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Mo, 11:57 Uhr
22.03.2021
Sicherer, klimafreundlicher, preiswerter

Grüner Energiemix für das Ossietzky-Quartier

Wie wird ein DDR-Plattenbau-Quartier klimagerecht umgebaut? Das will die SWG an ihrem Ossietzky-Wohnhof in Nordhausen-Nord zeigen. „Klimagerecht heißt CO2-einzusparen...

Inge Klaan (SWG), Rico Bolduan (TSW), Rolf Göppel und Mario Laufer (EVN) haben eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. (Foto: SWG/Susanne Schedwill) Inge Klaan (SWG), Rico Bolduan (TSW), Rolf Göppel und Mario Laufer (EVN) haben eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. (Foto: SWG/Susanne Schedwill)


Das ist machbar, indem beim Heizen, beim Strom und bei der Warmwasseraufbereitung ein möglichst hoher Anteil regenerativer und am Objekt erzeugte Energie genutzt wird“, sagt SWG-Geschäftsführerin Inge Klaan. Ein entsprechendes Energieversorgungskonzept hat die eZeit Ingenieure GmbH aus Berlin im Rahmen des IBA-Wettbewerbs ausgearbeitet. Jetzt geht es an dessen Umsetzung, für die die SWG mit der Energieversorgung Nordhausen (EVN) und der Thüringer Wärme Service GmbH  (TWS) kooperiert.

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Letzten Donnerstag haben Inge Klaan, TWS-Geschäftsführer Rico Bolduan sowie Rolf Göppel und Mario Laufer, Geschäftsführer der EVN, eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.
Im Ossietzky-Quartier ist ein grüner Energiemix vorgesehen: Geplant ist der Einsatz von zwei Wärmepumpen, die Erd- und Raumluftabwärme als Energiequelle nutzen werden. Photovoltaik-  und Solarthermie-Module sollen Strom und regenerative Wärme erzeugen. Darüber hinaus benötigte Wärme wird klimafreundlich über das Fernwärmenetz der EVN bezogen. „Für das Quartier wurde ein komplexes und innovatives Modell entwickelt“, sagt Rico Bolduan von der TWS, die in die technischen Anlagen investiert und diese betreiben wird. Die EVN wird im Rahmen des Betriebs Dienstleistungen für Wartung, Instandhaltung und Störbeseitigung erbringen.

„Unser Ziel ist es, mit einem Energieausgleich zwischen allen drei Häusern für alle drei Bauten ein gutes Betriebskostenniveau zu erreichen. Ziel ist es zudem, die energetische Versorgung des Quartiers sicherer, klimafreundlicher und preiswerter zu gestalten“, erklärt Inge Klaan. So ist unter anderem geplant, dass die PV-Anlage auf dem Wohnblock in der Dr.-Robert-Koch-Straße die beiden Wärmepumpen im Holzhybrid-Neubau mit Strom versorgt. Der auf den Hausdächern selbsterzeugte Strom könne aber auch in Form eines Mieterstrommodells genutzt werden.

Auch neu: Es soll ein Nutzerportal implementiert werden, über das die Mieter ihre Energieverbräuche regelmäßig überprüfen können. 

Neben der Energieversorgung des Quartiers soll ein innovatives Konzept zur zukünftigen Gestaltung der Elektro-Mobilität umgesetzt werden. Hierzu ist geplant, eine entsprechende Ladeinfrastruktur zur errichten und den Mietern zur Verfügung zu stellen. Für die Ladesäuleninfrastruktur zeichnet die EVN verantwortlich. „Die Mieter können künftig von den Möglichkeiten des E-Ladens im Quartier profitieren”, sagte EVN-Chef Mario Laufer.

Insgesamt will die SWG bis 2025 maximal 20 Millionen Euro in das Ossietzky-Quartier investieren. In dieser Summe inbegriffen sind die Energieträgerumstellung, die Sanierung der drei DDR-Platten, der Abriss des Schwesternwohnheims und der Ersatzneubau sowie die Umgestaltung des gesamten Freiraums im Quartier.
Autor: red

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Kommentare
Halssteckenbleib
22.03.2021, 18:31 Uhr
Also soviel ich
weiß sind die DDR Wohnplatten schon als sie gebaut wurden klimagerecht gebaut.Jetzt wohl nochmal?Ist aber komisch irgendwie.
Hector_Landers
22.03.2021, 18:42 Uhr
schon irgendwie lustig....
... alles wird mit strom betrieben... und der ist natürlich grün und öko.

dumm nur, dass deutschland jetzt schon zusätzlichen strom zukaufen muss, weil hier ja die modernsten kraftwerke dicht gemacht werden. und wo kommt der her?
frankreich und tschechien... und wie wird der produziert? mit kernkraft! *hahahahaha*

grüne logik at its best!!!
Betrachter
22.03.2021, 19:08 Uhr
Das Rad
neu erfinden können so manche immer wieder gut. Und verkaufen es dann als ihre Ideen.
Hector_Landers
22.03.2021, 19:17 Uhr
darum geht es ja, betrachter...
... verkaufen.... kohle machen, sie verstehen? ;-)
Kontrapost
22.03.2021, 19:46 Uhr
Hier will die SWG höhere Mieten herbei sanieren
Um mehr geht es nicht. Die Gentrifizierung wird sich weiter fortsetzen. Liest man bisherige Mitteilungen zu diesem Thema, hat das Frau Klaan (CDU) auch immer wieder zugegeben, dass höhere Mieten angesagt sind.

Gekoppelt war dies an die vage Zusage, dass die höheren Mieten ja dadurch wettgemacht werden sollen, dass durch "Energieeffizienz" die Nebenkosten ja deutlich sinken sollen. Sollen! Allerdings ist mir kein Fall bekannt, wo dies der Fall war. Auch der Styropur Dämmwahn hat außer Schimmel in der Wohnung und energieverschwendes Zwangslüftennichts gebracht. Schon gar keine Einsparung für den Mieter.
Halssteckenbleib
22.03.2021, 21:38 Uhr
Das verstehe wer will
Diesen ganze Energiemixkram verstehe ich schon lange nicht mehr.Einmal ist das besser dann wieder was anderes. Mal Sonnenstrom dann wieder Atomstrom dann plötzlich grüner Strom und yello Strom gab's auch schon.Hab auch alles schon probiert und die Waschmaschine lief trotzdem genau so lange.
grobschmied56
23.03.2021, 00:55 Uhr
An was erinnert mich...
... der ganze Co2-Einsparungs-Rummel und Klimarettungs-Zirkus? Richtig, als alter Ossi kann ich mich noch sehr gut an die Endphase der DDR erinnern, als unsere Zeitungen voll waren von 'Erfolgsmeldungen'.
Die sahen damals etwas anders aus als heute:

- Das Neuerer - Kollektiv im VEB Dingsbums reduziert die Anzahl der Schräubchen an ihrem Produkt 'KLACKS' - enorme Materialeinsparung!

-FDJler im Kombinat Schlagmichtot erhöhen den Gebrauchswert des Traktors Zettrich indem sie 3 Meldelampen durch LED ersetzen!

- Jugendkollektiv 'Hans Quatschnich' spart 50 Liter Frittenöl pro Quartal!

-Jungpioniere der POS 'Karl Eduard von Schnitz-' sammeln 20 Kg Flaschen und Altpapier über den Plan!

Mit so einem Blödsinn haben unsere Staatsmedien uns damals angeödet, Tag für Tag. Lug und Trug waren am Ende so auffällig, daß es einfach nur noch grottig war.

Kein Wunder, daß diesen Hofberichterstattern und ihrer Propaganda am Ende nicht mal mehr die SED-Genossen vertraut haben. Inzwischen ist die 'GRÜNE IDEOLOGIE' im guten Zusammenspiel mit den Staatmedien auf gutem Kurs - zurück in die DDR 2.0 alias ÖKO-DIKTATUR.

Jede Styropor-Platte, jedes Solarpanel und jeder Thermostat wird uns hier als CO2- Vermeidung und Klimarettung verkauft.
Alles nur Klein-Klein-Pippifax. Man feiert sich dumm und dämlich wegen ein paar Solarzellen, die im besten Fall ein paar Kilowatt bringen (nur nicht dann, wenn man sie braucht!)
Die Zerstörung von verläßlicher und Versorgung sichernder Energie-Infrastruktur, welche wirklich Kohlendioxid in Größenordnung von Millionen Tonnen vermeiden könnte, wird ignoriert.
Wo bleibt der Aufschrei der Klima-Retter bei der Vernichtung deutscher Kernkraftwerke?
sima
23.03.2021, 06:56 Uhr
Schließe mich Grobschmieds ...
... Sicht auf die Dinge zu 100 Prozent an
Halssteckenbleib
23.03.2021, 22:23 Uhr
Ganz meiner Ansicht
Alles nur Schwindel von früh bis spät. 365 Tage und Nächte lang wenn nicht grad ein Schaltjahr ist. Hab auch ein Windrad und Solarpanel.Windrad nur Strom bei Wind und Solarstrom nur bei Sonne. Alles Murks.CO2 auch viel zu viel.Hab jetzt wieder den guten alten Atomstrom.Hat auch mehr Wumms.
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