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Di, 06:55 Uhr
06.12.2005

Neanderklinik nun auch Akademie

Nordhausen (nnz). Seit Jahren finden leidende, vor allem ältere Menschen in der Neanderklinik Harzwald GmbH Ilfeld Aufnahme sowohl zur vollstationären, als auch Kurzzeit- und Tagespflege. Die Klinik ist hervorragend darauf eingestellt und hat nun mit einer Akademie für Pflegeberufe eine eigene Ausbildungsstätte.

Neanderklinik nun auch Akademie (Foto: nnz) Neanderklinik nun auch Akademie (Foto: nnz)

Die nnz wählt diese Einführung bewusst im Wissen um das intensive Bemühen dieser Pflegeeinrichtung um ihren Bestand nach der Wende und danach um einen gesicherten Platz im Seniorenpflegebereich.Den die Klinikleitung weiter systematisch ausbaut zu einer Pflegestätte von hohem Rang, sowohl in räumlicher wie technischer Ausstattung. Wobei von jeher auf ein qualifiziertes, hoch motiviertes Pflegepersonal besonderer Wert gelegt wurde.
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Nun hat sich die Neanderklinik gerade bei der Pflege die Qualitätssicherung durch Weiterbildung zur Aufgabe gemacht. In sehr konkreter Form durch eine Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe, die gestern offiziell eröffnet wurde. Nun pflegt diese Einrichtung ja nicht nur kranke Menschen, sondern auch ein eigenes Image, das sowohl in ihrer Historie begründet ist, als auch fachlich durch ihre unmittelbare Verbindung zum Deutschen Pflegeverband (DPV), deren stellvertretende Vorsitzende. Martina Röder ist, Heimleiterin der Neanderklinik. Die in den vergangenen Jahren in Ilfeld durchgeführten Pflegefachtagungen zeugen von persönlichem Engagement wie gleichermaßen von einer aktiven Mitwirkung im bundesdeutschen Geschehen in Pflege und Rehabilitation. Bleibt noch das kulturelle Angebot zu erwähnen, das die Neanderklinik pflegt und vermittelt. Bei der gestrigen Eröffnungsveranstaltung der Akademie in der Krypta des geschichtsträchtigen Gebäudes offenbarte sich dieses Image eindrucksvoll.

Erlebt man im allgemeinen bei Veranstaltungen dieser Art Ansprachen mit musikalischem Begleitprogramm, dominierte diesmal weitaus das musikalische Programm. Als Matinee brillierte das Ensembles Ars Millennium, ein renommiertes Streichquartett, mit der Sopranistin Oxana Poliakova als Solistin. Das Programm reichte von Joseph Haydn, Robert Schumann, W.A. Mozart, Leslie Searl bis zu George Gershwin. Also von besinnlich bis heiter und fröhlich. Darüber konnte man leicht verschmerzen, dass Sozialminister Dr. Klaus Zeh an der persönlichen Teilnahme ebenso verhindert war wie Landrat Joachim Klaus. Letzterer verhandelte übrigens gerade im Ministerium für Infrastruktur u.a. über die Ortsumgehung Ilfeld.

Die Grußworte des Ministers verlas der Geschäftsführer des DPV, Rolf Höfert, der daran anschließend zur aktuellen pflegerischen Situation und zu den sozial- und gesundheitspolitischen Herausforderungen in Deutschland, insbesondere unter Qualitätsaspekten referierte. Danach stellte Martina Röder das Konzept der Bildungsmaßnahme vor, Es geht grundsätzlich um die Weiterbildung in berufsbegleitender Form. Für die Teilnehmerinnen aus dem ambulanten und stationären Pflegebereich werden neben Grundlagen der Geriatrie, Gerontopsychiatrie, geriatrischen Rehabilitation, Behandlungs- und Pflegekonzepte bei gerontopsychiatrisch kranker Menschen vermittelt. Schwerpunkt also liegt offenbar in der Pflege demenzkranker Menschen Derzeit sind immerhin 1,2 Millionen Menschen in Deutschland von dieser Krankheit betroffen, bis 2030 wird mit einer Zunahme bis zu 2,5 Mio. gerechnet. Die Weiterbildung, die somit der Qualitätssicherung in der Pflege dient, ist durch den Freistaat Thüringen staatlich anerkannt.

Sei schließlich noch erwähnt, dass neben dieser speziellen Aus- bzw. Weiterbildung auch fernerhin Pflegefachtagungen in der Akademie stattfinden werden. So sind allein für das Jahr 2006 sechs Pflegefachtagungen und eine Landespflegekonferenz vorgesehen. Die Bedeutung der Neanderklinik Harzwald GmbH Ilfeld it ihrem Image wird also weiter gepflegt und vertieft.
Autor: nnz

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