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Fr, 08:56 Uhr
16.11.2001

Bullen und Bären im nnz-Aktien-Tip

Nordhausen/Frankfurt (nnz). Die nnz bietet in lockerer Folge Analysen und Markteinschätzungen an. Das Material wird nnz von der „Helaba“ zur Verfügung gestellt. Heute: 16.11.2001


Die sich weiter entspannende Lage in Afghanistan, die auf ein baldiges Ende des Krieges hoffen lässt, sowie Hoffnungen auf eine Erholung der Weltkonjunktur haben den deutschen Aktienmärkten am Donnerstag erneut Auftrieb gegeben. Positive Analystenstimmen zu Einzelwerten wie Lufthansa und die jüngst veröffentlichten Wirtschaftsdaten aus den USA sorgten für Kauflaune. Zu den Tagesgewinnern zählten Lufthansa mit einem Plus von 6,94 Prozent sowie die Papiere von Siemens und Infineon, die Zuwächse von 7,02 bzw. 6,59 Prozent verzeichnen konnten. Von der Regierungskrise in Berlin und der Vertrauensfrage des Bundeskanzlers am heutigen Freitag blieben die Aktienmärkte gestern unbeeinflusst. Der Dax konnte 1,07 Prozent auf 5006,33 Punkte zulegen, der Nemax50 schloss mit einem Plus von 3,65 Prozent bei 1237,13 Punkten.

Die USA selbst zeigten sich von ihren neuesten Konjunkturdaten weniger beeindruckt. Die Märkte verliefen hier für den größten Teil der Sitzung seitwärts und schlossen entsprechend wenig verändert. Dabei mag eine Rolle gespielt haben, dass nach den fulminanten Steigerungen der vergangenen Tage Gewinne realisiert wurden, frei nach dem alten hessischen Wort: „Was mer hat, das hat mer, hat mer’s net, dann fehlt’s einem.“ Der Dow Jones schloss 0,50 Prozent höher bei 9872,39 Punkten, der breitere S&P500 legte nur 0,09 Prozent auf 1142,24 Punkte zu, während der Nasdaq mit einem Minus von 0,14 Prozent bei 1900,57 Punkten aus dem Markt ging.

Am heutigen Vormittag dürften aller Augen nach Berlin gerichtet sein, wo der Bundeskanzler die Vertrauensfrage stellen wird. Im Falle eines Votums gegen den Kanzler erwarten wir zumindest kurzfristig negative Auswirkungen, da dies zu Unsicherheiten in der politischen Landschaft Deutschlands führen würde und überdies nicht auszuschließen ist, dass auch die Opposition von vorgezogenen Neuwahlen kalt erwischt würde. Den Einfluss des Eurex-Verfalles für Aktien- und Indexoptionen auf den heutigen Handelstag schätzen wir als eher gering ein.
Dagmar Wicht, Aktienhandel
Autor: nnz

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