eic kyf msh nnz uhz tv nt
Mo, 11:36 Uhr
19.09.2005

Ab-, an- und umgemeldet

Nordhausen (nnz). Existenzgründerseminare sind immer noch „in“. Auch die Ich-AG`s haben dieser Erwachsenen-Bildung einen Aufschwung gegeben. Doch hat das Seminaristische auch genutzt? Antworten mit einem Klick.


In Thüringen gab es im ersten Halbjahr dieses Jahres 11 399 Gewerbeanmeldungen und 9 316 Abmeldungen. Während die Zahl der Anmeldungen um 418 bzw. 3,5 Prozent rückläufig war, stieg die Zahl der Abmeldungen um 426 bzw. 4,8 Prozent an.
In der Gesamtzahl der Anmeldungen sind auch 2 731 Nebenerwerbstätigkeiten (24 Prozent), bei den Abmeldungen waren es 1 421 (15,5 Prozent). Außerdem wurden in Thüringen 3 704 Gewerbe umgemeldet.

9 684 bzw. 85 Prozent aller Gewerbeanmeldungen waren Neuerrichtungen und 7 530 bzw. 80.8 Prozent aller Abmeldungen Aufgaben. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2004 ist die Zahl der Neuerrichtungen um 552 bzw. 5,4 Prozent deutlicher zurückgegangen als die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen (- 3,5 Prozent). Dies ist auf den gleichzeitigen Anstieg der Übernahmen (+ 9,7 Prozent) und Zuzüge (+ 6,9 Prozent) zurückzuführen.

Analog dazu ist auf der Abmeldeseite die Zahl der Aufgaben um 412 bzw. 5,8 Prozent stärker angestiegen als die Gesamtzahl der Abmeldungen (+ 4,8 Prozent). Die übrigen Abmeldungen betrafen Übergaben (+ 1,4 Prozent) und Fortzüge (+ 0,1 Prozent).

In den neuen Bundesländern wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres 68 529 Gewerbe angemeldet, ein leichtes Plus von 226 bzw. 0,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (Thüringen - 3,5 Prozent). Die Zahl der Gewerbeabmeldungen ist um 5 689 bzw. 11,6 Prozent deutlicher angestiegen gestiegen als in Thüringen (+ 4,8 Prozent). Auf 100 Anmeldungen kamen in den neuen Bundesländern durchschnittlich 80 Abmeldungen. Unter diesem Mittelwert lagen Mecklenburg-Vorpommern (76), Brandenburg (77) und Sachsen (79), während Thüringen (82) und Sachsen-Anhalt (87) darüber lagen.

In Thüringen waren 2 618 bzw. 27,0 Prozent aller Neuerrichtungen so genannte Betriebsgründungen, bei denen eine wirtschaftliche Substanz vermutet werden kann. Die Zahl der Betriebsgründungen sank um 208 bzw. 7,4 Prozent und somit stärker als die der Neuerrichtungen und Gewerbeanmeldungen.Im Vergleich dazu ist die Zahl der Betriebsaufgaben mit 2 414 gegenüber 2 428 im ersten Halbjahr 2004 um 0,6 Prozent nur geringfügig gesunken.

Nach Wirtschaftsbereichen betrachtet gab es mit 45,8 Prozent die meisten Anmeldungen im Dienstleistungsbereich. Im Handel und Gastgewerbe waren es 34,1 Prozent und im Produzierenden Gewerbe 18,6 Prozent. Von Abmeldungen war ebenfalls der Dienstleistungsbereich mit 42,6 Prozent besonders betroffen, gefolgt vom Bereich Handel und Gastgewerbe mit 38,8 Prozent und dem Produzierenden Gewerbe mit 17,2 Prozent. Besonders ungünstig verlief das Gründungsgeschehen im Baugewerbe. Dort sank gegenüber dem Vergleichszeitraum 2004 die Zahl der Gewerbeanmeldungen um 7,3 Prozent, während sich die Zahl der Abmeldungen um 12,8 Prozent erhöhte.

Regional betrachtet gab es bei den Anmeldungen die größten Veränderungen in den Landkreisen Sömmerda (+ 23,9 Prozent) und im Weimarer Land (+ 9,4 Prozent) bzw. in Nordhausen (- 19,8 Prozent) und im Saale-Holzland-Kreis (- 19,3) sowie bei den Abmeldungen im Landkreis Sömmerda (+ 31,4 Prozent) und in der Stadt Gera (+ 20,1 Prozent) bzw. in der Stadt Eisenach (- 15,2 Prozent).
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)