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Mi, 10:35 Uhr
14.12.2005

Landkreis hinkt hinterher

Nordhausen (nnz). Wenn die Anmeldungen von Gewerben ein Indikator für den wirtschaftlichen Aufschwung oder Abschwung sein sollten, da sieht es im Landkreis Nordhausen nicht allzu rosig aus. Die nnz mit den Einzelheiten der ersten neun Monate dieses Jahres.


In den ersten neuen Monaten des Jahres 2005 verlagerte sich das Gründungsgeschehen in Thüringen zunehmend auf den Nebenerwerb. Während die Zahl der Gewerbeanmeldungen gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 4,4 Prozent auf 16.863 sank, stieg die Zahl der Anmeldungen im Nebenerwerb um 12 Prozent auf 4.099. Fast jede vierte Gewerbeanmeldung erfolgt in Thüringen im Nebenerwerb (24,3 Prozent aller Anmeldungen). In den ersten neun Monaten des Vorjahres betrug dieser Anteil 20,7 Prozent.

Die Verlagerung des Gründungsgeschehens auf den Nebenerwerb spiegelte sich auch bei den Gewerbeabmeldungen wider. Während sich die Gesamtzahl der Abmeldungen um 4,3 Prozent auf 13 578 erhöhte, stieg die Zahl der Abmeldungen im Nebenerwerb überdurchschnittlich um 13,3 Prozent auf 2 162. Auf 100 Anmeldungen kamen in den ersten neun Monaten dieses Jahres in Thüringen 81 Abmeldungen, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 74.

Auch in den anderen neuen Bundesländern hat sich die Zahl der Gewerbeanmeldungen rückläufig entwickelt. Nur aus Sachsen wurde ein geringfügiger Anstieg um 0,1 Prozent (+ 50 Anmeldungen) gemeldet. Auf 100 Anmeldungen kamen in den neuen Ländern durchschnittlich 79 Abmeldungen. Unter diesem Mittelwert lagen Brandenburg (76), Sachsen (77) und Mecklenburg-Vorpommern (78), während dessen Thüringen (81) und Sachen-Anhalt (85) darüber lagen.

14 436 bzw. 86 Prozent aller Gewerbeanmeldungen in Thüringen waren Neuerrichtungen und 11 016 bzw. 81 Prozent aller Abmeldungen waren Aufgaben. Die übrigen An- und Abmeldungen betrafen Übernahmen und Zuzüge bzw. Übergaben und Fortzüge.

3 858 bzw. 26,7 Prozent aller Neuerrichtungen waren von Januar bis September Betriebsgründungen, bei denen eine wirtschaftliche Substanz vermutet werden kann. Auch hier trat ein Rückgang gegenüber den Vergleichswerten des Vorjahres um 310 bzw. 7,4 Prozent ein. Den Betriebsgründungen stehen 3 476 Betriebsaufgaben gegenüber (- 46 bzw. - 1,3 Prozent). Auf 100 Betriebsgründungen kamen 90 Betriebsaufgaben. Im Vergleichszeitraum 2004 waren es 85.

Nach Wirtschaftsbereichen betrachtet gab es mit rund 46 Prozent die meisten Anmeldungen wieder im Dienstleistungsbereich. Im Handel und Gastgewerbe waren es 34,1 Prozent und im Produzierenden Gewerbe 18,4 Prozent.
Von Abmeldungen war ebenfalls der Dienstleistungsbereich mit 43 Prozent besonders betroffen, gefolgt vom Handel und Gastgewerbe mit 38,7 Prozent und dem Produzierenden Gewerbe mit 16,9 Prozent. Weiterhin ungünstig verläuft das Gründungsgeschehen im Baugewerbe. Dort sank die Zahl der Gewerbeanmeldungen um 91 bzw. 4,1 Prozent, während sich die Zahl der Abmeldungen um 179 bzw. 12,8 Prozent erhöhte.

Regional betrachtet gab es erhebliche Unterschiede. Bei den Anmeldungen sind die größten Veränderungen in den Landkreisen Sömmerda (+ 17,8 Prozent) und im Weimarer Land (+ 6,8 Prozent) bzw. im Saale-Holzland-Kreis (- 17,7 Prozent) und im Landkreis Nordhausen (- 16,3 Prozent) eingetreten. Bei den Gewerbeabmeldungen gab es beträchtliche Abweichungen im Landkreis Sömmerda (+ 18,4 Prozent), im Eichsfeldkreis (+ 16,1 Prozent) und in der kreisfreien Stadt Gera (+ 16,0 Prozent) bzw. im Saale-Holzland-Kreis (- 6,7 Prozent) und im Landkreis Sonneberg (-5,7 Prozent).
Autor: nnz

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