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Fr, 21:05 Uhr
15.10.2021
Traditionsbetrieb aus Urbach ist zahlungsunfähig

Bauunternehmen Henning meldet Insolvenz an

Die Spatzen pfiffen es seit Mitte der Woche von den Nordhäuser Dächern, jetzt ist es zur traurigen Gewissheit geworden: das Traditionsunternehmen Henning Bau aus Urbach muss nach dreißig erfolgreichen Jahren auf dem umkämpften Markt Insolvenz anmelden…

Vermutliche Bauruine in Steigerthal, die von Henning Bau zurückgelassen wird (Foto: C.Wilhelm) Vermutliche Bauruine in Steigerthal, die von Henning Bau zurückgelassen wird (Foto: C.Wilhelm)

Schon am Mittwoch wurde die nnz darüber informiert, dass die Baufirma vor den Toren der Stadt in großen Schwierigkeiten sein soll. Auf unsere telefonische Nachfrage bei der Betriebsleitung gab es erst keine Auskunft, dann wurden die Anrufe nicht mehr entgegen genommen. Heute Vormittag schließlich erreichten wir die Chefin Alexandra Lange, die Anfang 2020 gemeinsam mit ihrem Bruder die Leitung des Unternehmens von ihrer Mutter übernommen hatte.

Lange sprach von schlaflosen Nächten, die sie gehabt habe und bat uns, mit der Meldung bis zum nächsten Mittwoch zu warten. Dieser Bitte kamen wir nach, bis heute Abend die Firmenpleite von einem anderen Medienvertreter gemeldet wurde, dem sie inzwischen Rede und Antwort gestanden hatte.

Die Belegschaft mit 37 technischen Mitarbeitern wurde am Mittwoch über das Aus unterrichtet. Seit gestern sind sie nicht mehr auf den Baustellen, die von Henning Bau zuletzt betreut wurden. Darunter befindet sich auch der Neubau der WBG Südharz in der Stolberger Straße in Nordhausen und ein halbfertiges Gebäude in Steigerthal (siehe Foto).

Der Firmenparkplatz in Urbach war heute leer und Insider in der Baubranche behaupten, die finanzielle Schieflage im Unternehmen habe sich schon länger angedeutet. Andere Nordhäuser Unternehmer wundern sich indessen, wie es in Zeiten guter Auftragslagen und fehlender Fachkräfte bzw. ganzer Firmen im Bausektor zu einem solchen Schritt kommen konnte. Zumal die Auftragsbücher in Urbach nach Angaben von Frau Lange gut gefüllt waren.

Laut dem Bericht einer regionalen Zeitung sollen die anderen zur Henning Unternehmensgruppe gehörenden Firmen wie bspw. die „König & Lange Immobilien GmbH“ nicht von der Insolvenz betroffen sein.
Autor: osch


Kommentare
TRA
16.10.2021, 05.04 Uhr
scheinBaustelle Steigerthal
Fast Alles ist Bauschutt, abgesehen von der Teerpappe.
Ein Rückbau ist jetzt noch realistisch, im Frühjahr dann Rollrasen legen.

Geld ist in diesem Land im Überfluss vorhanden.
Ich erinnere ein Grillfest vor einigen Jahren auf der schönen Wiese, die über Jahrhunderte von Bebauung verschont wurde.

Es gibt genug Verantwortliche, die den Rückbau fast privat leisten können.
Bitte!

Alternativ würde ich die Ruine den Flüchtlingen aus Kabul in Afghanistan schenken.
Denen gefällt unsere Gegend.
Die sind schlau und lieb und nicht dumm.

Die Obergrasmühle steht auch leer, nach 500 Jahren als Gasthaus, obwohl es einen Nachfolger gab.

Hoffentlich kommt kein dritter Streich.
Danke
geogott
16.10.2021, 06.54 Uhr
Neuer Job
Bei Schachtbau Nordhausen werden sehr dringend Bauingenieure zur Soforteinstellung gesucht.
Die entsprechenden Mitarbeiter sollten sich dort ruhig bewerben. Einfach dazu auf die Homepage von Schachtbau gucken!
Gehard Gösebrecht
16.10.2021, 07.49 Uhr
Da ist doch alles schon geregelt
Wenn man das hier so liest.
Für die arbeitslos gewordenen Fachkräfte ist schon ein Arbeitsplatz in einem anderen Unternehmen frei.
Für die Bauruine in Steigertal gibt es wohl auch schon Verwendung.
Da kann doch nichts mehr passieren.
Herr Schröder
16.10.2021, 10.12 Uhr
Das Ganze
Ist nicht nur für die betroffenen Personen sehr tragisch, sondern auch für die Gemeinde Urbach ein herber Schlag.
Harzer66
16.10.2021, 19.50 Uhr
Immerhin ist..
.. die Immobilien firma nicht betroffen. Die Werte sind also gesichert. Nur die blöden Mitarbeiter und Gläubiger schauen wie immer in die Röhre. ORAKEL! Der Insolvenzverwalter verkauft an eine Neue GmbH. Die wurde schon lange notariell gegründet. Gesellschafter? Könnt ihr euch denken. Ergo! An einer gesunden Insolvenz ist noch nie jemand Pleite gegangen. Schade um die Arbeitnehmer. Aber als D. König die Firma ihres Vaters übernommen hatte, wurden auch viele gekündigt. Alte. Erfahrene. Sie hatte aber Glück dass der Markt Fachleute bereit hatte. Zum Beispiel Küster Bau. Pleite. Ich will nicht weiter vertiefen. Für die Angestellten tut es mir leid. Für die Subunternehmer auch. Aber für die Eigentümer keinesfalls!
Hans Dittmar
16.10.2021, 20.23 Uhr
Unterstützung statt Dummschwatz
Es gibt verschiedene Ursachen für eine Insolvenz. Da reicht ein Zahlungsunfähigkeit eines Auftraggebers und schon gerät man ins Strudeln. Wenn ein Traditionsunternehmen wie HenningBau ins Strudeln gerät, sollte man prüfen ob man so ein Unternehmen unterstützen kann. Immerhin gehörte das Unternehmen zu denen, die Steuern in dieser Region zahlten.
Checker
16.10.2021, 20.28 Uhr
Henning Insolvenz…
Hochmut kommt vor dem Fall.
Traurig wie immer für die „kleinen“ Angestellten.
hahaha
17.10.2021, 00.11 Uhr
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