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Sa, 11:52 Uhr
11.12.2021
Jede dritte Mutter erinnert sich an Probleme während der Geburt

Mehr Kaiserschnitte im Dezember?

Könnte das Christkind in unserer Zeit noch in einem Stall zur Welt kommen oder bräuchte es einen Kaiserschnitt? Im Weihnachtsmonat Dezember hat die KKH Kaufmännische Krankenkasse in den vergangenen zwei Jahren überdurchschnittlich viele Kaiserschnittgeburten beobachtet...

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Demnach lag die Kaiserschnittquote im Dezember 2019 bei 34,3 Prozent (Jahresdurchschnitt 31,9 Prozent) und im vergangenen Jahr bei 35 Prozent (Jahresdurchschnitt 32,9 Prozent). Im Corona-Jahr 2021 hält sich die Kaiserschnittrate bislang insgesamt bei 32,9 Prozent und entspricht damit dem Vorjahresniveau. „Experten aus dem Bereich Geburtshilfe glauben, dass eine Senkung der Kaiserschnittrate möglich wäre. Es wird diskutiert, ob nur zehn Prozent aller Kaiserschnitte in Deutschland zwingend notwendig sind, um das Leben von Mutter oder Kind zu retten“, erklärt Dr. Sonja Hermeneit, Ärztin bei der KKH Kaufmännische Krankenkasse.

Ein Kaiserschnitt ist immer eine Entscheidung, die von den Eltern gemeinsam mit dem behandelnden Arzt getroffen werden muss. „Wichtig ist dabei, dass über Ängste gesprochen werden kann“, sagt Dr. Hermeneit. Das gilt nicht nur für das Thema Kaiserschnitt. Laut einer forsa-Umfrage im Auftrag der KKH erinnert sich rund ein Viertel der befragten Eltern mit einem Kind unter zwölf Jahren an Problemsituationen und unerwünschte Ereignisse während oder unmittelbar nach der Geburt. Frauen sind diese noch deutlich häufiger im Gedächtnis als Männern. Fast jede dritte gebärende Frau und jeder fünfte Mann hat entsprechende kritische Situationen im Kreißsaal eines Krankenhauses erlebt. Auch in Bezug auf die medizinische Versorgung von Mutter und Neugeborenem hatten 19 Prozent der Mütter und acht Prozent der Väter Sorgen bei der Entbindung.

Eine Geburt ist für alle Beteiligten ein aufregendes Erlebnis mit sehr unterschiedlichen Emotionen: „Die gebärende Frau wird überwältigt vom Geburtsschmerz, was Väter häufig verunsichert und überfordert, das Klinikpersonal muss hingegen sachlich den medizinischen Überblick behalten und trotzdem einfühlsam auf die werdenden Eltern eingehen. Eine sehr komplexe Gemengelage, die im hektischen Krankenhausalltag eine wirkliche Herausforderung ist“, sagt die KKH-Ärztin. Um eine Geburt für alle Beteiligten so stressfrei wie möglich und zu einem schönen Erlebnis zu machen, helfen Aufklärung und Gespräche im Vorfeld, aber auch regelmäßiges Fragen während des Geburtsprozesses.

Zu solchen Situationen gehört beispielsweise der umstrittene Kristeller-Handgriff, bei dem die Geburtshelfer von außen auf den Bauch der Schwangeren Druck ausüben, um die Austreibungsphase zu beschleunigen. Aber auch der Einsatz von Saugglocke, Blutentnahmen oder letztendlich der Kaiserschnitt können bei Eltern traumatische Erinnerungen hinterlassen. „Wichtig ist es deshalb, sich Zeit zu nehmen für eine individuelle Aufklärung und vor allem Vertrauen zur Klinik und zu den Ärzten und Hebammen aufzubauen“, erklärt Sonja Hermeneit.

Doch manchmal werden Eltern auch trotz Aufklärung von den Ereignissen überrollt und fühlen sich diesen machtlos ausgeliefert. „Dann hilft es, im Nachhinein mit der betreuenden Hebamme, der gynäkologischen Praxis oder mit psychologischer Unterstützung über das Erlebte zu sprechen, um den Geburtsverlauf zu verarbeiten“, rät Dr. Hermeneit. Manche Kinderkliniken bieten auch eine psychosoziale Elternberatung an. Im Falle einer Frühgeburt gibt es außerdem Eltern-Hotlines, wie zum Beispiel vom Verein „Das frühgeborene Kind“, bei der über die Sorgen gesprochen werden kann.

Um werdende Eltern bestmöglich auf die Schwangerschaft und Geburt vorzubereiten, hat die KKH wichtige Informationen auf ihrer Internetseite zusammengestellt „Die werdende Mutter erhält dort für jedes Schwangerschaftsdrittel wichtige Erinnerungen an Vorsorgetermine und allgemeine Informationen zum Entwicklungsstatus des ungeborenen Kindes“, erklärt Sonja Hermeneit das Angebot.
Autor: red

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Kommentare
Helena2015
12.12.2021, 01:21 Uhr
Die Geburt ..
.. ist seit der zivilisierten Gesellschaft ein ganz normaler Vorgang!

Zu besagten DDR-Zeiten, als ich mein erstes Kind bekam, gab es keine Totalüberwachung, auf Grund geringer Technik!
Trotzdem gebar ich ein gesundes Kind, auf ganz normale Weise, nahm die damit verbundenen Schmerzen in Vorfreude an!

Aber .. ich habe mich niemals in meiner Schwangerschaft als „krank“ gefühlt, denn damals hatte man andere Sorgen! Es gab keine Mobilität, es hieß auch in der Schwangerschaft Kohlen Schaufeln, Öfen anheizen usw.
Ich hatte vier Wochen vor der Geburt Schwangerschaftsurlaub und 20 Wochen danach!
Dann begann der Alltag mit Arbeit und Kindergrippe!
In dieser Zeit war eine gute Oma gefragt, die mit 60 Jahren fit in Rente ging!

Mein zweites Kind bekam ich mit 39 Jahren, heute würde man sagen .. eine Risikobereitschaft.. aber das war sie für mich nicht!
Ich nahm natürlich den Fortschritt an und unterzog mich Test einigen wichtigen Test!
Aber ich habe mich darüber hinaus nicht stressen lassen, da ich wiederum eine ganz normale Geburt anstrebte und manchmal noch mehr stressige Untersuchungen ablehnte!
Stattdessen sorgte ich, wie bei meinem ersten Kind für viel Bewegung, besonders an frischer Luft, aß, worauf ich gerade Appetit hatte, aber habe sowohl Alkohol als auch Zigaretten von Anfang an gemieden!
Und .. ein Wunder (wie es sicher heute bezeichnet würde), geschah, ich brachte ohne Probleme ein gesundes Kind auf ganz natürliche Weise zur Welt, gesund und munter., das würde man in 2021 wohl als Wunder bezeichnen
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