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Fr, 11:28 Uhr
13.08.2021
Pferdemisshandlung bei Olympia:

Tierschützer erstellen Anzeige gegen Trainerin und Reiterin

Nach den tierquälerischen Vorkommnissen beim Modernen Fünfkampf der Frauen im Rahmen der Olympischen Spiele hat der Deutsche Tierschutzbund Strafanzeige gegen die deutsche Reiterin Annika Schleu und deren Trainerin Kim Raisner wegen Tierquälerei und Beihilfezur Tierquälerei gestellt...

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Die Reiterin habe das verängstigte und überforderte Pferd mehrfach grob geschlagen und in anschließenden Interviews jede Einsicht vermissen lassen. Die Trainerin habe die Reiterin mit den Worten „Hau mal richtig drauf, hau richtig drauf“ zu dieser tierquälerischen Handlung aufgefordert.

„Natürlich steht eine auf Olympiagold fixierte Sportlerin in dem Moment unter enormem Stress. Aber das ist keine Entschuldigung für Tierquälerei. Und es belegt, dass Tiere dem auf keinen Fall ausgeliefert sein sollten - wie ein Sportgerät, das zu funktionieren hat. In einem leistungsorientierten Wettkampf zwischen Menschen haben Tiere nichts zu suchen!“, so Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Unsere Anzeige dient auch der grundsätzlichen Klärung dieses Problems. Warnungen in den Jahren zuvor gab es immer.“

Einem Tier Schmerzen zuzufügen, es zu etwas zwingen, dass es nicht freiwillig möchte oder zu dem es sogar psychisch wie physisch nicht in der Lage ist, ist tierschutzwidrig. Letzteres ist auch im Tierschutzgesetz ausdrücklich verboten und kann mit Geldbuße bis 25.000 Euro geahndet werden. Neben der persönlichen Verantwortung geht es dem Deutschen Tierschutzbund beim sogenannten „Modernen Fünfkampf“ um die Systemfrage.

Die Tierschützer weisen darauf hin, dass Rahmen und Regelwerk automatisch solche Situationen befördern, in denen ein empathisches Achtgeben auf die Bedürfnisse des Pferdes der Erreichung des Medaillenziels entgegensteht. Solange die Teildisziplin Reiten nicht gestrichen und das Reglement geändert werde, dürfe der Deutsche Olympische Sportbund den Modernen Fünfkampf nicht mehr berücksichtigen. Im Falle von Klaus Schormann, dem deutschen Präsidenten des Weltverbandes der Modernen Fünfkämpfer (UIPM), der der Reiterin die alleinige Schuld an der dramatischen Situation zugewiesen hatte, gäbe es nur eine mögliche Konsequenz, so Thomas Schröder: „Ein Rücktritt ist überfällig.“
Autor: red

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Kommentare
Andi Macht
13.08.2021, 13:26 Uhr
Na dann viel Glück
Über die Tatsache, ob es Tierquälerei ist, lässt sich sicher streiten. Ich möchte aber meinen, dass im Falle einer Straftat immer das Recht des Landes gilt, in dem die Straftat begangen wurde.
Ich glaube auch nicht, wenn es wirklich zu einem Prozess kommen sollte, dass Deutschland dann ausliefert.
echter nordhäuser54
13.08.2021, 14:40 Uhr
Tierschützer erstellen Anzeige gegen Trainerin und Reiterin Pferdemisshandlung bei Olympia
Also so langsam glaube ich das ein Teil der deutschen immer mehr verblöden,wenn ich diese Forderung der sagenannten Tierschützer lese.
Was wäre denn gewesen wenn das Pferd nach den ersten Schlägen gesprungen wäre und die Reiterin die Goldmedalie gewonnen hätte,hätten die Tierschützer dann auch solch ein Aufstand gemacht?
Jedes Rennpferd bekommt die Peitsche seines Reiters bei einen Rennen zu spüren,habe noch nie von einer Tierquälerei dabei gehört,also,laßt mal langsam die Kirche im Dorf oder kümmert euch um Sachen die zehnmal wichtiger sind als solch ein Schmarn.

So etwas wird tagtäglich beim Training passieren und da kräht kein Hahn danach.
Camembert
13.08.2021, 14:57 Uhr
Wir machen uns lächerlich
In Deutschland sollte der Pferdesport eingestellt werden, wenn für so eine Anzeige nur ein Euro von unseren Steuern verschwendet wird. Die arme Athletin trainiert Jahre lang für diesen Wettkampf und muß sich jetzt von solchen Kaspern anzeigen lassen. Geht arbeiten dann macht Ihr sogenannten Tierschützer was vernünftiges.
Kitty Kat
13.08.2021, 16:13 Uhr
Emphatie...
...gegenüber seinen Mitmenschen und auch gegenüber den uns umgebenden Tieren zählt zu den sehr positiven Eigenschaften eines Menschen und hat mit Intelligenz zu tun....kann dadurch eben nicht jeder, da die Voraussetzungen bei den Menschen recht verschieden ausgeprägt sind ;-). Manch einer denkt, mit einem hau mal richtig drauf und ich mach dich fertig, hat er was unheimlich schlaues gezeigt.
Kritiker2010
13.08.2021, 17:59 Uhr
Passt Pferdesport zu Olympia?
Ich stelle mir immer wieder die Frage, warum diese oder jene Sportart als olympische Disziplin geführt wird, insbesondere dann, wenn - wie hier - das "Sportgerät" den Hauptteil der Leistung erbringt. Meines Erachtens nach sollte Olympia eine Leistungsvergleich zwischen Menschen sein. Ein Fahrrad oder Kanu geht da gerade noch durch.

Habe mir auch die Szenen der "Tierquälerei" angesehen. Was darüber hinaus passiert, weiß ich nicht. Jedoch kann ich hier keine Tierquälerei erkennen, sondern lediglich komplette Inkompatibilität zwischen Pferd, Reiterin und Situation.

Das Pferd machte einen derart verstörten und gestressten Eindruck, dass es die wenigen ungeschickten Hiebe der Reiterin vermutlich kaum bemerkt haben dürfte.

Der Aufreger sollte viel mehr die Blamage der beiden Damen sein, die offenbar keinen Zugang zu dem Tier gefunden und dessen Zustand nicht erkannt haben, obwohl sie seit Jahren mit Pferden arbeiten.
An der Stelle wäre etwas Empathie vielleicht doch ganz nützlich gewesen.
Micha123
13.08.2021, 21:28 Uhr
Tierschützer
In Zukunft werden und sollten die Tierschützer dann auch Anzeigen erstellen, wenn es um die Ausbildung und Gebrauch von Polizei Pferden geht.
Ebenso bei Polizei Hunden.

Ich denke, damit werden dann die Tierschützer zufrieden gestellt.


(Persönliche Anmerkung: Krank und verblödet ist das, da Anzeige zu stellen!)
Iltis
13.08.2021, 23:23 Uhr
Anzeige ist sicher der falsche Weg,
aber ob es im konkreten Fall in Ordnung ist, dass diese Reitpferde dem Reiter zugelost werden, wage ich zu bezweifeln.

Ich bin zwar kein Reiter, aber meine Tiere würden niemals ihren Dienst bei einem Fremden, das ist der zugeloste Reiter, tun, wie sie das bei mir tun würden.

Ausgebildete Tiere sind immer auf ihren Besitzer/Ausbilder geprägt. Ich halte das für eine stramme Nummer, dass da Fremde das Tier kommandieren. Das mag vor zweihundert Jahren bei der Kavallerie wichtig gewesen sein, dass der Reiter wechseln kann oder muss. Heute haben die Tiere aber meistens nur eine Bezugsperson.

Dieser moderne Fünfkampf sollte heute meiner Meinung nach auf Disziplinen mit Pferden verzichten.
Freidenker 1304
17.08.2021, 20:00 Uhr
Anzeige vom Tierschutz, gehen da alle mit ?
Was istden ein "moderner" Fünfkampf ? Nur eine Fortsetzung ritterlicher, adliger Disziplinen. Ist dies noch zeitgemäß ? Und, warum mit fremden Pferden ? Keine Möglichkeit, kennenlernen und Kontakt aufzubauen. Mit Hunden wär dies so gar nicht möglich. Das Ergebnis sieht man ja. Und jetzt gehen unsere "sogenannten" Tierschützer auf die Barrikaden. Tierschutz ist wichtig und zeitgemäß. Ja, zeitgemmäß. Denn vor 100 Jahren hätte sich keiner aufgeregt. wenn der Brauereikutscher seine Tiere mit der Peitsche angetrieben hätte. Da war das üblich. Aber es ist ja so schön populär, diese bestimmt nicht sehenswerten Szenen auszuschlachten. Man sollte vor lauter Populismus jedoch mal genau überlegen, was da geschah. Ich bin kein Freund von solchen Wettkämpfen, aber da wurde eine junge Frau um ihre einzige Chance betrogen, eine olympische Medaille zu gewinnen. Und das sehenden Auges. Das Pferd hätte niemals zugelassen werden dürfen, nach den vorherigen Verweigerungen. Das Pferd war gar nicht in der Lage, diesen Wettkampf auszuführen. Es war panisch. Und hätte gesperrt werden müssen. Man hat vergeblich den Tierarzt aufmerksam gemacht. Wenn eine Pistole oder ein Ski nicht funktioniert, wird sie ausgewechselt. Nur das Pferd (welches mir in seiner Angst leidtat) DURFTE nicht gewechselt werden. Schuld sind eigene Verordnungen, schuld sind Tierarzt und Sportorganisation. Eine junge Frau sehenden Auges um ihre Chance zu bringen, ich verstehe ihre Reaktion. Aber nochmals zu den sogenannten Tierschützern. Ich kenne davon gute Leute. Und ich kenne Fanatiker. Die Hochsitze mit den Jäger drauf mittels Motorsäge absensen. Menschenleben egal. Oder Hundebesitzern das Abrichten nur mittels Streicheleinheiten erlauben. Angler als Fischmörder hinstellen. Leute, ohne Jäger und Angler gäbe es Chaos in den Wäldern, kaum Fische im Fluss usw. Normalerweise müsste man Fanatiker unter den Tierschützern sofort anzeigen, wenn sie eine Mücke erschlagen. Oder ein Stück Fleisch essen. Ja, jeder von ihnen ist ja wie wir alle ein milliardenfacher Mörder. SIND DENN PFLANZEN KEINE LEBEWESEN ? Möchten sie nicht auch Leben ? Aber zurück. Mir tut Tier, aber auch die Frau leid. Sie wurde betrogen. Die Anzeige war unnötig.......
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