Mo, 08:32 Uhr
29.08.2005
IHK für Kirchhof
Nordhausen/Erfurt (nnz). Nachdem die steuerpolitischen Vorschläge im Wahlprogramm der Union die Wirtschaft eher enttäuscht hatten, lässt nun die Berufung von Professor Paul Kirchhof in das Kompetenzteam von Angela Merkel die Unternehmen wieder auf eine radikale Steuerreform hoffen. Was die Erfurter IHK noch so erwartet, das hat die nnz zusammengetragen.
Der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, Niels Lund Chrestensen, kritisiert die sich zuspitzende Diskussion um die Vorschläge von Kirchhof für eine grundlegende Steuerreform. Er erwartet von dem Kirchhof-Modell neue Impulse für den Umbau des Steuerdschungels in eine systematische und wachstumsorientierte Ordnung. Die Zeit ist reif für eine große Steuerreform. Eine einfache und niedrige Steuer mit einem einheitlichen Steuersatz muss das Ziel der gemeinsamen Anstrengungen sein, um den Standort Deutschland wieder wettbewerbsfähig zu machen, sagte Chrestensen. Mit dem Steuerexperten Kirchhof verbindet Chrestensen auch die Hoffnung auf eine Korrektur des steuerpolitischen Wahlprogramms der Union. Die vorschnelle Erhöhung der Mehrwertsteuer, die nur ungenügende Senkung der Körperschaftsteuer und die Festschreibung der Gewerbesteuer lasse eine klare Linie in der Steuerpolitik der Union vermissen.
Paul Kirchhof hatte bereits im Mai 2005 als Gastredner des gemeinsamen Jahresempfangs der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer in Erfurt sein Reformmodell vorgestellt. Er plädierte für ein radikal vereinfachtes und wettbewerbsfähiges Steuersystem mit einem einheitlichen Steuersatz von 25 Prozent, gegenfinanziert durch eine breite Bemessungsgrundlage und die Streichung aller Ausnahme- und Subventionstatbestände. Die IHK-Organisation hatte schon Anfang 2004 in einer Analyse verschiedener Steuermodelle des Konzept Kirchhofs als mutigen Schritt gewertet, um die allgemeine Resignation zu durchbrechen.
Autor: nnzDer Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, Niels Lund Chrestensen, kritisiert die sich zuspitzende Diskussion um die Vorschläge von Kirchhof für eine grundlegende Steuerreform. Er erwartet von dem Kirchhof-Modell neue Impulse für den Umbau des Steuerdschungels in eine systematische und wachstumsorientierte Ordnung. Die Zeit ist reif für eine große Steuerreform. Eine einfache und niedrige Steuer mit einem einheitlichen Steuersatz muss das Ziel der gemeinsamen Anstrengungen sein, um den Standort Deutschland wieder wettbewerbsfähig zu machen, sagte Chrestensen. Mit dem Steuerexperten Kirchhof verbindet Chrestensen auch die Hoffnung auf eine Korrektur des steuerpolitischen Wahlprogramms der Union. Die vorschnelle Erhöhung der Mehrwertsteuer, die nur ungenügende Senkung der Körperschaftsteuer und die Festschreibung der Gewerbesteuer lasse eine klare Linie in der Steuerpolitik der Union vermissen.
Paul Kirchhof hatte bereits im Mai 2005 als Gastredner des gemeinsamen Jahresempfangs der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer in Erfurt sein Reformmodell vorgestellt. Er plädierte für ein radikal vereinfachtes und wettbewerbsfähiges Steuersystem mit einem einheitlichen Steuersatz von 25 Prozent, gegenfinanziert durch eine breite Bemessungsgrundlage und die Streichung aller Ausnahme- und Subventionstatbestände. Die IHK-Organisation hatte schon Anfang 2004 in einer Analyse verschiedener Steuermodelle des Konzept Kirchhofs als mutigen Schritt gewertet, um die allgemeine Resignation zu durchbrechen.

