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Do, 10:46 Uhr
29.09.2005

Erasmus ist angekommen

Nordhausen (nnz). Gestern hatte die nnz über die feierliche Immatrikulation an der Fachhochschule Nordhausen berichtet. Dabei war auch von einem so genannten Erasmus die Rede. Sieht Erasmus so aus? Die Antwort gibt es mit einem Klick.

Erasmus ist angekommen (Foto: nnz) Erasmus ist angekommen (Foto: nnz)

Die Fachhochschule Nordhausen heißt die neuen internationalen Studierenden, die über das ERASMUS-Programm der EU an der Hochschule studieren werden, willkommen. Am Montag waren sie eingetroffen und absolvierten gleich ein umfangreiches Einführungsprogramm. Seit vielen Jahren hat die FH Nordhausen feste partnerschaftliche Beziehungen mit inzwischen mehr als 30 Hochschulen in Europa und Übersee. Im Rahmen dieser Partnerschaften und unterstützt durch die EU-Fördergelder konnten inzwischen viele Studierende aus Nordhausen Studien- und Praktikaufenthalte im Ausland verbringen. Auch in diesem Jahr werden wieder über 40 Studierende einen Teil ihre Studiums im Ausland absolvieren.

Im gerade begonnenen Wintersemester studieren acht Nordhäuser Studierende in Frankreich, Slowenien, der Türkei und den USA, weitere 12 Studierende absolvieren ein Praktikum im Ausland, u. a. in Polen, Irland und Großbritannien. Im Gegenzug heißt die Fachhochschule acht Studierende aus Polen, Litauen, Slowenien und der Türkei willkommen. Im einzelnen sind dies:

Cagla Akgül, Hacettepe University, Ankara, Türkei
Barbara Berdnik, University of Ljubljana, Ljubljana, Slowenien
Adam Kraczkowski, Akademia Podlaska, Siedlce, Polen
Renata Stepaciovaite, Vilniaus Gedemino Technikos Universitetas, Vilnius, Litauen
Evrim Ummak, Hacettepe University, Ankara, Türkei
Simona Veromejute, Vilniaus Gedemino Technikos Universitetas, Vilnius, Litauen
Izabela Wawryniuk, Akademia Podlaska, Siedlce, Polen
Jure Zupan, University of Ljubljana, Ljubljana, Slowenien

Die ERASMUS-Studierenden werden in den Studiengängen Betriebswirtschaft und Technische Informatik Kurse belegen. Ein Novum ist die Teilnahme türkischer Hochschulen am ERASMUS-Programm. Erst seit diesem akademischen Jahr nimmt die Türkei an den EU-Bildungsprogrammen teil. Immer schon war die FH Nordhausen Vorreiter bei Kooperationen mit neu hinzukommenden Staaten, so wurden schon unmittelbar nach ihrer Gründung Abkommen mit polnischen, litauischen, ungarischen und slowenischen Hochschulen geschlossen, mit denen sich schnell reger Austausch etabliert hat.

„Da das Interesse Nordhäuser Studierender groß war, in Ankara zu studieren, sind wir so bald wie möglich diesen Schritt gegangen“, sagt Thomas Hoffmann, Referent für Internationales an der Fachhochschule. Jedoch scheint es in der Bevölkerung noch viel Unkenntnis gegenüber der Türkei zu geben. Schon nach einem Tag musste Cagla Akgül aus Ankara berichten, dass sie ständig gefragt werde, warum sie kein Kopftuch trage. Ihre Antwort ist klar: „Die Türkei ist ein modernes Land, und gerade in den Städten sind die Frauen nicht anders gekleidet als woanders in Europa“.
Autor: nnz

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