eic kyf msh nnz uhz tv nt
Mi, 09:02 Uhr
31.08.2005

nnz-Betrachtung: Nase voll?

Nordhausen (nnz). Die Menschen in diesem Lande, vielleicht auch in und um Nordhausen haben mehrheitlich die „Nase“ voll vom Wahlkampf. Das ergab die jüngste Umfrage der nnz und das ist eigentlich auch verständlich.


Kommen wir zu den Größen. Was gibt es da nicht alles für Talkrunden im TV. Die angestammten Nachrichtensender, natürlich und selbstverständlich ARD und ZDF, aber auch die „Dritten“ wie der mdr bemühen sich um Politprominenz. Ob Frau Christianen, ob ihr Pendant Frau Illner, ob Gabi Bauer und die Edel-Garnitur des deutschen Fernseh-Journalismus – sie alle knöpfen sich die Menschen vor, die gerade für Politik verantwortlich sind oder künftig sein wollen.

Doch da schleicht sich Müdigkeit ein, es wird auf Verschleiß gefahren – auf beiden Seiten. Letztlich muß ein Gerhard Schröder oder muß eine Angela Merkel nur einmal den Text auswendig lernen, schließlich sind die Fragen immer die Gleichen: Mögliche Konstellationen, die Arbeit hat sowieso immer Vorfahrt, bei Herrn Schröder die Dauer-Frage nach der Linkspartei und einer möglichen Zusammenarbeit. Und immer wieder die gleiche Antwort.

Übrigens ist es im kleinen Wahlkampf – also in Nordhausen – genauso. Ob nun Ministerinnen (Künast, Bulmahn) die Rolandstadt im Sommer kennen lernen, ob Thüringens Ministerpräsident Althaus auf dem Rathausplatz wahlkämpft oder morgen Ramelow den Bruderkuß von Lafontaine und Modrow verteidigen wird – alles ist mindestens schon einmal gesagt worden. Platt und einfach – so wie es auf den großen Plakaten zu lesen ist.

Inhalte sind längst nicht mehr gefragt. Begründet wird dies mit der Kürze des Wahlkampfes. Aber mal ehrlich: Das ist doch genauso eine Ausrede wie der Slogan jeder Partei, dieses Land nach vorn zu bringen. Letztlich ist doch dort vorn, wo es die Mächtigen bestimmen. Ob nun Rot oder Schwarz. Und der Kampf um die Macht, der ist das eigentlich Entscheidende. Dazu sind die Wähler, aber auch die Edel-Talker nur Mittel zum Zweck.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)