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Do, 11:50 Uhr
17.06.2021
Thüringer AfD sieht Energiewende als gescheitert

„SuedLink“ gehört in den Reißwolf!

Nach einem gestern vorgestellten Gutachten des Umweltverbands BUND in Thüringen ergeben sich massive Zweifel am Nutzen der geplanten Stromtrasse „SuedLink“. Darauf weist die umweltpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag hin...

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Laut Gutachten sei die „SuedLink“-Trasse unnötig und zu teuer, weil das 700 Kilometer lange Erdkabel zur Weiterleitung des in der deutschen Küstenregion erzeugten Windstroms nach Süddeutschland nur für die seltenen Stromlastspitzen sinnvoll sei und daher nur wenige Stunden pro Jahr ausgelastet würde.

Diese Spitzenwerte könnten aber mit regionaler Stromerzeugung entschieden kostengünstiger und umweltfreundlicher abgefangen werden. Die Kosten für die SuedLink-Trasse in Höhe von zehn Milliarden Euro übersteigen deren Nutzen um Größenordnungen.

Hierzu erklärt Nadine Hoffmann, umweltpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag:
„Die Energiewende ist krachend gescheitert! Es ist mehr als bezeichnend für die Fehlplanung der Energiewende auch in Form von ‚SuedLink‘, wenn selbst Verbände wie der BUND – die sich ansonsten für die vermeintliche ‚Energiewende‘ stark machen – diese Trasse ablehnen. Die AfD setzt sich seit Jahren für eine dezentrale und regionale Stromversorgung ein, für die solche in höchstem Maße umweltschädlichen und über die Köpfe der Bürger hinweg geplanten Großprojekte unnötig sind.

Die Landesregierung ist jetzt gefordert, die berechtigten Einwände von BUND, Wirtschaft und den in den betreffenden Regionen lebenden Menschen endlich aufzugreifen und sich auf Bundesebene dafür einzusetzen, dass die Projekte ‚SuedLink‘ und ‚SuedOstLink‘ im Reißwolf landen!“
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Kommentare

17.06.2021, 12.38 Uhr
Oberstudienrat | dezentrale und regionale Energieversorgung...
...ist absolut richtig !

Aber vernetzt sollte sie trotzdem sein um Flauten, Ausfälle und trübes Wetter und hohe Lasten in einzelnen Regionen ausgleichen zu können.... deswegen finde ich es sinnvoll, den sonnigen Süden mit dem windigen Norden zu verbinden.

Ja es kostet Geld, aber sichert langfristig die Energieversorgung und ich bin nicht sicher ob der Bau von vielen regionalen Kraftwerken (Wind, Solar, Biomasse, Gas oder sonst was) und/oder Speichern nicht unterm Strich teurer ist.

Im Übrigen wird gerade Halbdeutschland umgegraben um Glasfaserkabel zu verlegen - da ist ja wieder jeder dafür...

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17.06.2021, 15.07 Uhr
Paulinchen | Das ganze Problem...
... würde durch den Neubau eines modernen Atomkraftwerkes bei Schweinfurt gelöst. Die Welt errichtet Atomkraftwerke und die Grünen wollen den Strom mit dem Fahrrad erzeugen. Wir machen uns immer mehr zum Gespoett bei der Stomerzeugung auf der Welt. So langsam kommen wir in den Gleichschritt mit Nordkorea. Dort schwindet der Lebenskomfort auch stetig nach unten. Den Menschen wird vorgeschrieben welche Frisur, Schuhe und Kleidung zu tragen ist. Hier will man uns vorschreiben, welche Autos wir kaufen müssen, was wir essen sollen und wie wir schreiben und reden müssen. Wenn wir gewählt haben und es passt ganz oben nicht, wird es fix geändert. So gaaaanz nebenbei wird uns noch eine weitere Parallelgesellschaft untergejubelt.

Merkt das niemand?

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17.06.2021, 15.48 Uhr
Trüffelschokolade | Energieversorgung
WIe sieht laut AfD die dezentrale und regionale Energieversorgung aus - was ja an sich eine gute Sache ist - wenn sie sich zeitgleich gegen alles stellt, was das ermöglich soll? Sollen wir anfangen großflächig Kohlekraftwerke in ganz Thüringen zu bauen? Atomkraft statt der Schweinemast vor Nordhausen, riesige Gasanlagen auf dem Erfurter Petersberg, etc?

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17.06.2021, 15.59 Uhr
Oberstudienrat | weitergedacht, Paulinchen...
....und wie bekommen Sie den Strom von Ihrem AKW in Schweinfurt nach Hamburg oder ins Ruhrgebiet ? ...

mit einer STROMTRASSE vielleicht ? Eigentlich ging es doch darum und nicht um die Art der Stromerzeugung... und dezentrale Energiegewinnung ist auch anders als ein AKW in Schweinfurt.

Um im Bild zu bleiben: Wenn Sie für ein AKW in Schweinfurt sind, haben Sie ja sicher auch nichts gegen ein Atommüllendlager im Kohnstein, oder ?

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17.06.2021, 16.59 Uhr
Paulinchen | Ja Herr Oberstudienrat....
... vielleicht nehmen Sie sich mal die Zeit und informieren sich über den derzeitigen Stand der modernen AKW. Als Beispiel bietet sich Finnland an.
Im übrigen stellt sich mir die Frage, wie Sie auf die Weiterleitung der Energie nach Hamburg kommen? Die Trasse, um die es sich im Artikel dreht, führt die Energie nach Bayern. Nach meiner Kenntnis liegt HH in einer etwas anderen Richtung. So ganz nebenbei sollten Sie auch wissen, wie der Streckenverlauf der gesamten Tasse verläuft. Der Haken nach Thüringen ist im Prinzip Unsinn, dadurch wird sie nur länger. Aber in Hessen wird gegen die Verlegung aufs schärfste protestiert. Das zumindest, habe ich auf den Planungunterlagen zu Beginn der Diskussion gelesen. Offenbar verdient aber noch ein Parasit an der Abholzung einiger Waldflaechen mit. Den Thüringern kann man das ganze ja zumuten, was man im Westen nicht will.

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17.06.2021, 18.57 Uhr
diskobolos | Paulinchens Träume
Ein AKW wird in überschaubarer Zukunft weder in der Nähe von Schweinfurt noch sonst irgendwo in D gebaut. Wollen Sie eines in Ihrer Nähe?
Schon der Bau eines Endlagers wird kaum möglich sein. Bevor das existiert, brauchen wir über neue AKW nicht nachzudenken.

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17.06.2021, 19.57 Uhr
Oberstudienrat | Die Trasse...
... Soll windstrom vom Norden (exemplarisch Hamburg) in den Süden (Bayern) bringen. Richtig. Wenn man aber in Schweinfurt ein hypothetisch AKW bauen wollte müsste man ja dann den Strom auch in die anderen Landesteile bringen. Eine stromleitung funktioniert in beide Richtungen, paulinchen... versprochen! Den Windstrom im Norden wollen Sie (bzw. die AFD) ja genauso wenig wie den Solarstrom im Süden. Oder sollten wir dann im Norden auch ein AKW bauen? Dann lohnt sich das endlager im kohnstein wenigstens richtig...

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17.06.2021, 20.24 Uhr
Paul | Oberstudienrat
Diese Modelle der Stromversorgung in Deutschland dürften wohl kaum den Strombedarf absichern. Und wenn die BRD nicht schon lange Atomstrom aus dem Ausland (Polen, Tschechei, Frankreich ect.) dazu kaufen würde wäre hier schon sehr oft das Licht ausgegangen.
Also wir können uns dieses Geschwafele von irgend welchen hirnrissigen Spinnern sparen. Wir sprechen uns wieder, wenn das letzte Kraftwerk in D aus ist. Entweder wird dann noch mehr Strom aus dem Ausland gekauft oder Deutschland bleibt DUNKEL.

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17.06.2021, 22.15 Uhr
redela | Über den Tellerrand
Solche Großprojekte sind natürlich in Frage zu stellen. Es gibt gute Alternativen.
"Bottrop - von der Kohlestadt zur Musterstadt"-
lest da mal rein. Es geht darum, Energie zu sparen.
Und unsere Mobilität und Fleischkonsum zu überdenken. Das sind große Energiefresser. Das ist schon lange bekannt.
Wir brauchen Ideen- und keine Empörung.
Und natürlich Bürgerbeteiligung. In Bottrop hat das interessanterweise gut funktioniert.

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