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Di, 19:30 Uhr
15.03.2022
Scheinbares Paradoxon im Landkreis Nordhausen

Rekordinzidenz und Teststellen-Schließung

Nie waren die 7-Tages-Inzidenzwerte so hoch wie heute und dennoch setzt die Verwaltung ihren Plan um, ab der nächsten Woche mehrere Teststellen im Kreisgebiet zu schließen. Was auf den ersten Blick unvereinbar scheint, kann doch gut begründet werden …


Mit dem Sensationswert von 3 155,6 in der 7-Tages-Inzidenz setzte sich heute jener Landkreis an die deutschlandweite Spitze der hochinfektiösen Gebietskörperschaften, der in den zurückliegenden zwei Jahren mit bestem Krisenmanagement glänzte, als einer der ersten die Maskenpflicht einführte und immer noch sehr wenige Todesopfer zu beklagen hat. Ein Landkreis, dessen Landrat auf strikte Maßnahmen setzte, immer wieder klare Linien von den übergeordneten Stellen einforderte und der seine Ordnungshüter unbarmherzig auf Corona-Streife schickte, um die Einhaltung der Bestimmungen zu überwachen.

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Gestern wurden im Landkreis 625 Neuinfektionen gezählt. Das sind alles Menschen, die nun nach Hause geschickt werden, weil sie einen positiven PCR-Test vorzuweisen haben. Kaum einer, wahrscheinlich aber gar keiner, von ihnen ist in Gefahr mit der Erkrankung in stationäre Behandlung zu müssen. Von denjenigen, die mit Corona in Krankenhäusern liegen, erfuhren die meisten erst dort nach einem Test von ihrer Erkrankung.

Die Hospitalisierungs-Inzidenz liegt dementsprechend heute im Kreis Nordhausen bei 2,4, was ein eher geringer Wert ist.

Ab der kommenden Woche schließen nun auf Anordnung die Schnelltestzentren in Heringen, Sollstedt und an der Wiedigsburghalle Nordhausen. „Hintergrund ist insbesondere der Wegfall der 3G-Regelung am Arbeitsplatz ab dem 20. März, da sich diese Testpflicht deutlich auf das Testaufkommen ausgewirkt hat“, begründet das Landratsamt diese widersprüchlich erscheinende Entscheidung.

Das Testzentrum in der Zorgestraße Nordhausen verkürzt seine Öffnungszeiten und ist ab kommender Woche von Montag bis Freitag von 7 bis 14 Uhr, Samstag von 8 bis 12 Uhr und Sonntag 8 bis 12 Uhr erreichbar. Auch das Schnelltestzentrum in Ilfeld, an der Neanderklinik, ändert ab Montag seine Öffnungszeiten und ist dann immer montags, mittwochs und freitags von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Die weiteren Schnelltestzentren im Landkreis Nordhausen behalten vorerst ihre Öffnungszeiten bei.
Olaf Schulze
Autor: osch

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Kommentare
Halssteckenbleib
15.03.2022, 20:14 Uhr
Rekordinzidenz ist
halb so wild.Irgendwann muss doch mal genug sein.Inzidenzen hin oder her.Solange kein Mensch davon krank wird ist doch alles gut.Das legt sich auch wieder mit der Zeit..
Kritiker2010
15.03.2022, 21:24 Uhr
Es wird wohl nicht lange dauern ...
bis sich auch hier wieder die paranoiden Corona-Fan-Gemeinde in Rage schreibt, Schuldzuweisungen vornimmt, Verbote und Strafen fordert und auf der heute, wie in auch Zukunft, sinn- und wirkungslosen Corona-Impfpflicht herumreitet.

Tipp:
Freuen Sie sich doch einfach über die aktuelle Situation. Corona (als relevante Gefahr) ist vorbei!
Alle anderen um uns herum haben es begriffen.

Die Freude dürfte aber vor allem unseren bekannten Protagonisten der Kommentarspalte schwerfallen, besonders in Anbetracht der Tatsache, dass die Situation ziemlich genau dem entspricht, was die bösen Querdenker skizziert haben und so gar nichts mit dem zu tun hat, was uns zwei Jahre lang als Wissenschaft verkauft wurde.

Also: Corona aus, Normalität an!
Hoffentlich bekommt das nun auch die letzte Nachtjacke auf die Kette.
Piet
15.03.2022, 21:58 Uhr
Wenn
Ich das richtig verstehe dann will doch das Land die Maßnahmen verlängern. Hier weiß wieder einer nicht was der andere tut. Jahrelang wurde auf den Inzidenzen rumgeritten dann hieß es Hospitalisierungsraten. Diese ist ziemlich unten und trotzdem kommen wir nicht aus der Spirale. Sie drehen es wie sie es brauchen. Bin komplett bei meinem Vorschreiber.
Romikon
16.03.2022, 06:53 Uhr
mich würde viel mehr interessieren warum die Inzidenzen steigen.Man erfährt kaum wer sich infiziert
Wir hatten in Dänemark eine Inzidenz von 5000 über mehr als 2 Monate gehabt.Die haben in dieser Phase alle Massnahmen abgeschafft.Jetzt liegt sie bei 1300 und sinkt weiter,nichts passiert.
Die Herdenimmunität stellt sich nämlich ein.Schweden genauso.
Was mich verwundert wenn ich hier im Ort mit jemanden über Corona spreche sind fast alle Geimpfte Infiziert(wegen der grossen Impfquote) Mehrfachgeimpfte betroffen.Selbst in meiner Nachbarschaft ist das so.
Ausser Schnupfen/Husten nichts
Warum also diese irre Impfagenda seit Beginn ?Eigentlich nie was gebracht hat ausser Stress und Angst.
Ich habe mir diese nutzlose "Genveränderung" nicht angetan und bin kerngesund.
Wir werden ja sehen wie das in Zukunft bei den Schäden an der Gesundheit weitergeht.
Jedenfalls reicht es mit dem Angstmodus endlich .Ich glaube die Demokratieeinschränkungen sind willkommen für Rammelow .Die können nur froh sein,dass bei allen Schwierigkeiten die jetzt aufkommen (Kosten,Kriegstreiberei,jetzt noch die Impfpflicht für nichts und wieder nichts)die Leute nicht die Abgeordneten persönlich zur Rechenschaft ziehen.
Kama99
16.03.2022, 09:53 Uhr
Der Impfstoff ....
muß unter das Volk gebracht werden oder warum wurde gestern die 4. Impfung in's Gespräch gebracht? Das selbst die 3. Impfung schon nichts gebracht hat ist ja fast offensichtlich. Man soll den Stoff nach Afrika spenden und gut ist, sonst ist man ja auch immer sehr großzügig wenn es um's spenden geht.
Trüffelschokolade
16.03.2022, 12:56 Uhr
Gefahren
Es ist wieder einmal unklar wie man eigentlich zu solch unhaltbaren Aussagen kommen kann: "Kaum einer, wahrscheinlich aber gar keiner, von ihnen ist in Gefahr mit der Erkrankung in stationäre Behandlung zu müssen."

Zum Vergleich: in Sonneberg muss gerade ungefähr jede 25. Person, die infiziert ist, im Krankenhaus behandelt werden. Sonneberg hat derzeit die höchste jemals in Thüringen gemessene Hospitalisierungsrate.

Ich nehme an der Autor erklärt Sonneberg jetzt, dass die bitte alle dringend aus dem Krankenhaus raus müssen, weil sie ja eigentlich gar keiner Behandlung bedürfen...?
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