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Sa, 12:00 Uhr
11.12.2021
Greenone in Nordhausen

Grünes Leben an der Fassade

So langsam, aber sicher kommt in der Stolberger Straße in Nordhausen neben dem Betongrau endlich die Farbe ins "Spiel", die dem Projekt eigentlich seinen Namen verliehen hatte. Das Grün...

Anbringen der grünen Fassadenteile (Foto: LA21) Anbringen der grünen Fassadenteile (Foto: LA21)
GreenOne, so nannten die Verantwortlichen der WBG Südharz das Bauvorhaben, das in der Rolandstadt ein Novum darstellt. Viel Platz für eine ausufernde Grünanlage vor, neben oder hinter dem Mehrfamilienhaus bietet das innerstädtische Bauen ohnehin nicht.

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Warum also das Grün nicht einfach an die Fassade bringen? Die Idee dazu hatte der Architekt Dr. Michael Flagmeyer und viel wurde in der nnz dazu bereits berichtet. Jetzt wird aus der Idee, aus dem Modell und der grafischen Darstellung endlich die Realität.

Die Unterkonstruktion ist bereits angebracht und seit dieser Woche sind die Mitarbeiter der Sempergreen-Gruppe aus den Niederlanden damit beschäftigt, die insgesamt 230 grünen Quadratmeter an die Fassade zu montieren. Dazu kommen rund 530 Quadratmeter auf dem Dach des Hauses mit insgesamt 14 Wohnungen.

Die Begrünung begleitet seit zwei Jahren das Landschaftsarchitekturbüro LA21 aus Nordhausen. Die Fachleute zeichnen somit für die Ausführungsplanung, die Ausschreibungen sowie für die Bauleitung verantwortlich. "Es werden vorgezogene, begrünte einzelne Paneele an der Fassade montiert. Diese sind mit einer Mischung aus immergrünen und sommergrünen Gehölzen, Stauden und Gräsern bestückt. Das alles steuert eine moderne App-gesteuerte Bewässerungstechnik mit Sensoren sowie einem Anschluss an die hauseigene Regenwasserzisterne", erläutert Landschaftsarchitektin Diana Moraweck von LA21.

Die Fassade wird grün... (Foto: LA21) Die Fassade wird grün... (Foto: LA21)  
Die Vorteile dieser Konstruktion seien zum Beispiel eine sofortige Begrünung durch dieses spezielle System oder eine kurze Montagezeit von drei Wochen, inklusive der Unterkonstruktion. Im Frühjahr und im Herbst wird das gesamte Grün gepflegt. Den gezielten Rückschnitt oder eine notwendige Ergänzung der Pflanzen übernimmt die Gärtnerei Sauer aus Ellrich mittels eines Hubsteigers.
Peter-Stefan Greiner
Autor: psg

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Kommentare
Müller
11.12.2021, 14:48 Uhr
Moos wächst über Nordhausen?
Da wächst im wahrsten Sinne des Wortes bald Moos über Nordhausen.
Helena2015
12.12.2021, 00:06 Uhr
… das Moos
… wächst schon seit vielen Jahren über Nordhausen, Dank der WBG Südharz wird es nun auch sichtbar!!

Einmal wieder mehr Luxuswohnungen wie von der Stadt, die sich eh kein Otto-Normalverbraucher leisten kann?
Denn für diese wächst das Moos und der Dreck bereits haufenweise an den Fassaden der WBG Südharz!
Von den Innenfluren einmal ganz abgesehen!

Selbst die Stellplätze für PKWs lässt sich die WBG ordentlich bezahlen, sie werden teilweise derart eng gebaut, dass kaum noch die Autotüren aufzubekommen sind, von Winterdiensten auf den Innenhöfen und privaten WBG-Straßen einmal ganz zu schweigen!

Im Januar 2021 durften Anwohner zwei bis drei Tage Urlaub fürs private Räumen zu investieren, damit man dann endlich einigermaßen mit dem Auto durch kam, um seine Arbeitsstelle zu erreichen.
Nach drei Tagen wurden dann großzügig von der WBG Schneeschieber bereit gestellt, nachdem private ihren Dienst aufgegeben hatten!
Die Gebühren für den Winterdienst wurden trotzdem großzügig entgegen genommen, denn selbst Bürgersteige wurden privat geräumt!
An Räumdiensten aus Straßenbaufirmen mangelte es nicht, wohl aber an der Investitionswilligkeit der WBG!

Aber nun, wird bei so toller Begrünung wohl nicht geschehen, solang der Mietpreis stimmt!

In diesem Sinne allen einen schönen Advent
sima
12.12.2021, 16:01 Uhr
Teurer "Grüner" Firlefanz?
Grundsätzlich befürworte ich städtisches Grün. Bei diesem Projekt wäre es auf jeden Fall interessant zu erfahren, welche Unterhaltskosten konkret auf die Pflege der Fassadenpflanzen und Infrastruktur entfallen - Instandhaltung, Bewässerung, Nachpflanzung usw. und welchen pekuniären Raum für die Grüninstalation notwendigen Bauleistungen (Planungskosten, Material und Arbeitsleistung) einnehmen.
Das Bauprojekt wurde in der Tagespresse mehrfach als Klimavorzeigeprojekt gefeiert. Wenn hierzu konkrete Zahlen vorlägen, könnte man mal überschlagen, was die drei für den Neubau gefällten Bäume an CO2 umgesetzt hätten und was die Grasbüschel an der Fassade so leisten.
Natürlich geht es letztlich auch um innerstädtische Verdichtung und zugegebenermaßen befand sich die vormalige Grünfläche des jetzigen Neubaugeländes in einem eher dürftigen Zustand, jedoch beschleicht mich das Gefühl, das hier mit viel Tamtam wieder einmal eine der vielen irrsinnigen Förderkulissen der EU angezapft worden ist, ohne die es unter den freien Bedingungen des Marktes keine Chance für so ein Projekt gegeben hätte.
Unabhängig von obigen Überlegungen, wünsche ich der Fassade ein immergrünes Dasein, nicht das sich in wenigen Jahren die Fassade ähnlich karg und unbegrünt, wie die Wohnscheibe 2 in der Töpferstraße mit den stählernen "Rankhilfen" an den Hauseingängen zeigt.
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