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Mo, 14:27 Uhr
28.11.2005

nnz-Forum: Mangelnde Transparenz

Nordhausen (nnz). Eine Darstellung zum Firmengeflecht um das Südharzkrankenhaus sorgte für Wirbel. Momentan würde der Eindruck erweckt, als habe der Geschäftsführer Antonius Pille alles allein zu verantworten. Der ehemalige ärztliche Direktor Dr. Klaus Gebhardt bittet um Aufklärung.


Die Recherchen zu dem dargestellten „ Firmengeflecht“ im Südharz-Krankenhaus müssen seitens der Journalisten fortgeführt werden. Dazu wäre zunächst eine detaillierte Erklärung des Geschäftsführers Herrn Pille zum Zweck der Gründung von Tochtergesellschaften einzuholen. Was soll sich der Leser unter einer Pbg - Projektbetreuung oder einer Pbg – Massivbau vorstellen. Warum wurde das MVZ und das Hilfswerk gegründet? Zur Klärung haben die Darstellungen in dem genannten Artikel nicht beigetragen, vielmehr vermitteln sie den Eindruck, dass im Krankenhaus einiges drunter und drüber geht. Die Gründungen der genannten Gesellschaften sind alle erfolgt, bevor Bürgermeister Jendricke die Stadt als Gesellschafter vertreten hat. Um mehr Licht in die Abläufe zu bringen, möchten die Journalisten bitte den Landrat, die Oberbürgermeisterin und den damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Mund zu einer Stellungnahme auffordern.

Momentan wird der Eindruck vermittelt, der Geschäftsführer habe die Dinge allein zu verantworten. Wo blieb die Kontrolle der Aufsichtsgremien? Ich habe als Ärztlicher Direktor mit Herrn Pille 12 Jahre zusammengearbeitet, ihn in den ersten Jahren gegen beträchtliche Widerstände unterstützt und kenne seine großen Fähigkeiten in der wirtschaftlichen, aber auch in der personellen Führung dieses Hauses. Es schmerzt mich persönlich, dass dieses Krankenhaus, das wir gemeinsam zu einer modernst ausgestatteten Gesundheitseinrichtung mit überregionaler Aufgabenstellung entwickelt haben, in Misskredit gebracht wird. Die Klinik ist der größte Arbeitgeber der Region und ein Wirtschaftsfaktor ersten Ranges.

Die momentan zur Diskussion stehenden Fragen erscheinen als Formalien, sofern dem Betrieb nicht Schaden entstanden ist – gehört habe ich darüber nichts, und eine Beschlussfassung im Kreistag und Stadtrat hätte schon längst erfolgen können. Oder ist die Sache nun wieder doch nicht so dringlich?

Den im Kranhaus tätigen Mitarbeiter beschäftigt in erster Linie die Frage einer stabilen Führung, die Sicherheit des Arbeitsplatzes, die Möglichkeiten, eine Patientenbetreuung auf hohem Niveau betreiben zu können. Wenn diese Bedingungen noch in einem angenehmen Betriebsklima gegeben sind, macht die Arbeit Freude. Konflikte zwischen Geschäftsführung und Gesellschaftern werden von ihnen als ernst zu nehmende Störfaktoren wahrgenommen.
Dr. Klaus Gebhardt, Nordhausen
Autor: nnz

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