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Mi, 06:55 Uhr
12.10.2005

Neuer Präsident

Nordhausen (nnz). Der frühere Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reinhard Höppner, wird neuer Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentags. Der SPD-Politiker übernimmt Ende Oktober den Vorsitz der größten kirchlichen Laienbewegung in Deutschland, wie die Kirchenprovinz Sachsen am Dienstag in Magdeburg mitteilte.



Die Amtszeit beträgt zwei Jahre. Höppner war in den 80er Jahren Präses der Synode der evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen und 1990 letzter DDR-Volkskammer-Präsident. Höppner wird am Donnerstag und Freitag an einer Fachtagung von Kirchentags-Ausschüssen in Magdeburg teilnehmen. Themen der Konferenz sind die Auswertung des diesjährigen Kirchentags, zu dem sich Ende Mai über 100 000 Dauerteilnehmer und bis zu 300 000 Tagesteilnehmer in Hannover getroffen hatten. Bei diesem Treffen war der Mediziner Eckhard Nagel Kirchentags-Präsident. Das nächste Protestantentreffen ist Anfang Juni 2007 in Köln geplant.

„Der "Deutsche Evangelische Kirchentag" ist die größte Bildungsveranstaltung Deutschlands. Er zeigt, wie viel Engagement, wie viel Freude, Ideen, Glauben und Kraft in unseren Kirchengemeinden pulsiert“, sagte Höppner. Besonders junge Menschen prägten das Gesicht dieser Treffen. „Das begeistert mich immer wieder. Deshalb habe ich die Aufgabe als Präsident des nächsten Evangelischen Kirchentags gerne übernommen.“

Der Deutsche Evangelische Kirchentag wurde 1949 in Hannover als eine Bewegung evangelischer Laien ins Leben gerufen. Den Organisatoren war einerseits die Unabhängigkeit von der Amtskirche wichtig, andererseits ein christlicher Glaube, der Frömmigkeit mit Verantwortung für Gesellschaft und Welt vereint. Bekanntlich war Barbara Rinke, Präses der EKD-Synode und Oberbürgermeisterin von Nordhausen, in der Zeit von 1997 bis 1999 Präsidentin des Deutschen Evangelischen Kirchentages.
Autor: nnz

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