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Sa, 08:18 Uhr
01.10.2005

Nur drei weniger

Nordhausen (nnz). Trotz schlechter Wirtschaftslage, Ausbildungsplätze werden angeboten. Das Handwerk hat die Zeichen der Zeit erkannt. Nur drei Ausbildungsverträge weniger als im Vorjahr wurden abgeschlossen. Wer noch keine Lehrstelle ergattern konnte, findet hier vielleicht den entscheidenden Tip.

Das Handwerk im Kammerbezirk Erfurt hat zum Stichtag 30. September 2019 Ausbildungsverträge abgeschlossen. Dies sind nur drei Verträge weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. „Wir sind ausgesprochen zufrieden. Denn aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtsituation im Handwerk ist das Erreichen solcher Ausbildungszahlen eine enorme Leistung und auch Kraftanstrengung unserer Betriebe. Ich danke allen Ausbildungsbetrieben für dieses Engagement. Anlass zur Euphorie gibt es aber keinen. Immer noch ist das Handwerk hier in Thüringen unter großem konjunkturellen Druck.

Seit 1997 gehen im Handwerk Arbeitsplätze verloren. Unsere Umsätze sinken und das Bauhandwerk scheint immer noch nicht das Ende der Talfahrt erreicht zu haben. Dass dennoch wieder so viele Betriebe wie im Vorjahr auf Ausbildung und damit auf Zukunft setzen, ist ein Lichtblick aber kein Durchbruch, “ erklärt der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Erfurt, Dr. Dieter Artymiak.

Die Handwerkskammer Erfurt wertet dieses Zwischenergebnis als ein optimistisches Zeichen des Handwerks an die Jugend. „Unsere Betriebe wissen, dass sie ihren Fachkräftebedarf langfristig nur über die Ausbildung des eigenen Nachwuchses sichern. Und damit geben sie nicht nur den jungen Menschen hier ein Chance, sondern tragen entscheidend dazu bei, dass auch das Land und die Wirtschaft zukunftsfähig bleiben. Es lohnt sich nicht nur, hier in neue Maschinen und Fabriken zu investieren. Es lohnt sich auch, in die Jugend zu investieren,“ betont Artymiak. In keinem anderen Wirtschaftsbereich wird so intensiv wie im Handwerk ausgebildet. Auf zehn Beschäftigte im Handwerk kommt ein Auszubildender.

Mehr Ausbildungsverträge als im Vorjahr wurden in der Stadt Erfurt, im Eichsfeld, in den Landkreisen Nordhausen, Unstrut-Hainich, Kyffhäuser und Gotha abgeschlossen. In der Stadt Weimar und in den Landkreisen Sömmerda und Weimarer Land sind hingegen die Ausbildungszahlen im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Stabil bleib die Zahl im Ilmkreis.

Seit Ausbildungsbeginn wurden 20 Verträge in der Probezeit gelöst. 16 offene Ausbildungsplätze sind aktuell bei der Handwerkskammer Erfurt angezeigt und können von interessierten Jugendlichen im Internet unter www.hwk-erfurt.de abgerufen werden.

Das im letzten Jahr erfolgreich gestartete Programm „Einstiegsqualifikation für Jugendliche“ (EQJ) wird in diesem Jahr mit 178 betrieblichen Praktikumsplätzen im Handwerk fortgesetzt. Ab Oktober werden diese Plätze mit „unversorgten“ Jugendlichen besetzt.
Autor: nnz

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