Do, 14:45 Uhr
01.12.2005
Sicher aufbewahrt
Nordhausen (nnz). Vor mehr als 45 Jahren waren viele Exponate aus Heringen nach Nordhausen gekommen. Jetzt wurden sie wieder zurückgegeben. Die komplette Geschichte wie immer mit einem einzigen Klick.
Sicher aufbewahrt (Foto: nnz)
103 städtische Museums-Exponate hat heute Vormittag der Bürgermeister der Stadt Heringen Fritz Helbing (rechts) im Heringer Schloss von Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke (links) zurückerhalten. Die Ausstellungsstücke sind ab sofort im Heringer Schloss zu sehen. Die Bücher, Fahnen, Gemälde und diverse Kleinexponate hatte die Stadt Heringen 1960 an Nordhausen übergeben - zur sicheren Aufbewahrung im dortigen Nordhäuser Meyenburg-Museum, da in Heringen eine ordnungsgemäße und sichere Aufbewahrung nicht möglich war.
Die Stadt Nordhausen ließ einige Objekte restaurieren, der größere Teil befindet sich im Originalzustand. Durch diese Rückgabe ergab sich eine enge Zusammenarbeit, die auch in der Zukunft mit der Gestaltung gemeinsamer Ausstellungen vertieft werden soll. Es werden gegenseitig Exponate als Leihgaben ausgetauscht und in den jeweiligen Museen gezeigt.
Seit Ende des 2. Weltkrieges waren die Stücke im ehemaligen Heringer Gefängnis- bzw. Gerichtsgebäude gelagert worden, bis die Räume dann anderweitig benötigt worden waren. Und da zum damaligen Zeitpunkt der Zustand des Stadtschlosses - erbaut zwischen 1322 bis 1327 - eine sichere Einlagerung ebenfalls ausschloss, hatte man sich an die Stadt Nordhausen mit der Bitte um Hilfe gewandt.
Anlass für die heutige Rückgabe war eine in Heringen geplante Ausstellung über Johann Leukfeld. Teile der dazu benötigten Stücke fanden sich auf der Liste der nach Nordhausen gegebenen Stücke. Da inzwischen auch das Schloss so weit saniert war, dass es wieder als Ausstellungsort dienen konnte, wurden die Vorbereitungen für die Rückgabe in die Wege geleitet.
Heringens Bürgermeister sagte, es sei ein großer Tag für seine Stadt; der Nordhäuser Bürgermeister Jendricke meinte, als er von der Art der Exponate gehört habe - darunter auch historische Waffen - habe er anfangs geglaubt, es handle sich um Kriegsbeute. "Ich bin froh, dass es nicht so ist, und freue mich, dass die Stücke mit dem Schloss einen würdigen Platz gefunden haben."
Autor: nnz
Sicher aufbewahrt (Foto: nnz)
103 städtische Museums-Exponate hat heute Vormittag der Bürgermeister der Stadt Heringen Fritz Helbing (rechts) im Heringer Schloss von Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke (links) zurückerhalten. Die Ausstellungsstücke sind ab sofort im Heringer Schloss zu sehen. Die Bücher, Fahnen, Gemälde und diverse Kleinexponate hatte die Stadt Heringen 1960 an Nordhausen übergeben - zur sicheren Aufbewahrung im dortigen Nordhäuser Meyenburg-Museum, da in Heringen eine ordnungsgemäße und sichere Aufbewahrung nicht möglich war. Die Stadt Nordhausen ließ einige Objekte restaurieren, der größere Teil befindet sich im Originalzustand. Durch diese Rückgabe ergab sich eine enge Zusammenarbeit, die auch in der Zukunft mit der Gestaltung gemeinsamer Ausstellungen vertieft werden soll. Es werden gegenseitig Exponate als Leihgaben ausgetauscht und in den jeweiligen Museen gezeigt.
Seit Ende des 2. Weltkrieges waren die Stücke im ehemaligen Heringer Gefängnis- bzw. Gerichtsgebäude gelagert worden, bis die Räume dann anderweitig benötigt worden waren. Und da zum damaligen Zeitpunkt der Zustand des Stadtschlosses - erbaut zwischen 1322 bis 1327 - eine sichere Einlagerung ebenfalls ausschloss, hatte man sich an die Stadt Nordhausen mit der Bitte um Hilfe gewandt.
Anlass für die heutige Rückgabe war eine in Heringen geplante Ausstellung über Johann Leukfeld. Teile der dazu benötigten Stücke fanden sich auf der Liste der nach Nordhausen gegebenen Stücke. Da inzwischen auch das Schloss so weit saniert war, dass es wieder als Ausstellungsort dienen konnte, wurden die Vorbereitungen für die Rückgabe in die Wege geleitet.
Heringens Bürgermeister sagte, es sei ein großer Tag für seine Stadt; der Nordhäuser Bürgermeister Jendricke meinte, als er von der Art der Exponate gehört habe - darunter auch historische Waffen - habe er anfangs geglaubt, es handle sich um Kriegsbeute. "Ich bin froh, dass es nicht so ist, und freue mich, dass die Stücke mit dem Schloss einen würdigen Platz gefunden haben."

