Fr, 18:04 Uhr
14.10.2005
Probleme für Archäologen
Nordhausen (nnz). Ein neues Kapitel der Abfallwirtschaft wurde aufgeschlagen. Die Hausmülldeponien sind Geschichte. Heute wurde der Startknopf der modernen Restabfallbehandlungsanlage gedrückt. Was das mit den Archäologen zu tun hat erfahren Sie hier mit einem Klick.
Probleme für Archäologen (Foto: nnz)
Am 7. Juli 2004 ging es los, der symbolische Spatenstich besiegelte das Ende der bisher bekannten Müllhalden. Auf dem Gelände des Abfallwirtschaftszentrums Nentzelsrode sollte eine Restabfallbehandlungsanlage entstehen. Die vier Landkreise Nordhausen, Eichsfeld, Unstrut-Hainich und Kyffhäuser haben sich zum Zweckverband Abfallwirtschaft Nordthüringen zusammengeschlossen, um ein in Deutschland bisher einmaliges Projekt umzusetzen. Nach einer EU-weiten Ausschreibung wurde gemeinsam mit der Firma Remondis ein Konzept umgesetzt, welches eine mechanische Abfallaufbereitung und eine anschließende biologische Behandlung beinhaltet.
Während die mechanische Aufbereitung mit der Kaskadenkugelmühle als Herzstück bereits gut funktioniert, gibt es bei der biologischen Behandlung nach wie vor gewisse Anlaufschwierigkeiten. Bis zum Jahresende sollte das Problem gelöst sein. Es gäbe auch für Nordhausen keine Ausnahmen der geltenden Rechtslage, so Volker Sklenar im Rahmen seines Grußwortes. Mit Stolz können wir sagen, daß heute die erste Restabfallbehandlungsanlage Thüringens in Betrieb genommen werden kann, freute sich Umweltminister Volker Sklenar. Er lobte die Kürze der Bauzeit und die Schaffung von 30 neuen Arbeitsplätzen.
Gemeinsam mit anderen Verantwortlichen setzte der Minister im Anschluß an die Grußworte die Anlage in Gang. Nach dem symbolischen Druck auf den roten Knopf lief die Kugelmühle donnert an. Hier wird der angelieferte Müll mit Hilfe von Stahlkugeln zerkleinert. Danach folgt eine Trennung in heizwertarme und heizwertreiche Fraktionen. Metalle werden als Sekundärrohstoffe aussortiert. Biologischer Müll soll in Zukunft verrottet werden. Die Anlage kostete 19 Millionen Euro.
Was das alles mit den Archäologen zu tun hat? Viel Arbeit haben zukünftige Generationen ihrer Zunft nicht mehr. Sie werden allenfalls Staub und Schlacke vorfinden, wenn sie in hundert Jahren nach den Hinterlassenschaften unserer Zeit suchen. Ein kleiner Wermutstropfen, wie Minister Volker Sklenar meint. Für die Umwelt aber sicher der richtige Weg, da Deponiegase und Sickerwasser der Vergangenheit angehören.
In einer kleinen Bildergalerie finden Sie einen Rückblick auf die Entstehung der Anlage.
Autor: wf
Probleme für Archäologen (Foto: nnz)
Am 7. Juli 2004 ging es los, der symbolische Spatenstich besiegelte das Ende der bisher bekannten Müllhalden. Auf dem Gelände des Abfallwirtschaftszentrums Nentzelsrode sollte eine Restabfallbehandlungsanlage entstehen. Die vier Landkreise Nordhausen, Eichsfeld, Unstrut-Hainich und Kyffhäuser haben sich zum Zweckverband Abfallwirtschaft Nordthüringen zusammengeschlossen, um ein in Deutschland bisher einmaliges Projekt umzusetzen. Nach einer EU-weiten Ausschreibung wurde gemeinsam mit der Firma Remondis ein Konzept umgesetzt, welches eine mechanische Abfallaufbereitung und eine anschließende biologische Behandlung beinhaltet.Während die mechanische Aufbereitung mit der Kaskadenkugelmühle als Herzstück bereits gut funktioniert, gibt es bei der biologischen Behandlung nach wie vor gewisse Anlaufschwierigkeiten. Bis zum Jahresende sollte das Problem gelöst sein. Es gäbe auch für Nordhausen keine Ausnahmen der geltenden Rechtslage, so Volker Sklenar im Rahmen seines Grußwortes. Mit Stolz können wir sagen, daß heute die erste Restabfallbehandlungsanlage Thüringens in Betrieb genommen werden kann, freute sich Umweltminister Volker Sklenar. Er lobte die Kürze der Bauzeit und die Schaffung von 30 neuen Arbeitsplätzen.
Gemeinsam mit anderen Verantwortlichen setzte der Minister im Anschluß an die Grußworte die Anlage in Gang. Nach dem symbolischen Druck auf den roten Knopf lief die Kugelmühle donnert an. Hier wird der angelieferte Müll mit Hilfe von Stahlkugeln zerkleinert. Danach folgt eine Trennung in heizwertarme und heizwertreiche Fraktionen. Metalle werden als Sekundärrohstoffe aussortiert. Biologischer Müll soll in Zukunft verrottet werden. Die Anlage kostete 19 Millionen Euro.
Was das alles mit den Archäologen zu tun hat? Viel Arbeit haben zukünftige Generationen ihrer Zunft nicht mehr. Sie werden allenfalls Staub und Schlacke vorfinden, wenn sie in hundert Jahren nach den Hinterlassenschaften unserer Zeit suchen. Ein kleiner Wermutstropfen, wie Minister Volker Sklenar meint. Für die Umwelt aber sicher der richtige Weg, da Deponiegase und Sickerwasser der Vergangenheit angehören.
In einer kleinen Bildergalerie finden Sie einen Rückblick auf die Entstehung der Anlage.








