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Fr, 17:20 Uhr
25.03.2022
Nordhäuser Commerzbank zieht Jahresbilanz

Gute Ergebnisse in schwierigen Zeiten

Die Nordhäuser Commerzbank startete mit einem neuen Gesicht an der Spitze in das Jahr. Für 2021 konnte Stefan Koch heute auf gute Ergebnisse verweisen. Das man auch das zweite Krisenjahr positive beenden konnte, lässt für die Zukunft hoffen…

Für den neuen Chef der Nordhäuser Commerzbank ist Nordhausen kein neues Pflaster. Ende der 90er Jahre war Stefan Koch bei der Dresdner Bank am Hagen beschäftigt, heute leitet er die Commerzbank-Filialen in Mühlhausen, Heiligenstadt und seit jüngstem auch Nordhausen.

Stefan Koch leitet seit Jahresbeginn die Nordhäuser Filiale der Commerzbank (Foto: Commerzbank) Stefan Koch leitet seit Jahresbeginn die Nordhäuser Filiale der Commerzbank (Foto: Commerzbank)


Trotz der Pandemie könne die Nordhäuser Zweigstelle auf ein erfolgreiches Jahr 2021 zurückblicken, meint Koch heute zur Vorstellung der Jahresbilanz. Da ist zum einen der Bereich Digitalisierung. Die Zahl der Kunden, die ihre Bankgeschäfte online abwickelt, ist wieder um über zehn Prozent gestiegen, wobei das reine „online“ Banking zunehmend vom mobilen Banking per Handy abgelöst werde. Die Pandemie habe hier sicher noch einmal als Beschleuniger der Entwicklung gewirkt, meint Koch. Die Nordhäuser liegen damit gut auf der allgemeinen Linie des Konzerns, die Bank will ihre Digitalangebote grundsätzlich ausbauen. Bis 2024 will man so zur „digitalen Beraterbank“ werden und es den Kunden ermöglichen, alle Bankangelegenheiten, vor allem auch Beratungsangebote, digital von zu Hause aus wahrzunehmen.

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Doch die Digitalisierung ist nicht die einzige Auswirkung der allgemeinen Krisenstimmung. Seit Jahren bewege man sich in „einer etwas verrückten Zinslandschaft“, erklärt Banker Koch. „Das wurde lange so hingenommen, weil die Inflation vergleichweise niedrig war. Seit einem guten halben Jahr hat sich der Wind aber gedreht. Die reale Kaufkraft des Ersparten sinkt und die Kunden suchen zunehmend nach Alternativen und haben Beratungsbedarf“. Der „Notgroschen“ bleibe bei vielen weiter auf dem Tagesgeldkonto oder dem Sparbuch, viele würden aber weitere Mittel in „Sachwerte“ wie Fonds und Aktien investieren. Die Zahl der Wertpapiersparpläne ist in der Nordhäuser Filiale im vergangenen Jahr um 19,5 Prozent gestiegen und das Depotvolumen um satte 16,3 Prozent auf nun rund 59 Millionen Euro angewachsen. Dabei liegen zunehmend nachhaltige Wertpapierpläne im Trend, die Quote liegt inzwischen immerhin bei 25 Prozent.

Auch in der Baufinanzierung wird es zunehmend grüner. Der bisherige Wachstumsmarkt zeige zwar seit Jahresbeginn einen Zinsanstieg, bleibe aber weiter „historisch niedrig“, sagt Koch dessen Fachgebiet von Haus aus genau hier liegt. „Wir sind raus aus der Talsohle. Der Boom ist damit erst einmal vorbei, die Leute sind vorsichtiger, was sicher auch an der Inflation un den Baupreisen liegt aber es wird natürlich trotzdem weiter gebaut.“, so der Filialchef. Die „grüne“ Baufinanzierung gewinne an Beliebtheit und macht in Nordhausen inzwischen 28 Prozent aus, was auch daran liegen könnte, das die Bank von sich aus günstigere Kredite für nachhaltige Bauvorhaben anbietet. Das Kreditvolumen stieg auf 56 Millionen Euro, das Neugeschäft schlug in der Baufinanzierung mit 9,6 Millionen Euro zu Buche, einem Plus von 14,3 Prozent.

Das Privatkundengeschäft lief in 2021 ebenfalls besser als befürchtet. Es habe sich gezeigt, dass auch die eher kleinteilige Wirtschaft in Thüringen dazu in der Lage ist, auf Krisen zu reagieren. „Hier wurde wirklich Anpassungsvermögen bewiesen und die Bremswirkung der Krise war letztlich nicht so groß, wie das stellenweise erwartet wurde.

Diese Erfahrung mache auch beim Blick in die Zukunft Hoffnung. Der Krieg in der Ukraine sei schockierend und bringe viele Unwägbarkeiten mit sich, die sich erst nachgelagert auswirken würden. Einen Grund zur Panik gebe es aber, wenigstens aus wirtschaftlicher Sicht, im Moment nicht. Wer sein Geld breit angelegt habe, werde auch diese Krise überstehen und auch die deutschen Banken seien nicht in Gefahr, meint Stefan Koch.

Eine menschliche Katastrophe ist und bleibe der Krieg dennoch. Die Commerzbank hat deswegen neben diversen Spenden auch dafür gesorgt, dass Flüchtlinge aus der Ukraine für den Moment kostenfreie Girokonten eröffnen und Geld ohne zusätzliche Gebühren gen Ukraine überweisen können.
Autor: red

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