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Mo, 09:12 Uhr
14.03.2022
Energiepreiskrise

Beamtenbund: Homeoffice verlängern

Zum 20. März endet die Homeoffice-Verpflichtung. In Anbetracht der "explodierenden Verbrauchskosten" fordert der Bund der Thüringer Beamten nun, die Möglichkeit zur Heimarbeit fortzuführen...

Nicht nur aus Gründen des Gesundheitsschutzes, sondern auch mit dem Ziel der Reduzierung von Pendlerkosten für die Beschäftigten wäre es aus Sicht des Thüringer Beamtenbunds (tbb) ein erster Schritt, die Möglichkeit zum Homeoffice weiter fortzuführen und dabei möglichst schnell eine dauerhafte für alle Seiten zielführende Homeoffice-Regelung im öffentlichen Dienst in Thüringen zu finden.

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Jedem Beschäftigten sollte fortführend das Arbeiten im Homeoffice gewährt werden. Homeoffice und Telearbeit haben sich bewährt und ermöglichen nicht nur in pandemischen Zeiten die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Dies wäre eine gute Entscheidung. Ökologisch, ökonomisch und sozial.

Angesichts der mittlerweile explodierenden Verbrauchskosten für Energie und Treibstoffe fordert der tbb die Landesregierung zu einem sofortigen und entschiedenen Handeln auf. Landesvorsitzender Frank Schönborn verweist dabei auf die dringend erforderlichen Änderungen im Thüringer Reisekostenrecht: „Eine Vielzahl unserer Kolleginnen und Kollegen wird vom Dienstherrn direkt oder indirekt veranlasst, zur Dienstausübung und Aufrechterhaltung des Außendienstes für ausschließlich dienstliche Fahrten, ihren privaten PKW zu nutzen. Dabei legen unsere Beschäftigten aufgrund der Entwicklungen für Treibstoff mittlerweile auch noch erheblich drauf. Die Absicherung von Dienstgeschäften und notwendige Dienstreisen dürfen nicht den einzelnen Beschäftigten auferlegt werden. Wenn dieser Entwicklung seitens der Thüringer Politik nicht umgehend mit Maßnahmen wie z.B. Homeoffice in der Landesverwaltung und Änderung Thüringer Reisekostengesetz begegnet wird, sieht der tbb die dringend benötigte Funktionsfähigkeit und Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Dienstes erheblich gefährdet. Die Gespräche mit der Landesregierung laufen.

Dazu kommen die spürbaren finanziellen Belastungen des täglichen Weges zur Arbeit!“ Ein deutliches Anheben der Kilometerpauschale ist unerlässlich. „Sonst werden Befürchtungen wahr, Beschäftigte zu verlieren, die sich die tägliche Fahrt an eine weite Arbeitsstelle (oder sogar nur im Interesse des Dienstherrn, als Grundlage, dass sie überhaupt ihrer originären Arbeit nachgehen), nicht mehr leisten können und hierfür lokale Stellenausschreibungen in der freien Wirtschaft bevorzugen“, so Schönborn. Hier muss sich Thüringen unbedingt zeitnah für eine Änderung der Pendlerpauschale einsetzen.

Die verheerenden Ereignisse in der Ukraine mit den anstehenden Kriegsflüchtlingsströmen, den erlebten Personalabbau der letzten Jahre sowie die anhaltenden, erhöhten Belastungen der Beschäftigten in der Corona-Pandemie muss der öffentliche Dienst in Thüringen auch stemmen können. Jedes „mehr“ an Strapazierung geht zu Lasten der Gesundheit und des Arbeitsschutzes. Hinsichtlich des akuten Personalmangels in unseren Dienststellen raten wir für ein sofortiges Abfedern der Belastungen. Andernfalls wird der öffentliche Dienst in Thüringen nicht attraktiver!

Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst haben die Wertschätzung durch die Landesregierung Thüringen verdient.
tbb Landesvorsitzender Frank Schönborn
Autor: red

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Kommentare
Echter-Nordhaeuser
14.03.2022, 09:47 Uhr
"Beschäftigten im öffentlichen Dienst"
Ach, diese gnädigen Herrn und Damen die das meiste Geld verdienen sollen Homeoffice machen weil die Spritpreise so hoch sind. Das ist sehr interessant und was ist mit der arbeitenden Bevölkerung die müssen sich alles über sich ergehen lassen. Die in der freien Wirtschaft können sich das erst recht nicht mehr leisten.
Leser X
14.03.2022, 10:45 Uhr
Schlecht informiert
Da scheint wohl jemand schlecht informiert. Im Home-Office befindet sich nicht nur der "Adel" sondern auch ganz viele Beschäftigte der "freien" Wirtschaft und öffentlicher Verwaltungen.

Beim heutigen Stand der Technik - selbst im nicht ganz so digitalen Deutschland - lassen sich ganz viele Verwaltungstätigkeiten von zu Hause aus erledigen.

Leute mit Vorurteilen sollten sich vielleicht mal von der Vorstellung lösen, dass Beschäftigte im Home-Office eine ruhige Kugel schieben, die Wohnung putzen, den Abwasch machen und nebenbei mal in den Computer gucken. Auch im Home-Office sind messbare Ergebnisse zu erzielen, durchgehende Erreichbarkeit zu ermöglichen und Online-Konferezen zu führen.
Ra1n3R
14.03.2022, 10:56 Uhr
Beim Thema Homeoffice stellt sich mir
immer eine ganz andere Frage, ganz abseits von "Spritpreisen".

Beim Thema Datenschutz haben wir alle schon reichlich Veränderungen erlebt. Viele davon gepaart mit durchaus kuriosen Hindernissen. Eine Schule darf zum Beispiel keine E-Mail Korrospondenz per Verteiler mit Eltern, oder auch Schülern halten. Stichwort Server, andere Länder usw. Finde ich persönlich lächerlich, aber OK. Man nimmt einfach Geld in die Hand, entwickelt separate Portale oder Ersatz-Apps (für WhatsApp) und kommuniziert über Server in Deutschland. Das funktioniert bisher mit einigen Abstrichen auch.

Aber was ist mit Homeoffice im Öffentlichen Dienst? Klar, man kann Daten (wenn man es will) auch im Büro kopieren und ggf "verhökern". Aber in diesen öffentlichen Büros gibt es zumindest noch eine halbwegs funktionierende Kontrolle, wer da Zutritt und Zugriff auf die Computer hat.
Wie ist das in den eigenen 4 Wänden?
Mal abgesehen davon, dass niemand weiß wer sich da (während der Arbeit mit sensiblen Daten) mit in den Wohnungen / Häusern aufhält, auch ein normaler Router für den Zugriff auf die Netzwerke im eigentlichen Büro ist da ein offenes Scheunentor. Dazu müssen auch noch Server, die eigentlich keinerlei Verbindung nach außen haben für das Homeoffice zugänglich gemacht werden. Auch hier ist der Schutz doch lächerlich, wenn irgendwelche Router-Gurken von AnnoDunnemals da in Verwendung im Wohnzimmer herumdümpeln, vllt noch Win7 Laptops / PC's, ohne vernünftigen / aktuellen Virenschutz / Firewall?
Ich möchte nicht wirklich wissen, was da mit sensiblen Daten durch vereinzelt schwarze Schafe schon abgeflossen sind.

Wie gesagt, der Spritpreis ist beim Thema Homeoffice meine geringste Sorge.
Homeoffice - Ja, aber nicht für alle Bereiche. Finanzämter, Banken, Versicherungen, Stadtverwaltungen, Arbeitsämter (nur als Beispiele), alle mit Zugriff auf sensible Personendaten, da gehört die unkontrollierte Arbeit nicht in irgendwelche Wohnzimmer. Meine persönliche Meinung.
Marino50
14.03.2022, 11:57 Uhr
Homeoffice
Ich glaube, dass hier einige Kommentatoren etwas falsch verstanden haben. Ein gewerblich Tätiger kann keine Tätigkeit im Homeoffice durchführen. Und davon gibt es tatsächlich noch einige. Und es gibt sogar welche, die müssen von außerhalb den Arbeitsplatz bzw. die Firma erst einmal erreichen. Selbst der Tankstellenangestellte fährt nicht mit Wasser und kann auch nicht " schwarz" tanken, damit er auf Arbeit kommt. Es geht hier mal wieder nur um die Beamten. Was ist mit den anderen Arbeitnehmern. Selbst Angestellte müssen zur Arbeit kommen. Führerscheine und Fahrzeugzulassungen gibt es zum Beispiel nicht km Homeoffice. Es geht hier nur um Angestellte bzw. Beamte, die nicht direkt mit Menschen zu tun haben.
fso2020
14.03.2022, 15:43 Uhr
Beamte fordern Homeoffice?
Ich fordere: Beamte in die Produktion, auf die Baustellen, in Krankenhäuser und Seniorenheime u.s.w., um dort die Corona bedingten Personalausfälle zu kompensieren, die sich seit Beginn der ausgerufenen Pandemie in diesen Berufszweigen aufgrund der weiter herrschenden Präsenzpflicht am Arbeitsplatz nicht vermeiden lassen.
Unsere Beamten verstecken sich statt dessen seit Monaten in ihren Heimbüros, werden mit Staatsgeldern bestens versorgt und sorgen dafür, dass denen, die in diesem Land die Wertschöpfung leisten müssen, auch ja jeder Steuercent aus der Tasche geholt wird.
Und nun möchte man auch noch länger das Privileg der Heimarbeit genießen, um den hohen Spritpreisen zu entkommen, dafür gibt es nur ein Wort: Frechheit!
Kama99
14.03.2022, 16:55 Uhr
Zu Hause ....
schläft's sich doch am besten ;-)
Herr Taft
14.03.2022, 20:14 Uhr
Die Mehrheit...
... der Kommentatoren hier, reden von Dingen, von denen sie ganz offensichtlich keine Ahnung haben. Insbesondere wenn es um Datensicherheit geht...

Ganz abgesehen davon ist die Arbeit von daheim volkswirtschaftlich ein riesengewinn... Fahrzeit, Verkehrsraum, CO2 und ganz aktuell auch Treibstoff wird gespart. Der im homeoffice arbeitende hat etwas erhöhten Aufwand für Heizung und Energie... Was aber durch die homeoffice pauschale und die ersparten Fahrtkosten weitgehend kompensiert wird.

Daneben ist es einfach der Geist der Zeit. Tatsächlich ist das Homeoffice im Kampf um die Absolventen ein wichtiger Anreiz. Was früher der Firmenwagen oder das einzelbüro war ist heute unter anderem das homeoffice.


Und nein... Ich bin kein Beamter...
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