Di, 15:26 Uhr
13.11.2001
Mit Nobas-Bagger wurde Bau gestartet
Bleicherode (nnz). In Bleicherode ist am Nachmittag der erste Spatenstich für den Bau einer neue Turnhalle des Schiller-Gymnasiums gesetzt worden. Ein führender Kommunalpolitiker des Landkreises versuchte sich dabei als Baggerführer. nnz beobachtete ihn dabei.
Symbolträchtig sollte es sein. Landrat Joachim Claus (CDU) schwang sich in die Führerkanzel, ließ einige technische Anweisungen über sich ergehen und dann den Nobas-Bagger mit seiner Schaufel einen halben Kubikmeter Bleicheröder Muttererde ausheben. Nur der Bagger und eine Informationstafel deuten bislang darauf hin, dass auf dem Gelände einer ehemaligen Kleingartenkolonie eine moderne Drei-Felder-Turnhalle entstehen soll.
Rund 8,7 Millionen Mark wird das Schmuckstück kosten, fast zwei Millionen Mark fließen in Form von Fördermitteln den Landes Thüringen. Die Sporthalle mit einer Grundfläche von rund 1.200 Quadratmeter kann in drei Segmente geteilt werden, ausfahrbare Tribünen bieten zudem Platz für etwa 200 Zuschauer. Hinzu kommen ein Anbau für den Hallenwart, WC-Anlagen sowie Umkleidekabinen und ein Versammlungsraum. Auch der Außenbereich der Halle, die im August 2003 fertig sein soll, kann sich sehen lassen. Ein Kleinspielfeld, Kurzstreckenbahn, Weitsprung- und Kugelstoßanlage komplettieren das gesamte Areal am Gymnasium. Noch in diesem Monat soll mit dem Aushub der Baugrube begonnen und die ersten Ausschreibungsverfahren in Gang gebracht werden.
So recht allerdings war dem Bleicheröder Bürgermeister nach einer Feier trotzdem nicht zumute. Die Alltagssorgen überschatten auch solch einen Augenblick. Wer soll später man in dieser Halle Sport treiben, gab Dieter Kochbeck (CDU) zu bedenken. In jedem Jahr verliert die zweitgrößte Stadt des Landkreises mehrere hundert Einwohner. 80 sterben, 40 werden geboren, junge Menschen verlassen die Region, gehen dorthin, wo Ausbildungs- und Arbeitsplätze winken. Für die, die bleiben, soll die Halle auch eine Stätte der sportlichen Betätigung werden. Die Vereine und Jugendgruppen der Region sollen in zwei Jahren regen Gebrauch von der Halle machen, wünschte sich heute auch Joachim Claus. Dann wieder war kommunalpolitischer Alltag angesagt in Bleicherode, fern ab von freudigen Ereignissen.
Autor: nnz
Symbolträchtig sollte es sein. Landrat Joachim Claus (CDU) schwang sich in die Führerkanzel, ließ einige technische Anweisungen über sich ergehen und dann den Nobas-Bagger mit seiner Schaufel einen halben Kubikmeter Bleicheröder Muttererde ausheben. Nur der Bagger und eine Informationstafel deuten bislang darauf hin, dass auf dem Gelände einer ehemaligen Kleingartenkolonie eine moderne Drei-Felder-Turnhalle entstehen soll.Rund 8,7 Millionen Mark wird das Schmuckstück kosten, fast zwei Millionen Mark fließen in Form von Fördermitteln den Landes Thüringen. Die Sporthalle mit einer Grundfläche von rund 1.200 Quadratmeter kann in drei Segmente geteilt werden, ausfahrbare Tribünen bieten zudem Platz für etwa 200 Zuschauer. Hinzu kommen ein Anbau für den Hallenwart, WC-Anlagen sowie Umkleidekabinen und ein Versammlungsraum. Auch der Außenbereich der Halle, die im August 2003 fertig sein soll, kann sich sehen lassen. Ein Kleinspielfeld, Kurzstreckenbahn, Weitsprung- und Kugelstoßanlage komplettieren das gesamte Areal am Gymnasium. Noch in diesem Monat soll mit dem Aushub der Baugrube begonnen und die ersten Ausschreibungsverfahren in Gang gebracht werden.
So recht allerdings war dem Bleicheröder Bürgermeister nach einer Feier trotzdem nicht zumute. Die Alltagssorgen überschatten auch solch einen Augenblick. Wer soll später man in dieser Halle Sport treiben, gab Dieter Kochbeck (CDU) zu bedenken. In jedem Jahr verliert die zweitgrößte Stadt des Landkreises mehrere hundert Einwohner. 80 sterben, 40 werden geboren, junge Menschen verlassen die Region, gehen dorthin, wo Ausbildungs- und Arbeitsplätze winken. Für die, die bleiben, soll die Halle auch eine Stätte der sportlichen Betätigung werden. Die Vereine und Jugendgruppen der Region sollen in zwei Jahren regen Gebrauch von der Halle machen, wünschte sich heute auch Joachim Claus. Dann wieder war kommunalpolitischer Alltag angesagt in Bleicherode, fern ab von freudigen Ereignissen.


