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Mi, 16:23 Uhr
09.06.2021
Aus dem Landtag

SPD kritisiert Vorschläge zum Renteneinstieg

Der sozialpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Denny Möller hält den Vorschlag des Wissenschaftlichen Beirats des Bundeswirtschaftsministeriums, das Renteneintrittsalter auf 68 Jahre zu erhöhen, für nicht geeignet...

„Die demografische Entwicklung schreitet seit Jahrzehnten voran und ist kein neuerliches Problem. Es gibt gerechtere Möglichkeiten, als die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer länger arbeiten zu lassen, um die gesetzliche Rente zu stärken. Wir als Thüringer SPD-Fraktion fordern eine durch Beiträge und Steuern finanzierte Erwerbstätigenversicherung für alle, in die auch Beamtinnen und Beamte sowie Selbstständige einzahlen und so die Umlagefinanzierung stabilisieren.“

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Außerdem müsse der Beitragssatz zur Rentenversicherung angepasst werden, so Möller. Dazu müssen die Löhne entsprechend der Produktivitätsentwicklung gesteigert werden, ebenso müsse der gesetzliche Mindestlohn auf 12 Euro pro Stunde erhöht werden: „Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber dürfen bei einer Erhöhung des Rentenbeitrags nicht ausgespart werden. Unternehmen stehen in der gesellschaftlichen Verantwortung, sich an der Finanzierung der Rente verstärkt zu beteiligen und nicht reine Profitinteressen zu verfolgen.“
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Kommentare

09.06.2021, 16.43 Uhr
geloescht 20210614 | das ist ja schön wenn jemand kritisiert
ändern soll man das System.
Alle Empfänger von Zuwendungen des Staates(Rente) haben dem Rentensystem als Beitragszahler zur Verfügung zu stehen.
Egal wer das als Bürger auch sein mag.Jedes Einkommen ist Rentenverpflichtend.
Auch Beamte ,Selbstständige oder Millionäre.Es gibt Staaten die machen es vor.
Eine Rentenverminderung durch erhobene Steuern ist ein Witz.
Der Staat soll dafür sorgen,dass genügend Kinder gezeugt werden.Fin.Anreize und Steuervergünstigungen könnten eine Rolle spielen.
Soziale Sicherheit ist natürlich Grundvoraussetzung.
Also bitte entsprechende Rahmenbedingungen dafür schaffen
und nicht den Leuten mit einer schweren Angsthysterie sprich Corona ,ständig auf den Keks gehen.
Afd bitte mal sowas in ihr Wahlprogramm aufnehmen.
Die Nationale Front kann das nicht.Streut nur Worthülsen und Populismus unter die "Wahlherde".

11   |  4     Login für Vote
09.06.2021, 18.09 Uhr
N. Baxter | abwarten, bald ist Wahl
danach werden sich alle einig sein, es geht rauf.
Die Kassen sind leeeeeer....

6   |  3     Login für Vote
09.06.2021, 18.26 Uhr
Echter-Nordhaeuser | "Renteneintrittsalter auf 68 Jahre!?"
Das ist schon mal eine Hausnummer Rente mit 68 j.
Wieviele würden das wohl schaffen, aber unser Staat spekuliert damit das viele schon vorher den Löffel abgeben das sie gar keine Rente mehr bezahlen müssen. Gott sei Dank das ich Rentner bin, wenn unsere Nachfolger(Jugend) nichts tun werden sie ausgepresst wie eine Zitrone. Aber Hauptsache das Klima stimmt der Rest ist Nebensache.

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09.06.2021, 18.37 Uhr
DonaldT | SPD kritisiert Vorschläge zum Renteneinstieg
Scheinheilig!

Hat die SPD vergessen, wer uns die Rentereform eingebrockt hat?
Hat die SPD vergessen, auf wessen Mist Hartz IV gewachsen ist?

Die müssen Alzheimer haben, offensichtlich im letzten Stadium.

10   |  6     Login für Vote
09.06.2021, 18.38 Uhr
DDR-Facharbeiter | Woher nehmen und nicht stehlen, Herr Möller ?
"Unternehmen stehen in der gesellschaftlichen Verantwortung, sich an der Finanzierung der Rente verstärkt zu beteiligen und nicht reine Profitinteressen zu verfolgen.“ sagte Denny Möller, sozialpolitischer Sprecher der Thüringer Landtagsfraktion- SPD.
Meines Wissens legt das Unternehmen noch mal ca. 100 % des Mitarbeiter-Rentenbetrages drauf. Wieviel mehr darf es denn sein, Herr Möller, damit ein produzierendes Unternehmen sich noch Produktionsfaktoren wie Gebäude, Rohstoffe, Maschinen leisten kann ? Die Arbeitgeberin/der Arbeitgeber will ja für ihre/seine dispositive Arbeit auch Lohn bekommen, weil sie/er sich und ihre/ seine Familie ernähren, Krankenkasse zahlen müssen und hundert Prozent in ein nicht staatlich bezuschusstes teures Renten-Versorgungswerk einzahlen müssen. Ausserdem kann ein Unternehmer*In freiwillig der Renten-Versicherung beitreten. Schon Marx und Engels wussten, ein Unternehmen muss Zinsen und Tilgung für den Produktionsfaktor Betriebskapital an die Bank zahlen. Marx und Engels wussten auch ," dass man nicht mehr ausgeben kann als reinkommt". Woher nehmen und nicht stehlen, Herr Möller ?

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09.06.2021, 19.58 Uhr
Marino50 | Renteneinstieg
Ich sehe schon die gewerblichen Arbeitnehmer auf allen Vieren kriechend arbeiten.
Wie hoch ist eigentlich die Rentenerhöhung in diesem Jahr? NULLRUNDE? Die Diätenerhöhung ist hoffentlich gewährleistet.

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09.06.2021, 20.37 Uhr
Oberstudienrat | Erstaunlich...
... Es gibt tatsächlich mal etwas wobei ich unserem andreaspaul mal zustimmen kann. Ich würde das jedoch nicht nur auf die Rentenbeiträge beschränken, sondern auf alle Sozialversicherung ausweiten...dann brauchen wir keine privaten Krankenkassen mehr, die die grundvetsorgung abdecken. Private Renten- und Krankenversicherer haben ihre Daseinsberechtigung für über die grundvetsorgung hinausgehende Leistungen. Es ist für mich völlig unverständlich, warum beamte aus der Solidargemeinschaft herausgenommen werden. Auch ist es nicht nachvollziehbar wieso Arbeitnehmer ab einem mittleren Einkommen sich komplett privat versichern können und so ebenfalls aus der Solidargemeinschaft verschwinden. Wir brauchen keine zweiklassenmedizin und auch keine Trennung zwischen Renten und Pensionen.... Im Grunde hätten wir dann das, was vor Jahren als Burgerversicherung gefordert wurde. In meinen Augen der einzige Weg, unser umlageorientiertes Sozialsystem zu erhalten - es auf breitere Beine stellen

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09.06.2021, 22.22 Uhr
Berserkertom63 | Renteneintritt
Es ist eine absolute Frechheit, das Renteneintrittsalter nochmals zu erhöhen. In Griechenland gehen die Arbeitnehmer mit 55 Jahren in Rente und das bei einem gut Zehntel der deutschen Wirtschaftsleistung. In Syrien mit 50 Jahren. Wir als Verlierer des 2. Weltkrieges, sind seit 1645 moderne Sklaven der Zioni........ Welt Herrschaft. Aber das "Volk" schläft weiter und zahlt Steuern, die sie nie zahlen müssten. Beschränke mich hiermit, NNZ ist Zensuriert...

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09.06.2021, 22.43 Uhr
Rene Strube
Der Beitrag wurde deaktiviert – Beziehen Sie sich in Kommentaren auf den Inhalt des Artikels.
10.06.2021, 06.08 Uhr
Kobold2 | Bürgerversicherung
Geht doch gar nicht. Das ist doch Rot Rot Grünes Zeugs und bringt uns ins Verderben.... ;)

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10.06.2021, 07.36 Uhr
Rene Strube | Bezog mich aufs Thema
Ich nannte im nicht veröffentlichten Kommentar Beispiele dafür, für welche Verschwendung von Steuermitteln Sozialdemokraten mit verantwortlich sind. Rente wird nicht nur aus Beiträgen bezahlt. Es fließt auch ein Steuerzuschuss in die Rentenkasse.
Wenns also bei den Steuern eng wird, kann auch dadurch ein "Finanzierungsproblem" bei der Rente entstehen bzw. verschärft werden.
Ich gehe davon aus, das sich "Sozialdemokraten" in Berlin und Erfurt nach dem September 2021 nicht mehr gegen eine Erhöhung des Renteneintrittsalters stellen.
Wer das glaubt, hat mindestens die letzten 20 Jahre geschlafen.

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10.06.2021, 08.43 Uhr
Paulinchen | Wer hat eigentlich Anspruch...
.. auf die Rente in Deutschland?
Wenn ich Morgen in ein anderes Land übersiedele, bekomme ich dann auch die Rente in meinem Wahlland, gemäß der dortigen Höhe? Oder muss ich mir meine Rente aus Deutschland nachschicken lassen?
Ich gehe mal davon aus, dass da der Hase im Pfeffer liegt. In Deutschland, dem Land wo Milch, Honig und Geld in ungeahnten Mengen fließen, bekommen Menschen Rente, obwohl sie nicht eine Minute lang gearbeitet haben. Weshalb beziehen diese Menschen nicht ihre Rente aus ihrem Heimatland?? Für mich hat das mit dem Begriff Solidargemeinschaft nichts mehr zu tun. Es kann und darf ich nicht sein, dass die Menschen in unserem Land bis kurz vor dem Tod arbeiten müssen und dann mit einer Rente abgespeist werden, die weder zum Leben noch zum Sterben reicht! Wenn zum Beispiel der Sultan der Türkei ruft, fliegt die Masse hin. Aber wo bleibt das Geld von dort??

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10.06.2021, 09.24 Uhr
diskobolos | Rente ist immer ein sehr sensibles Thema,
besonders vor Wahlen. Da sollte man sich besonders um Sachlichkeit bemühen, Berserkertom! In GR ist das gesetzliche Renteneintrittsalter 62, nicht 55. Obwohl die Renten niedrig sind, kann sich das Land das eigentlich nicht leisten.
Alles so ähnlich wie in D. Obwohl die Probleme mit unserer Demografie bekannt waren, haben die Parteien aus dem Rententopf Wahlgeschenke verteilt (Mütterrente, "Rente mit 63", Grundrente), für die es keine Deckung aus Beiträgen gibt. Mit der "doppelten Haltelinie" wurden die Gemüter der Wähler beruhigt. Bleibt es dabei, muss in einigen Jahren die Hälfte des Bundeshaushaltes zugeschustert werden.
Eine Erhöhung der Abgaben (egal ob Steuern oder Beiträge) werden die Arbeitenden nur begrenzt hinnehmen. Schwarzarbeit und Abwanderung nehmen dann zu.
Mit anderen Worten, liebe SPD, wer heute Überlegungen ablehnt, sollte gut durchgerechnete Vorschläge machen und keinen populistischen Unsinnverbreiten.

Ein Problem für alle Parteien: Wer die Wahrheit sagt, wird vom Wähler dafür abgestraft.

Krankenversicherung ist ein eigenes Thema.

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10.06.2021, 09.37 Uhr
Kritiker2010 | Alle klappern mit den Löffeln, doch der Topf ist leer.
Wollen wir mal nachrechnen, warum:

Lebenserwartung: (Tendenz weiter steigend)
1950: (m) 64,6 Jahre, (w) 68,5 Jahre
2020: (m) 80,4 Jahre, (w) 84,4 Jahre
--> +24%

Rentendauer (kalkulatorisch):
1950: ca. 1,55 Jahre
2020: ca. 17,4 Jahre
--> + 1.000 %

Bevölkerungsanteil Rentner:
1950: 15%
2020: 40%
--> +167%

Wochenarbeitszeit (Durchschnitt):
1950: ca. 48 h
2020: ca. 36 h
--> -25%

Arbeitnehmer pro Rentner:
1950: 6
2020: 2

Anhand dieser wenigen Zahlen wird deutlich, dass das bisherige Rentensystem untragbar ist. Wollte man die Rente aus den aktuellen Rentenbeiträgen und den schrumpfenden Rücklagen bezahlen, so läge das Rentenniveau bei einem Buchteil - vielleicht 50% oder sogar 20% des aktuellen Niveaus.

Selbst wenn heute alle Erwerbstätigen in einen Topf einzahlen würden, und die aktuellen Rentenempfänger nichts daraus bekämen, so könnte davon nicht einmal die Rente in der Zukunft bezahlt werden.

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10.06.2021, 10.29 Uhr
Oberstudienrat | In 2019
Gab es in Deutschland 45,3 Mio. Erwerbstätige(allin - also einschließlich Beamte und Selbstständige) und 25,8 Mio. Rentner. Ich denke, dass das locker ausreichen würde um gescheite Renten zu finanzieren.

Im Übrigen gab es in Deutschland in 2019 gerade mal 1,7 Mio. Beamte...

Zahlen von destatis/Statista...

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10.06.2021, 12.32 Uhr
pseudonym | Produkivitätsteigerungen...
und technologischer Fortschritt wird irgendwie nie zur Kenntnis genommen.
1950 haben wieviele Leute in der Landwirtschaft oder einfache mechanische Tätigkeiten im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung ausgeübt? Es ist überhaupt kein Problem, wenn heute 2 Arbeitnehmer auf einen Renter kommen als früher mit 6:1
Es gibt kein Einnahme- oder Versorgungsproblem in der Rente. Es gibt ein Verteilungsproblem.
Genauso wie die Mär vom Fachkräftemangel.
1930 gabs ca. 60Mio Einwohner, und man hat Autobahnen mit der Hand gebaut, 2/3 haben in der Landwirtschaft gearbeitet und trotzdem hat man die Alten versorgt und nach 45 das Land wieder aufgebaut. Da gabs komischerweise keine Rentenkrise. Heute ist der Landwirt allein aufm Acker, in der Industrie steht noch einer der den Roboter programmiert. Wo bzw was arbeiten denn bitte die 83 Mio Bürger? Alle Programmierer für Handyspieleapps?

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10.06.2021, 14.14 Uhr
diskobolos | Kein Problem?
"Es ist überhaupt kein Problem, wenn heute 2 Arbeitnehmer auf einen Renter kommen..."
DOCH, das ist es. Die Erwerbstätigen müssen nämlich nicht nur für die Rente, sondern auch für das Gesundheitswesen und die Steuern aufkommen. Da ist man schnell bei 70% Abgaben (50 haben wir ja heute schon.)

Dazu kommt, dass viele in der Internetwirtschaft sich dem Abgabensystem entziehen (Airbnb, Uber, ...) und große Konzerne (Amazon, FB, Google,...) nicht gewillt sind in D Steuern zu zahlen. Der Rest der Arbeitenden, ist dann schnell überfordert und macht Home-Office von irgendwo auf der Welt.

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10.06.2021, 15.21 Uhr
Oberstudienrat | Im Grunde hat andreaspaul
... Das Problem doch benannt. Es zahlen einfach zuwenig in die Sozialsysteme ein.

Laut destatis waren Ende April 2021 44,4 Mio. Menschen in Deutschland erwerbstätig. Das entspricht einer Erwerbstätigenquote (Anteil der Erwerbstätigen an der Menge der Menschen im erwerbsfähugen Alter) von 76,7%. Von den 44,4 Mio. waren 33,8 Mio. Sozialversicherungspflichtig. Also zahlen 33,8 Mio. Menschen in das Sozialsystem ein. Dem gegenüber stehen 25,8 Mio. Rentner (2019... dürften also im April ein paar mehr gewesen sein). Also 1,3 Arbeitnehmer finanzieren einen Rentner. Das durchsxhnittseinkommen in Deutschland liegt bei knapp 40.000 Euro brutto, der Renten beitragssatz bei 18,6% (die Hälfte zahlt der Arbeitgeber). Also hat der Durchschnittsarbeitnehmer pro Jahr 7440 Euro Renten Beiträge gezahlt. Da aber 1,3 Arbeitnehmer einen Rentner finanzieren 74400 x 1,3 werden für jeden Rentner pro Jahr 9.672 EUR Renten Beiträge gezahlt. Noch ein paar Zinsen darauf... Pi mal Daumen 10.000 EUR Beitragszahlungen pro Rentner im Jahr. Das das nicht für eine auskommliche Rente reicht, sollte allen klar sein.

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10.06.2021, 18.50 Uhr
diskobolos | Viele Vorschläge für Rentenreformen
sind nicht so einfach zu realisieren, wie oft glaubt wird.
Die Einführung eines kapitalgedeckten Systems würde nur parallel zum jetzigen System gehen, denn die Rentner erwarten jeden Monat das Geld aus den Beiträgen. Zwei Systeme zu bedienen ist völlig illusorisch.

Beamte kann man nicht so einfach zur Zahlung von Beiträgen verpflichten. Der Staat ist ihnen gegenüber eine Verpflichtung eingegangen, die er einhalten muss.

Die Einbeziehung von Apothekern und Steuernberatern in die GRV dürfte die bestehenden Systeme nicht gefährden.

Eine Reform, die dann vom BVerG kassiert würde, nützt gar nichts.

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10.06.2021, 20.00 Uhr
Oberstudienrat | kapitalgedeckte Systeme...
...entsprechen privaten Rentenversicherungen oder schlicht einem Sparvertrag. Die haben ihre Daseinsberechtigung. Allerdings darf das in meinen Augen nicht dazu führen, dass die Solidargemeinschaft geschwächt wird, da sich Menschen mit geringem Einkommen ggf. private Altersvorsorge einfach nicht leisten können...ja oft noch nicht mal sparen können.

In unserem Rentensystem war es ursprünglich so gedacht, dass diejenigen, die viel einzahlen, diejenigen subventionieren, die nur wenig einzahlen können - ein Solidarsystem. Ich bin kein Freund von derartiger Umverteilung, aber was wäre die Alternative ? Altersarmut für viele ! Vielleicht wäre es ein Ausweg, einen progressiven Rentenbeitrag zu erheben (ähnlich, wie bei der Besteuerung von Einkommen - außer Kapitaleinkünfte (Nachbesserungsbedarf !)) bei gleichzeitiger Umgestaltung der Rentenformel. Das Ganze kann aber nur funktionieren, wenn auch Gutverdiener in die Rentenkasse einzahlen. Wenn nur Geringverdiener einzahlen...muss sich keiner wundern, wenn dann die Renten auch gering ausfallen.

Ja, der Staat ist seinen Beamten gegenüber eine Verpflichtung eingegangen ... aber gerade Beamte haben als Staatsbedienstete der Gesellschaft gegenüber auch eine Verpflichtung - egal, diese 1,7 Mio. Beamten retten das Rentensystem auch nicht.... und jeder von uns hätte Beamter werden können.

Es ist eher eine ethische als eine wirtschaftliche Frage. In meinen Augen ist unser Rentensystem dringend reformbedürftig.

Ein abendfüllendes Thema...

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10.06.2021, 22.11 Uhr
diskobolos | Drei Anmerkungen für den OStR
Früher funktionierte die GRV nach dem Äquivalenzprinzip: Wer mehr eingezahlt hat, bekam im gleichen Verhältnis mehr Rente. Dann erkannten die Parteien die Rentenkasse als Quelle für Wahlgeschenke. Die Beschenkten waren dankbar, aber diejenigen, die das zu bezahlen haben, merken es erst in der Zukunft.
Umverteilung zur Minderung von Altersarmut ist akzeptabel. Aber warum muss der Krankenpfleger die Mütterrente der Chefarztgattin bezahlen, oder die Alleinerziehende zwei geschenkte Rentenjahre des VW-Arbeiters?

Ein Beamter (ich bin keiner) hat quasi einen Vertrag mit Bund oder Land. Diesen Vertrag kann eine Seite nicht einfach abändern. Sollten Beamte jetzt GRV-Beiträge zahlen müssen, stände ihnen ein entsprechend höheres Gehalt zu. Andernfalls wäre eine Klage vor dem BVerG wohl aussichtsreich.

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11.06.2021, 07.35 Uhr
Oberstudienrat | @Diskobolus...
... Sehr wahrscheinlich ist es so, wie Sie sagen. Tatsächlich werden wir beide da auch nichts dran ändern können.

Es war mir ein Vergnügen.

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