Di, 15:17 Uhr
13.12.2005
Unterschiede verbinden uns
Nordhausen (nnz). Anfang Dezember trafen sich elf junge deutsche Teilnehmer des JugendSozialwerks mit jeweils sieben finnischen und spanischen Jugendlichen und ihren Betreuern in der Rothleimmühle. Den Hintergrund des Treffens und das Programm hat die nnz erfahren.
Unterschiede verbinden uns (Foto: nnz)
Man traf sich zu einer trilateralen Jugendbegegnung im Rahmen des EU-Aktionsprogramms JUGEND. Bereits im vergangenen Jahr hatten sich die Jugendlichen in Finnland bei der Partnerorganisation Nuorten YSTÄVÄT in Muhos kennen gelernt. Um ein Verständnis für die kulturellen Unterschieden und Eigenheiten der jeweils anderen Länder zwischen den Jugendlichen zu erreichen, wurde, auch auf ausdrücklichen Wunsch der Jugendlichen, bei der Programmgestaltung viel Wert auf Interaktions- und Sozialisationsspiele gelegt. Jeder Tag begann mit einer Sprachanimation, um bestehende sprachliche Barrieren zu überwinden und Missverständnisse zu beseitigen.
Im weiteren wurden kreativ-künstlerische Arbeiten sowie Kletteraktionen am Hochseilgarten auf dem Petersberg durchgeführt, die vom Team Mobilè des JugendSozialwerk Nordhausen e.V. fachgerecht angeleitet, unterstützt und betreut wurden. Besonders bei den erlebnispädagogischen Aktionen war Teamgeist gefragt und durch das gemeinsame Lösen der Aufgaben in der Gruppe haben die Jugendlichen erfahren, wie wichtig gegenseitige Rücksichtnahme ist und wie man Meinungsverschiedenheiten im Gruppenprozess nutzen oder überwinden kann. Die Jugendlichen haben so ein Stück mehr gelernt, achtsam und respektvoll miteinander umzugehen.
Da die Deutschen dieses Mal als Gastgeber auftraten, sollten den finnischen und spanischen Gästen die Besonderheiten der deutschen Geschichte nahe gebracht werden. So war der Besuch des Lager Mittelbau Dora in Nordhausen am 04. Dezember 2005 ein wichtiger Bestandteil der Jugendbegegnung. Anhand der Darstellung des damaligen Lagerlebens konnte den Jugendlichen deutlich gemacht werden, wie kulturelle Unterschiede unter Extrembedingungen ihre Bedeutung verlieren können, alle gleich werden und ein neues Gemeinschaftsgefühl entstehen kann.
Um insbesondere den ausländischen Gästen deutsche Lebensweisen und Traditionen näher zu bringen, wurden die Thüringer Landeshauptstadt Erfurt sowie die traditionsreiche Harzstadt Quedlinburg besucht. Darüber hinaus fanden Besuche in verschiedenen Erziehungshilfeprojekten des JugendSozialwerks und Erfahrungsaustausche mit den dort betreuten Kindern und Jugendlichen statt.
Durch all das Erlebte entwickelte sich zwischen den Jugendlichen in den 10 gemeinsamen Tagen ein enger Zusammenhalt. Neue Freundschaften wurden geschlossen, aus dem ersten Treffen bestehende vertieft und so waren die Emotionen am Tag des Abschieds groß. Es flossen viele Tränen und bis zur dritten Austauschmaßnahme im Rahmen dieses Projektes, die im September 2006 in Spanien bei der Partnerorganisation Copedeco Centro de Promocion Juvenil aus Murcia stattfinden wird, werden alle finnischen, spanischen und deutschen Jugendlichen sich garantiert oft und gern an das Erlebte und Erfahrene zurück erinnern.
Autor: nnz
Unterschiede verbinden uns (Foto: nnz)
Man traf sich zu einer trilateralen Jugendbegegnung im Rahmen des EU-Aktionsprogramms JUGEND. Bereits im vergangenen Jahr hatten sich die Jugendlichen in Finnland bei der Partnerorganisation Nuorten YSTÄVÄT in Muhos kennen gelernt. Um ein Verständnis für die kulturellen Unterschieden und Eigenheiten der jeweils anderen Länder zwischen den Jugendlichen zu erreichen, wurde, auch auf ausdrücklichen Wunsch der Jugendlichen, bei der Programmgestaltung viel Wert auf Interaktions- und Sozialisationsspiele gelegt. Jeder Tag begann mit einer Sprachanimation, um bestehende sprachliche Barrieren zu überwinden und Missverständnisse zu beseitigen.
Im weiteren wurden kreativ-künstlerische Arbeiten sowie Kletteraktionen am Hochseilgarten auf dem Petersberg durchgeführt, die vom Team Mobilè des JugendSozialwerk Nordhausen e.V. fachgerecht angeleitet, unterstützt und betreut wurden. Besonders bei den erlebnispädagogischen Aktionen war Teamgeist gefragt und durch das gemeinsame Lösen der Aufgaben in der Gruppe haben die Jugendlichen erfahren, wie wichtig gegenseitige Rücksichtnahme ist und wie man Meinungsverschiedenheiten im Gruppenprozess nutzen oder überwinden kann. Die Jugendlichen haben so ein Stück mehr gelernt, achtsam und respektvoll miteinander umzugehen.
Da die Deutschen dieses Mal als Gastgeber auftraten, sollten den finnischen und spanischen Gästen die Besonderheiten der deutschen Geschichte nahe gebracht werden. So war der Besuch des Lager Mittelbau Dora in Nordhausen am 04. Dezember 2005 ein wichtiger Bestandteil der Jugendbegegnung. Anhand der Darstellung des damaligen Lagerlebens konnte den Jugendlichen deutlich gemacht werden, wie kulturelle Unterschiede unter Extrembedingungen ihre Bedeutung verlieren können, alle gleich werden und ein neues Gemeinschaftsgefühl entstehen kann.
Um insbesondere den ausländischen Gästen deutsche Lebensweisen und Traditionen näher zu bringen, wurden die Thüringer Landeshauptstadt Erfurt sowie die traditionsreiche Harzstadt Quedlinburg besucht. Darüber hinaus fanden Besuche in verschiedenen Erziehungshilfeprojekten des JugendSozialwerks und Erfahrungsaustausche mit den dort betreuten Kindern und Jugendlichen statt.
Durch all das Erlebte entwickelte sich zwischen den Jugendlichen in den 10 gemeinsamen Tagen ein enger Zusammenhalt. Neue Freundschaften wurden geschlossen, aus dem ersten Treffen bestehende vertieft und so waren die Emotionen am Tag des Abschieds groß. Es flossen viele Tränen und bis zur dritten Austauschmaßnahme im Rahmen dieses Projektes, die im September 2006 in Spanien bei der Partnerorganisation Copedeco Centro de Promocion Juvenil aus Murcia stattfinden wird, werden alle finnischen, spanischen und deutschen Jugendlichen sich garantiert oft und gern an das Erlebte und Erfahrene zurück erinnern.


