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So, 09:32 Uhr
11.11.2001

Leuchtende Augen zum Martinispiel

Nordhausen (nnz). Den 10. November schreiben sich Nordhäuser Familien immer ganz dick in ihren Kalender. Schon Tage vorher bereiten sie die bunten Laternen vor, schauen sich nach eine wohlschmeckenden Weihnachtsgans um oder bestellen einen Tisch im Restaurant: Martini ist angesagt.


Gelungene Aufführung Fast 1.000 Nordhäuser versammelten sich gestern zwischen dem alten und dem nunmehr neuen Rathaus in der Rolandstadt. Kinderaugen leuchteten im Schein der Kerzen und Fackeln, die Kirchgemeinden hatten das Martinispiel vorbereitet. Eröffnet wurde es durch Oberbürgermeisterin Barbara Rinke. „Zum ersten Mal feiern wir Martini an dieser Stelle, denn der eigentliche Ort, der Platz vor der Blasiikirche, ist gesperrt“, so Rinke. Sie erinnerte an den ursprünglichen Sinn des Festes. Er liege vor allem in der Bereitschaft zu teilen, abzugeben von dem, was man selbst hat.

Das eigentliche ökumenische Martinspiel wurde von Kindern der Kirchgemeinden gestaltet. Sie alle hatten zuvor fleißig geübt, waren trotzdem ganz schön aufgeregt. Im Anschluß an das Spiel neben dem Roland zog ein langer Zug durch die Nordhäuser Innenstadt. Ein Höhenfeuerwerk auf dem Petersberg war auch in diesem Jahr der Abschluß einer gelungenen Martinifeier.

Währenddessen brutzelten in den Brat- und Backröhren bereits die Martinigänse. Das lassen sich die Nordhäuser nicht nehmen und die Gastwirte der Rolandstadt konnten sich zumindest an diesem Abend auf volle Tische freuen, trotz des Fußballspiels Ukraine gegen Deutschland. Und mal ehrlich, da haben doch selbst eingefleischte Fußballfans nichts verpasst. Was sind schon 90 Minuten Qualifikationsgekicke gegen leuchten Kinderaugen oder eine knusprige Gans.
Autor: nnz

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