So, 20:34 Uhr
27.02.2022
Faschingskonzert 2022
Bunt, frech und laut
Konzertbeginn 18.18 Uhr – Eine solch ungewöhnliche Zeit für den Beginn eines Konzertes gibt es nur im Theater Nordhausen und nur zum Faschingskonzert, und da ging es bunt. frech. (und) laut. zu, so wie es das Motto des Abends verhieß, schreibt uns Leserin Christel Laude...
Bunt und ideenreich hatten sich die Musiker des Loh-Orchesters gekleidet, temperamentvoll, und weniger frech stellte sich Moderator Markus Seidensticker als Leihgabe des Theaters Rudolstadt vor und nicht nur laut, sondern auch gefühlvoll, dynamisch sehr ausgewogen und vor allem mit sicheren Händen leitete Chenglin Li das Orchester.
Es musizierte das Lieblingsorchester im Lieblingstheater vor dem Lieblingspublikum, das durchweg maskiert war, (leider nicht des Faschings wegen) und alle in bester Stimmung. An die Bühnenrückwand wurden Bilder, passend zum Inhalt der Musikstücke, gebeamt. Das Publikum erwartete ein geschmackvoll zusammengestelltes, anspruchsvolles, abwechslungsreiches Programm.
Zur Eingeleitung erklang der Walzer, Gold und Silber von Franz Lehar, gefolgt von dem slawische Tanz Furiant von Antonin Dvorak, dem Blue Tango von Leroy Anderson, einer Habanera von Emmanuel Chabrier, sowie der Suite Nr. 2 für kleines Orchester von Igor Strawinsky mit vielen klanglichen Effekten und rhythmischen Raffinessen.
Das Orchester zeigte seine Stärke aber auch als einfühlsamer Begleiter der beiden Gesangssolisten. Im Fliegenduett aus Orpheus in der Unterwelt und dem Duett Papageno – Papagena aus der Zauberflöte stellten sich Amelie Petrich und Marcel Brunner, der, aus Mannheim kommend, dankenswerterweise kurzfristig seinen erkrankten Kollegen vertrat, vor. Marcel Brunner interpretierte zudem mit kräftiger Stimme das Rondo vom goldenen Kalb aus der Oper Faust von Charles Gounod.
Mit Leichtigkeit und glockenklarer Stimme intonierte Amelie Petrich die Koloraturen im Frühlingsstimmenwalzer von Johann Strauß, schien teilweise mit der Lerche (Querflöte) in Wettstreit zu treten. Verträumt schwärmte die Sopranistin dagegen als Marie von den Schlössern, die im Monde liegen aus Frau Luna von Paul Linke, sehr emotional durch die Trompete begleitet.
Das Konzert lebte nicht zuletzt vom Geschick des Moderators, der die einzelnen Darbietungen nicht nur schlechthin ansagte, sondern sie gekonnt mit viel Witz und schauspielerischem Talent ins Publikum getragen hat. Eine kleine (erlaubte) Werbung für seine Stammspielstätte in Rudolstadt hatte er auch versteckt, und schließlich präsentierte er sich als Sänger mit dem Titel Always Look on the Bride Side of Live. Dabei durfte das Orchester, soweit es möglich war, mit pfeifen, während das Publikum summte, denn ein Pfeifen unter der Maske war ganz schlecht möglich.
Eine Melodienfolge aus Messeschlager Gisela von Gerd Natschinski ergänzte das Programm, das schließlich mit Pirates of the Carribean offiziell endete.
Stürmischer, nicht enden wollender Beifall wurde schließlich mit zwei Zugaben belohnt: Lippen schweigen Duett aus der Operette Die lustige Witwe von Franz Lehar und der temperamentvollen Farandole aus der L’Arlesienne-Suite von Georges Bizet.
Christel Laude
Autor: redBunt und ideenreich hatten sich die Musiker des Loh-Orchesters gekleidet, temperamentvoll, und weniger frech stellte sich Moderator Markus Seidensticker als Leihgabe des Theaters Rudolstadt vor und nicht nur laut, sondern auch gefühlvoll, dynamisch sehr ausgewogen und vor allem mit sicheren Händen leitete Chenglin Li das Orchester.
Es musizierte das Lieblingsorchester im Lieblingstheater vor dem Lieblingspublikum, das durchweg maskiert war, (leider nicht des Faschings wegen) und alle in bester Stimmung. An die Bühnenrückwand wurden Bilder, passend zum Inhalt der Musikstücke, gebeamt. Das Publikum erwartete ein geschmackvoll zusammengestelltes, anspruchsvolles, abwechslungsreiches Programm.
Zur Eingeleitung erklang der Walzer, Gold und Silber von Franz Lehar, gefolgt von dem slawische Tanz Furiant von Antonin Dvorak, dem Blue Tango von Leroy Anderson, einer Habanera von Emmanuel Chabrier, sowie der Suite Nr. 2 für kleines Orchester von Igor Strawinsky mit vielen klanglichen Effekten und rhythmischen Raffinessen.
Das Orchester zeigte seine Stärke aber auch als einfühlsamer Begleiter der beiden Gesangssolisten. Im Fliegenduett aus Orpheus in der Unterwelt und dem Duett Papageno – Papagena aus der Zauberflöte stellten sich Amelie Petrich und Marcel Brunner, der, aus Mannheim kommend, dankenswerterweise kurzfristig seinen erkrankten Kollegen vertrat, vor. Marcel Brunner interpretierte zudem mit kräftiger Stimme das Rondo vom goldenen Kalb aus der Oper Faust von Charles Gounod.
Mit Leichtigkeit und glockenklarer Stimme intonierte Amelie Petrich die Koloraturen im Frühlingsstimmenwalzer von Johann Strauß, schien teilweise mit der Lerche (Querflöte) in Wettstreit zu treten. Verträumt schwärmte die Sopranistin dagegen als Marie von den Schlössern, die im Monde liegen aus Frau Luna von Paul Linke, sehr emotional durch die Trompete begleitet.
Das Konzert lebte nicht zuletzt vom Geschick des Moderators, der die einzelnen Darbietungen nicht nur schlechthin ansagte, sondern sie gekonnt mit viel Witz und schauspielerischem Talent ins Publikum getragen hat. Eine kleine (erlaubte) Werbung für seine Stammspielstätte in Rudolstadt hatte er auch versteckt, und schließlich präsentierte er sich als Sänger mit dem Titel Always Look on the Bride Side of Live. Dabei durfte das Orchester, soweit es möglich war, mit pfeifen, während das Publikum summte, denn ein Pfeifen unter der Maske war ganz schlecht möglich.
Eine Melodienfolge aus Messeschlager Gisela von Gerd Natschinski ergänzte das Programm, das schließlich mit Pirates of the Carribean offiziell endete.
Stürmischer, nicht enden wollender Beifall wurde schließlich mit zwei Zugaben belohnt: Lippen schweigen Duett aus der Operette Die lustige Witwe von Franz Lehar und der temperamentvollen Farandole aus der L’Arlesienne-Suite von Georges Bizet.
Christel Laude


