - 15 Prozent, so hoch wie noch nie zuvor in der Pandemiegeschichte. Allerdings ist die Krankenhausbelegung mit schweren Covid-Fällen so niedrig wie nie zuvor, sagte der Landrat.
Er selbst würde die Dauer und Anzahl der Testungen gern ausdehnen, hätte aber momentan kein Personal dafür zur Verfügung. Die neuen Regelungen, dass plötzlich kein PCR-Test zum Freitesten mehr gebraucht würde, hält Jendricke hingegen nicht für zielführend. Nachdem wir zwei Jahre lang eine absolute PCR-Pflicht hatten nun plötzlich festzulegen, die Bürger hätten keinen Anspruch auf einen PCR-Test, halte ich für frech vom Gesundheitsministerium.
Er habe sich auch bei der zuständigen Ministerin diesbezüglich beschwert. Nach wie vor sei ein PCR-Test entscheidend, um den Status eines Genesenen zu erlangen, der wohl auch in Zukunft vor persönlichen Freiheitseinschränkungen schützen könne. Jendricke sieht allerdings auch keinen Grund, die bestehenden Eindämmungsmaßnahmen über den 2. April hinaus zu verlängern und setzt auf die Eigenverantwortung der Bürger. Durch die Aufhebung der Einschränkungsmaßnahmen werde der Druck auf die Teststationen weiter nachlassen, hofft er. Besonders an Montagen sei aber mit Schlangen an der Teststation in der Zorgestraße zu rechnen, dies ist ihm bekannt.
Für Landkreisbewohner, die öfter überprüfen möchten, ob sie infiziert sind ist die derzeitige Situation nicht befriedigend und sie werden wohl zukünftig vermehrt auf private Schnelltests zurückgreifen müssen. Und eine Aufhebung der Maskenpflicht schränke ja nicht das Recht ein, sich weiterhin persönlich mit dem Tragen einer Maske selbst zu schützen.
Olaf Schulze

