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Mo, 07:42 Uhr
12.09.2005

TÜV bestanden?

Nordhausen/Bleicherode (nnz). Auf Grund der demografischen Entwicklung kommt auch im Landkreis Nordhausen der Betreuung älterer Menschen immer mehr Bedeutung bei. Spätestens seit dem so genannten Pflegeskandal in Thüringen im vergangenen Jahr wird von den Trägern auf Qualität gesetzt. Wie es damit im Landkreis Nordhausen aussieht, das hat die nnz erfahren.


Heute wird es in der Altenpflege im Landkreis Nordhausen einen besonderen Höhepunkt geben. Die Altenpflege macht durch besonders gute, ja hervorragende Leistungen auf sich aufmerksam. Zum Hintergrund: Im Landkreis Nordhausen gibt es 12 Seniorenpflegeheime, 2 Kurzzeitpflegeeinrichtungen, 6 Tagespflegeienrichtungen, 6 Sozialstationen und mehrere private ambulante Pflegedienste. Die Trägerschaften sind in allen Bereichen ebenso vielfältig wie die Standorte in Stadt und Land.

Ein Novum im Landkreis Nordhausen ist seit einigen Jahren die fachliche Zusammenarbeit von drei Trägern (Jugendsozialwerk, Diakonie Nordhausen und Diakonie West), welche sich der Qualitätsentwicklung auf hohem Niveau in fünf Seniorenpflegeheimen (Hospitalstift Ellrich, Seniorenzentrum Salza, Jakob-Haus Nordhausen, H.-Arnold-Stiftung Nordhausen, Evgl. St. Marien - Hospital Bleicherode), in eine Kurzzeitpflegeeinrichtung (Günzerode), in zwei Tagespflegeeinrichtungen (Günzerode und Nordhausen) sowie in zwei Sozialstationen (Nordhausen und Günzerode) verschrieben haben.

Dazu treffen sich die Heim-/Pflegedienstleitungen aller 10 Einrichtungen regelmäßig in einer so genannten Qualitätskonferenz, um Konzepte, Richtlinien und viele weitere Unterlagen, die in Qualitätshandbüchern zusammengefasst den Mitarbeitern und Pflegebedürftigen „vor Ort“ zu Gute kommen, zu erarbeiten. Diese gemeinsame Arbeit hat hohen Nutzen für alle beteiligten Einrichtungen und lässt Zeit und Freiraum für die Entwicklung der Spezifika jeder Einrichtung, z. B. in Fragen der Tagesgestaltung, des pflegerischen Schwerpunktes oder in Kultur, Seelsorge und anderem.

Seit dem Jahr 2004 ist im Bundesland Thüringen von den Pflegekassen eine neue Qualitätsoffensive in der Altenhilfe gestartet worden, um die Qualität in den Einrichtungen landesweit umfangreicher zu prüfen. Das Ziel ist der Erwerb des Pflegesiegels "QPP" (Qualität Pflege Plus), welches ein unabhängiges TÜV-Unternehmen bundesweit verleiht. Dieser Herausforderung hat sich für das Jahr 2005 die Qualitätskonferenz mit ihren 10 Einrichtungen gestellt, mehrere Prüfungen wurden im Juni/Juli/August absolviert und die Ergebnisse sind erstklassig, so die Träger der Einrichtungen gegenüber der nnz.

Die Überprüfung dauert in jeder Einrichtung zwei Tage und erfolgt von unabhängigen besonders geschulten Pflegefachkräften anhand eines Kataloges mit 1.400 Fragen. Die Fachkräfte kontrollieren neben den "technischen\" Parametern" wie Hygiene, Arbeitsschutz, Sicherheit, u.ä. vor allem die direkte Pflege inklusive deren Dokumentation sowie die angrenzenden Lebensbereiche wie Angebote von Küche, Hauswirtschaft, Tagesgestaltung, u.ä., aber auch die sensiblen Bereiche der Zusammenarbeit mit Angehörigen und Ärzten, Ehrenamt und Sterbebegleitung sowie besonderere fachliche Konzepte wie Dementenbetreuung oder die Pflege von Schwerstpflegebedürftigen.
Die Befragung von Patienten bzw. Bewohnern zur Zufriedenheit mit dem Dienstleister (Heim oder Sozialstation) bilden ein weiteres Kernstück der Überprüfung.

Der letzte Teil der Kontrolle widmet sich dem Management der Pflegeeinrichtung, der Fachkraftquote, dem aktuellen Fachwissen der Mitarbeiter, aber auch deren Freundlichkeit einerseits und Fähigkeit zur individuellen Pflege und Betreuung andererseits. Die erfolgreiche Absolvierung der "TÜV" Pflegeprüfung im Evangelischen St. Marien-Hospital Bleicherode, in der Sozialstation Günzerode und im Hospitalstift Ellrich ist Grund, heute gemeinsam die Übergabe der Zertifikate mit ein Fest zu feiern. Dieses wird in Bleicherode stattfinden, viele Patienten und Bewohner, Mitarbeiter, Angehörige, Kooperationspartner und Gäste sind eingeladen und willkommen, so die Leiterin der Qualitätskonferenz, Katharina Hoff, zur nnz.
Autor: nnz

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