Do, 08:25 Uhr
15.12.2005
Sophia holt das Licht
Nordhausen (nnz). Auch in diesem Jahr wird das ORF-Friedenslicht aus Bethlehem für Thüringen auf die Reisen gehen. In der 16. Auflage wird eine junge Nordhäuserin das Licht in Linz abholen.
Mit ihren erst 12 Jahren ist die Nordhäuser Gymnasiastin Sophia Praetorius das bisher jüngste Mädchen, dass als Thüringer Friedenslichtkind nach Linz reist, um dort das ORF-Friedenslicht aus Bethlehem für die landesweite Verteilung abzuzweigen. Am kommenden Dienstag (20.12.) wird sie ihre über 600 Kilometer lange Tour antreten und an der traditionellen internationalen Feierstunde im Landesstudio Oberösterreich teilnehmen. Sie übernimmt das besondere Weihnachtslicht, dass dann am 23. Dezember von der Südharzstadt aus mit Hilfe verschiedener Pfadfinderbünde an 224 Bahnhöfe und -stationen gebracht wird, von Kerze zu Kerze aus der Laterne des 2005er ORF-Boten Jürgen Lengauer.
Der 11 Jahre alte Lebensretter hatte es kurz vor dem Advent aus der Geburtsgrotte in der biblischen Stadt geholt. Bis zum Heiligabend wird das Friedenslicht in über 25 Ländern erwartet; und auch Papst Papst Benedikt XVI. empfängt es zur Vorverteilung bei einer Privataudienz am vierten Adventwochenende.
Nordhausen, diesjährige Patenstadt der Aktion, entschied sich unter Vorschlägen verschiedener Schulen für Sophia, die Klassensprecherin der 6/3 am Wilhelm-von-Humboldt-Gymnasium. Sie war im vorigen Jahr vom NOK Deutschland in Frankfurt /Main mit dem 2. Preis im bundesweiten Wettbewerb "Schüler malen Olympia" ausgezeichnet worden und beteiligte sich im Fach Klavier erfolgreich am Landeswettbewerb "Jugend musiziert" in Mühlhausen. Das vielseitig interessierte Mädchen engagiert sich auch sehr in der Jungschargruppe bei der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde. Zuletzt verkaufte sie in einer angemieteten Bude auf Nordhausens Weihnachtsmarkt mit ihren Freunden und Eltern selbst gebackene Plätzchen und ein mit Liebe eigenentwickeltes Spiel, um Spendengelder für ein künftiges Waisenhaus in Mocambique zu gewinnen. Um das Projekt anzuschieben, muß dort privat finanziert zunächst ein Brunnen gebaut werden. Mit einem Brief wurde Sophia von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke um den Botendienst für ihre Heimatstadt in Sachen ORF-Friedenslicht gebeten und war sehr überrascht über ihre Wahl. Sie wird auf dieser Fahrt von ihrem Vater begleitet
Bereits zum 16. Mal seit 1990 und der Übernahme des damals jungen österreichischen Brauchs durch Geraer Hörfunkjournalisten reisen Thüringer Gesandte in das Nachbarland, um dortigen Zeremoniellen mit Bischöfen aus mehreren Ländern, Pfadfindern, Vertretern der Bundesbahn, des Roten Kreuzes, von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk oder Bundesheer folgend ein Flämmchen des alljährlich entzündeten Lichts zu bekommen. Es gilt neben seiner lithurgischen Bedeutung seit der politischen Wende gerade in der Weihnachtszeit europaweit auch als ein Symbol für friedliche Nachbarschaft.
Bis zum 23.12. werden es Sophia und die Feuerwehr zunächst hüten. Dann gibt sie es ab 9 Uhr in Nordhausens Rathaus rund 70 Pfadfindern und allen weiteren Helfern zur landesweiten Verbreitung mit auf den Weg. Thüringens Landtagspräsidentin Prof. Dr. Dagmar Schipanski wird die Feierstunde dort mit einer Ansprache begleiten und dann selbst das Friedenslicht in ihre Heimatstadt nach Ilmenau bringen.
Sophia Praetorius ist das nunmehr 9. Thüringer Friedenslicht-Kind. 1997 holte Ina Strobel im Auftrage des Altenburger Jugendparlaments das Weihnachtslicht. Danach waren Julia Weise für Saalfeld, Sylvana Bräunig für Gera, Swenja Gerlach für Eisenach, David Raab für Erfurt, Melchor Klassen für Weimar, Robert Büchner aus Arnstadt und 2004 Stephanie Heß aus Gotha zur Übergabefeier in der Landeshauptstadt Oberösterreichs dabei.
Autor: nnzMit ihren erst 12 Jahren ist die Nordhäuser Gymnasiastin Sophia Praetorius das bisher jüngste Mädchen, dass als Thüringer Friedenslichtkind nach Linz reist, um dort das ORF-Friedenslicht aus Bethlehem für die landesweite Verteilung abzuzweigen. Am kommenden Dienstag (20.12.) wird sie ihre über 600 Kilometer lange Tour antreten und an der traditionellen internationalen Feierstunde im Landesstudio Oberösterreich teilnehmen. Sie übernimmt das besondere Weihnachtslicht, dass dann am 23. Dezember von der Südharzstadt aus mit Hilfe verschiedener Pfadfinderbünde an 224 Bahnhöfe und -stationen gebracht wird, von Kerze zu Kerze aus der Laterne des 2005er ORF-Boten Jürgen Lengauer.
Der 11 Jahre alte Lebensretter hatte es kurz vor dem Advent aus der Geburtsgrotte in der biblischen Stadt geholt. Bis zum Heiligabend wird das Friedenslicht in über 25 Ländern erwartet; und auch Papst Papst Benedikt XVI. empfängt es zur Vorverteilung bei einer Privataudienz am vierten Adventwochenende.
Nordhausen, diesjährige Patenstadt der Aktion, entschied sich unter Vorschlägen verschiedener Schulen für Sophia, die Klassensprecherin der 6/3 am Wilhelm-von-Humboldt-Gymnasium. Sie war im vorigen Jahr vom NOK Deutschland in Frankfurt /Main mit dem 2. Preis im bundesweiten Wettbewerb "Schüler malen Olympia" ausgezeichnet worden und beteiligte sich im Fach Klavier erfolgreich am Landeswettbewerb "Jugend musiziert" in Mühlhausen. Das vielseitig interessierte Mädchen engagiert sich auch sehr in der Jungschargruppe bei der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde. Zuletzt verkaufte sie in einer angemieteten Bude auf Nordhausens Weihnachtsmarkt mit ihren Freunden und Eltern selbst gebackene Plätzchen und ein mit Liebe eigenentwickeltes Spiel, um Spendengelder für ein künftiges Waisenhaus in Mocambique zu gewinnen. Um das Projekt anzuschieben, muß dort privat finanziert zunächst ein Brunnen gebaut werden. Mit einem Brief wurde Sophia von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke um den Botendienst für ihre Heimatstadt in Sachen ORF-Friedenslicht gebeten und war sehr überrascht über ihre Wahl. Sie wird auf dieser Fahrt von ihrem Vater begleitet
Bereits zum 16. Mal seit 1990 und der Übernahme des damals jungen österreichischen Brauchs durch Geraer Hörfunkjournalisten reisen Thüringer Gesandte in das Nachbarland, um dortigen Zeremoniellen mit Bischöfen aus mehreren Ländern, Pfadfindern, Vertretern der Bundesbahn, des Roten Kreuzes, von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk oder Bundesheer folgend ein Flämmchen des alljährlich entzündeten Lichts zu bekommen. Es gilt neben seiner lithurgischen Bedeutung seit der politischen Wende gerade in der Weihnachtszeit europaweit auch als ein Symbol für friedliche Nachbarschaft.
Bis zum 23.12. werden es Sophia und die Feuerwehr zunächst hüten. Dann gibt sie es ab 9 Uhr in Nordhausens Rathaus rund 70 Pfadfindern und allen weiteren Helfern zur landesweiten Verbreitung mit auf den Weg. Thüringens Landtagspräsidentin Prof. Dr. Dagmar Schipanski wird die Feierstunde dort mit einer Ansprache begleiten und dann selbst das Friedenslicht in ihre Heimatstadt nach Ilmenau bringen.
Sophia Praetorius ist das nunmehr 9. Thüringer Friedenslicht-Kind. 1997 holte Ina Strobel im Auftrage des Altenburger Jugendparlaments das Weihnachtslicht. Danach waren Julia Weise für Saalfeld, Sylvana Bräunig für Gera, Swenja Gerlach für Eisenach, David Raab für Erfurt, Melchor Klassen für Weimar, Robert Büchner aus Arnstadt und 2004 Stephanie Heß aus Gotha zur Übergabefeier in der Landeshauptstadt Oberösterreichs dabei.


