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Mo, 07:00 Uhr
05.07.2021
Der neue Chef der CDU-Kreistagsfraktion René Fullmann im Gespräch

„Mitgestalten und den Bürgern etwas bieten“

In der Bahnhofstraße hat der CDU-Kreisvorstand Nordhausen sein Domizil. Hier residiert in seiner freien Zeit auch der neue Vorsitzende der Kreistagsfraktion René Fullmann. Das ist praktisch für ihn, denn so kann er den Weg von seiner Arbeitsstelle in der Agentur für Arbeit bis ins Parteibüro umweltschonend zu Fuß zurücklegen …

René Fullmann (Foto: oas) René Fullmann (Foto: oas)

René Fullmann ist mit seinen 37 Jahren ein noch sehr junger regionaler Spitzenpolitiker, kann aber auf einen langjährigen Erfahrungsschatz in der Lokal- und Regionalpolitik zurückblicken. Schon im Jahre 2004 wurde der damals 20-Jährige erstmals in den Kulturausschuss von Wolkramshausen gewählt, wo er konsequent die Interessen der Jugendlichen vertrat und sich für Jugendtreffs und eine Erneuerung des Dorflebens einsetzte. „Ich habe damals viel gelernt und begriffen, dass die Verwirklichung politischer Ziele auch immer mit einer Kompromissfindung einhergeht. Wenn es gelingt, am Ende eines Prozesses alle so mitzunehmen, dass keiner unglücklich ist, dann ist viel gewonnen“, sagt er im Gespräch mit der nnz.

Bevor der leidenschaftliche Fußballer jedoch in ein Lokalparlament einzog, absolvierte er im Landratsamt eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten und trat der Jungen Union bei. „Ich wollte mich gesellschaftlich einbringen und möglichst mit gestalten, wo es sich anbot.“ Das tat er unter anderem in der Jugendarbeit, vor allem aber im Sport. Für Furore sorgte Fullmann, als er nach der großen Flüchtlingswelle im Herbst 2015 in seinem Heimatverein SSV Blau-Weiß Wollersleben zeitweise junge Männer aus acht verschiedenen Nationen und Kulturkreisen in der ersten Männermannschaft integrierte. „Wichtig war uns damals, den Jungs eine Perspektive aufzuzeigen und sie mit der Lebens- und Denkweise ihrer neue Heimat vertraut zu machen. Dazu gehörte auch das Erlernen der deutschen Sprache und die Einhaltung von Regeln und Normen“, erinnert er sich. Heute sind noch drei Kicker aus dieser Phase im Verein, der Rest der Truppe hat inzwischen die Region verlassen.

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Perspektiven aufzuzeigen ist eines seiner Hauptanliegen in der Politik. So möchte er sich bald mit den Jugendkoordinatoren im Kreis verständigen, wie man den jungen Leuten etwas anbieten kann. Ganz wichtig ist René Fullmann der zügige Breitbandausbau im Landkreis, den er für einen entscheidenden Standortfaktor für die Zukunft hält. „Wenn wir die jungen Menschen in der Region halten wollen, dann müssen wir ihnen Ihnen auch etwas anbieten. Und ohne eine gute Internetverbindung läuft heute nichts mehr,“ weiß der CDU-Mann.

Als Finanzcontroller in der Nordhäuser Agentur für Arbeit ist logischerweise ein weiteres seiner Interessenfelder die Jobpolitik und Versorgung der Bevölkerung mit Jobs und Ausbildungsplätzen.

Wie es gehen kann, haben Fullmann und seine Mitstreiter in Wolkramshausen mit dem Mehrgenerationenhaus bewiesen. Über das regionale LEADER-Programm haben sich die Wolkramshäuser Schritt für Schritt einen neuen Spielplatz, einen Festplatz und schließlich ein schmuckes Dorfzentrum erarbeitet, in dem nun gefeiert werden kann und das von den Einwohnern dankbar angenommen würde.

Als neuer Fraktionschef im Kreistag profitiere er von der unglaublichen Erfahrung seines Vorgängers Egon Primas, der über drei Jahrzehnte in Parlamenten aktiv war und ihm viele Tipps geben könne. Außerdem komme ihm entgegen, dass er einen Haushaltsentwurf sehr gut lesen könne, verrät René Fullmann, der im Kreistag auch Finanzausschussvorsitzender ist. In der alltäglichen politischen Arbeit bezieht er einen deutlich abgegrenzten Standpunkt zum amtierenden Landrat Jendricke. „Ich bin kein Freund der Gießkannenpolitik, nach der alle das gleiche bekommen sollen. Diejenigen, die den wenigsten Saft haben, müssen zuerst einen Schluck aus der Pulle kriegen“, formuliert er seine Philosophie.

Fullmann will angefangene Projekte erst sauber beenden, ehe immer wieder neue angeschoben werden, wie er es zur Zeit beim Landrat beobachtet. Es bedürfe eines regionalen Entwicklungsmanagements und man müsse auch dien zeit nach dem Auslaufen der Bedarfszuweisungen bedenken. Dann müssen alle neuen Projekte auch gewartet und betrieben werden, aber es gibt dafür kein Fördergeld mehr.

Und er will endlich eine Ansiedlung im Industriegebiet an der Goldenen Aue erleben. „Hier muss vom hohen Ross runterstiegen und auch über die Ansiedlung von Logistikern oder ähnlichen Unternehmen nachgedacht werden“, fordert René Fullmann. „Es kann nicht sein, dass auf einem 35 Millionen teuren Gelände niemand arbeitet.“

Sein Credo für die nächsten Jahre bleibt dem bisherigen ähnlich: „Viel zuhören und vor Ort präsent sein.“ Mit dieser Vorgehensweise hat er in den letzten Wahlkämpfen im Kreis viele Erfahrungen und Erkenntnisse gesammelt. "Die Leute wollen beachtet und mitgenommen werden." In René Fullmann werden sie in den nächsten Jahren einen engagierten und ideenreichen Ansprechpartner haben, der sich im Kreistag für die Belange der Bürger einsetzen und Chancengleichheit und Gerechtigkeit herstellen will.
Olaf Schulze
Autor: osch

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Kommentare
Paul
05.07.2021, 20:12 Uhr
Zu Fuß und Umwelt schonend???
Ja wenn wir Alle so kurze Wege zur Arbeit hätten, bräuchte KEINER mehr mit dem Auto fahren. Oder denkt ihr die Leute fahren jeden Tag Kilometer weit zur Arbeit weil das soviel Spaß macht ????
Erwarte Antworten !!!
Alex Gösel
05.07.2021, 23:29 Uhr
Antworten...
Werter Paul,

Sie denken doch nicht allen ernstens dass Ihnen ein Politiker antwortet, oder? Die geben sich doch nur mit dem "Mob" ab, wenns um Wahlstimmen geht, oder? Danach sind doch alle Wahlversprechen vergessen, oder?

Außerdem sieht man an dieser Äußerung, wie weit es in unserer "demokratischen" Politik steht, oder irre Ich mich?

Ihr

ottO treberT
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