Mi, 12:12 Uhr
26.10.2005
Buhlen um Herrn H.
Nordhausen (nnz). Im kommenden Jahr werden vier hauptamtliche Bürgermeister gewählt. Zwar gibt es noch keine offiziellen Ansagen zu Kandidaturen, doch da wird schon um geeignete Bewerber gebuhlt.
Zum Beispiel wird es aller Wahrscheinlichkeit nach in Bleicherode einen neuen Bürgermeister geben. Dieter Kochbeck (CDU), der das Amt seit 1990 innehat, wird aus gesundheitlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur verzichten. Wer aber soll ihm nachfolgen? Selbst Insider wissen, dass aus der eigenen personellen Stadtmasse wenig zu holen ist. Und mal davon abgesehen, in Bleicherode regieren, das wird in den kommenden Jahren kaum Spaß machen. Die zweitgrößte Stadt im Landkreis Nordhausen trägt einen massiven Schuldenberg mit sich rum. Mitte 2004 lag die Prokopf-Verschuldung bei 1.422 Euro. Aktuell soll sie so um die 2.000 Euro herum liegen und hat mal gerade die Hälfte der Infrastruktur ausgebaut. Da muß so einiges an Unerfreulichkeiten auf den Weg gebracht werden.
Trotz alle dem: In Bleicherode muß ein Bürgermeister gewählt werden, wenn möglich einer mit dem CDU-Parteibuch in der Tasche. Dr. Uwe Landsiedel, der ehrenamtliche Kochbeck-Stellvertreter soll bereits abgewunken haben, da macht der Mann lieber seinen Job im Landratsamt. Das war es dann aber auch. Bleiben Menschen mit Verwaltungs- und Politikerfahrung, die der CDU wenigstens nahe stehen.
Jürgen Hohberg zum Beispiel. Der parteilose Bürgermeister von Sollstedt besetzt ja seit zwei Legislaturen einen Platz in der CDU-Kreistagsfraktion. Warum nicht Hohberg zu einer Bürgermeisterkandidatur für Bleicherode überreden und Sollstedt mitnehmen? Zweimal soll eine CDU-Delegation unter Leitung von Egon Primas den Mann aus Sollstedt umworben haben. Zweimal die Antwort. Das wäre Verrat an den Sollstedtern! Dass dies alles passierte war eigentlich dem Amtsinhaber Dieter Kochbeck so angenehm nun auch wieder nicht. Denn Kochbeck soll sich nach Informationen der nnz bereits einen Kronprinzen auserkoren haben. Alter Bleicheröder Adel, allerdings mit einem Makel versehen: Er wohnt in Niedersachsen.
Doch die Personalnot treibt nicht nur die Christdemokraten nach Sollstedt, auch die vereinige Bleicheröder Linke soll bereits bei Hohberg angefragt haben. Die fühlt sich im Aufwind, konnten SPD und Linke.PDS doch mehr als 60 Prozent aller abgegebenen Zweitstimmen zur Bundestagswahl auf ihre Konten verbuchen. Doch auch hier blieb Hohberg stur: Die Antwort ist weiter oben zu lesen.
Autor: nnzZum Beispiel wird es aller Wahrscheinlichkeit nach in Bleicherode einen neuen Bürgermeister geben. Dieter Kochbeck (CDU), der das Amt seit 1990 innehat, wird aus gesundheitlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur verzichten. Wer aber soll ihm nachfolgen? Selbst Insider wissen, dass aus der eigenen personellen Stadtmasse wenig zu holen ist. Und mal davon abgesehen, in Bleicherode regieren, das wird in den kommenden Jahren kaum Spaß machen. Die zweitgrößte Stadt im Landkreis Nordhausen trägt einen massiven Schuldenberg mit sich rum. Mitte 2004 lag die Prokopf-Verschuldung bei 1.422 Euro. Aktuell soll sie so um die 2.000 Euro herum liegen und hat mal gerade die Hälfte der Infrastruktur ausgebaut. Da muß so einiges an Unerfreulichkeiten auf den Weg gebracht werden.
Trotz alle dem: In Bleicherode muß ein Bürgermeister gewählt werden, wenn möglich einer mit dem CDU-Parteibuch in der Tasche. Dr. Uwe Landsiedel, der ehrenamtliche Kochbeck-Stellvertreter soll bereits abgewunken haben, da macht der Mann lieber seinen Job im Landratsamt. Das war es dann aber auch. Bleiben Menschen mit Verwaltungs- und Politikerfahrung, die der CDU wenigstens nahe stehen.
Jürgen Hohberg zum Beispiel. Der parteilose Bürgermeister von Sollstedt besetzt ja seit zwei Legislaturen einen Platz in der CDU-Kreistagsfraktion. Warum nicht Hohberg zu einer Bürgermeisterkandidatur für Bleicherode überreden und Sollstedt mitnehmen? Zweimal soll eine CDU-Delegation unter Leitung von Egon Primas den Mann aus Sollstedt umworben haben. Zweimal die Antwort. Das wäre Verrat an den Sollstedtern! Dass dies alles passierte war eigentlich dem Amtsinhaber Dieter Kochbeck so angenehm nun auch wieder nicht. Denn Kochbeck soll sich nach Informationen der nnz bereits einen Kronprinzen auserkoren haben. Alter Bleicheröder Adel, allerdings mit einem Makel versehen: Er wohnt in Niedersachsen.
Doch die Personalnot treibt nicht nur die Christdemokraten nach Sollstedt, auch die vereinige Bleicheröder Linke soll bereits bei Hohberg angefragt haben. Die fühlt sich im Aufwind, konnten SPD und Linke.PDS doch mehr als 60 Prozent aller abgegebenen Zweitstimmen zur Bundestagswahl auf ihre Konten verbuchen. Doch auch hier blieb Hohberg stur: Die Antwort ist weiter oben zu lesen.

