Mo, 06:47 Uhr
20.12.2021
Insolvenzverwalter räumte in Urbach auf und ist optimistisch
Investor für Henning Bau ist gefunden
Mitte Oktober schlug die Nachricht über die Insolvenz des Traditionsunternehmens Henning Bau in Urbach wie eine Bombe ein und erregte die Gemüter. Jetzt konnte die nnz vom Insolvenzverwalter Dr. Thomas Dithmar erste Details zur Zukunft der Firma erfahren …
Er sei sehr optimistisch, dass die Firma fortbestehen und ihren guten Ruf schnell wieder herstellen könne, sagte der Erfurter Rechtsanwalt Thomas Dithmar gegenüber der nnz. Eine Liquidierung des Bauunternehmens sei abgewendet und am 1. Januar könne ein geregeltes Insolvenzverfahren eröffnet werden. Es war eine äußerst schwierige Aufarbeitung wegen der verzweigten Organisation, der Aufspaltung des Betriebes und des dort vorgefundenen Managements, sagte der Experte, der bereits die Insolvenz des Fußballvereins Wacker Nordhausen ordentlich managte. Erschwerend kam hinzu, dass die Geschäftsführer schlecht erreichbar waren.
Ein Geschwisterpaar übernahm in dritter Generation vor nicht allzu langer Zeit das Urbacher Familienunternehmen, das sich in den Jahren seit der Wende eine geachtete und führende Position in der Branche erarbeitet hatte. Das unglückliche Agieren der beiden brachte das angesehene Unternehmen aber schnell in schweres Fahrwasser und das stolze Flaggschiff Henning Bau fast zum Kentern.
Mit einem externen Team und den verbliebenen Mitarbeitern ist es dem Insolvenzverwalter nun gelungen, den Betrieb wieder zu stabilisieren, angefangene Bauaufträge zu Ende zu bringen und vor allem die sehr fähigen Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. Besonders auf den letzten Aspekt ist Dr. Dithmar wohl zu recht stolz, denn ohne die fachlich hoch qualifizierten Angestellten könnte das Unternehmen nicht weiter existieren. Wir haben immer versucht, alles offen zu kommunizieren und die Mitarbeiter auf dem Laufenden zu halten, betont der Anwalt gegenüber unserer Zeitung. Zuletzt gab es sogar eine kleine Weihnachtsfeier im Kreise der Kollegen, als absehbar wurde, dass die volle Handlungsfähigkeit dank neuer Möglichkeiten wieder hergestellt werden kann.
Ein Investor scheint gefunden zu sein, nachdem Thomas Dithmar mit überregionalen Mitbewerbern Kontakt aufgenommen und für das Henning Bauunternehmen geworben hatte. Der norddeutsche Investor steht bereit, das Unternehmen zu übernehmen und hat dafür eine Bereitschaftserklärung unterzeichnet, die seine Kaufabsichten bekräftigt. Wenn das offizielle Insolvenzverfahren eröffnet ist, soll der Kaufvertrag rückwirkend auf den 1. Januar datiert und das Geschäft damit besiegelt werden.
Für die Mitarbeiter und die vielen Partner von Henning Bau wäre das ein wirkliches happy end, denn Mitte Oktober standen die Zeichen eher in Richtung Liquidierung. Für Thomas Dithmar ist der Fall damit noch nicht abgeschlossen, die Aufarbeitung der betrieblichen Versäumnisse wird ihn bis weit ins nächste Jahr beschäftigen. Derzeit ist er bemüht, alle von den Geschäftsführern ausgegliederten Unterfirmen wieder in den strukturellen Verband zurückzuholen.
Für die beiden ehemaligen Geschäftsführer und Enkel des Firmengründers ist die eingetretene Pleite indessen noch nicht ausgestanden, denn ihre Verantwortung ist mit dem Verkauf der Firma nicht erloschen. Begründete finanzielle Ansprüche Dritter außerhalb des Insolvenzverfahrens bleiben durchaus möglich.
Olaf Schulze
Autor: oschEr sei sehr optimistisch, dass die Firma fortbestehen und ihren guten Ruf schnell wieder herstellen könne, sagte der Erfurter Rechtsanwalt Thomas Dithmar gegenüber der nnz. Eine Liquidierung des Bauunternehmens sei abgewendet und am 1. Januar könne ein geregeltes Insolvenzverfahren eröffnet werden. Es war eine äußerst schwierige Aufarbeitung wegen der verzweigten Organisation, der Aufspaltung des Betriebes und des dort vorgefundenen Managements, sagte der Experte, der bereits die Insolvenz des Fußballvereins Wacker Nordhausen ordentlich managte. Erschwerend kam hinzu, dass die Geschäftsführer schlecht erreichbar waren.
Ein Geschwisterpaar übernahm in dritter Generation vor nicht allzu langer Zeit das Urbacher Familienunternehmen, das sich in den Jahren seit der Wende eine geachtete und führende Position in der Branche erarbeitet hatte. Das unglückliche Agieren der beiden brachte das angesehene Unternehmen aber schnell in schweres Fahrwasser und das stolze Flaggschiff Henning Bau fast zum Kentern.
Mit einem externen Team und den verbliebenen Mitarbeitern ist es dem Insolvenzverwalter nun gelungen, den Betrieb wieder zu stabilisieren, angefangene Bauaufträge zu Ende zu bringen und vor allem die sehr fähigen Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. Besonders auf den letzten Aspekt ist Dr. Dithmar wohl zu recht stolz, denn ohne die fachlich hoch qualifizierten Angestellten könnte das Unternehmen nicht weiter existieren. Wir haben immer versucht, alles offen zu kommunizieren und die Mitarbeiter auf dem Laufenden zu halten, betont der Anwalt gegenüber unserer Zeitung. Zuletzt gab es sogar eine kleine Weihnachtsfeier im Kreise der Kollegen, als absehbar wurde, dass die volle Handlungsfähigkeit dank neuer Möglichkeiten wieder hergestellt werden kann.
Ein Investor scheint gefunden zu sein, nachdem Thomas Dithmar mit überregionalen Mitbewerbern Kontakt aufgenommen und für das Henning Bauunternehmen geworben hatte. Der norddeutsche Investor steht bereit, das Unternehmen zu übernehmen und hat dafür eine Bereitschaftserklärung unterzeichnet, die seine Kaufabsichten bekräftigt. Wenn das offizielle Insolvenzverfahren eröffnet ist, soll der Kaufvertrag rückwirkend auf den 1. Januar datiert und das Geschäft damit besiegelt werden.
Für die Mitarbeiter und die vielen Partner von Henning Bau wäre das ein wirkliches happy end, denn Mitte Oktober standen die Zeichen eher in Richtung Liquidierung. Für Thomas Dithmar ist der Fall damit noch nicht abgeschlossen, die Aufarbeitung der betrieblichen Versäumnisse wird ihn bis weit ins nächste Jahr beschäftigen. Derzeit ist er bemüht, alle von den Geschäftsführern ausgegliederten Unterfirmen wieder in den strukturellen Verband zurückzuholen.
Für die beiden ehemaligen Geschäftsführer und Enkel des Firmengründers ist die eingetretene Pleite indessen noch nicht ausgestanden, denn ihre Verantwortung ist mit dem Verkauf der Firma nicht erloschen. Begründete finanzielle Ansprüche Dritter außerhalb des Insolvenzverfahrens bleiben durchaus möglich.
Olaf Schulze


