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Di, 19:51 Uhr
09.02.2021
EIN ANLIEGEN AN LANDRAT JENDRICKE UND SEINEN LAGESTAB:

Vergesst sie auch nicht, die Schneetürme in der Stadt!

MDR-Meteorologe Thomas Globig beruhigt: „So schlimm wie im Winter 1978/79 wird es nicht werden!“ Dennoch warnte er vor der Bibber-Kälte in kommenden Nächten und vor eventuellen neuen Schneefällen, was die ohnehin schon schwierige Situation verschlimmern könnte. Wohin dann mit der weißen Übermacht? Die Frage stellt sich jetzt schon...

Die Hardenbergstraße verengt sich. Berge an Schnee am Straßenrand. Ein Parken ist kaum noch möglich. Selbst ein Schneeflug würde die Lage nicht verbessern. Beste Lösung: Beräumung der weißen Türme. (Foto: Kurt Frank) Die Hardenbergstraße verengt sich. Berge an Schnee am Straßenrand. Ein Parken ist kaum noch möglich. Selbst ein Schneeflug würde die Lage nicht verbessern. Beste Lösung: Beräumung der weißen Türme. (Foto: Kurt Frank)
In Wort und Bild war und ist hier von den enormen Anstrengungen zu vernehmen, um den überdimensionalen Schneebergen zu begegnen. Der Lagestab der Kreisverwaltung unter Landrat Jendricke kommt nicht zur Ruhe. Allenthalben waren Hilferufe zu hören. Einer kam von Harztor-Bürgermeister Stephan Klante. Dort wehte der eisige Ostwind Ortschaften übermäßig ein. Wenn die Schneefräse auf ihrem Weg zum Einsatzort selbst von der Straße abkam, macht das nur die Härte dieses Winters deutlich. Schließlich gelang es mit vereinten Kräften, der Lage hier und anderorts (nnz berichtete) halbwegs Herr zu werden.

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Wohin aber mit den aufgetürmten Schneebergen im Stadtgebiet von Nordhausen? In der Richard-Dehmel-Straße startete eine Gemeinschaftsaktion der Anlieger mit Schieber und Schaufel, war doch keine Durchfahrt mehr möglich. Rechts und links der Straße ein kleines weißes Gebirge, was auch ein Parken erschwerte bzw. unmöglich machte. In Eigeninitiative löste man das Problem. Auf einen Anhänger verfrachte, kam der Schnee aus der Straße. Ob in weiteren Bereichen der Stadt private Aktivitäten erfolgen, ist ungewiss.

Ungewiss auch, wie die Garagengemeinschaften verfahren. Beispiel: Komplex hinter der Hardenbergstraße. Schaufeln muss vor dem Tor, wer seine Karosse besteigen will. Schlimm nur, landet der Schnee dann vor Nachbars „Unterstand“. Kleinere gemeinsame Bemühungen, Raum zu schaffen, sind erkennbar. „Zu DDR-Zeiten besorgte die Räumung im gesamten Komplex ein Schneeflug“, klärte mich Garagenmann Klaus Seifert auf.

Sollte allerdings der Schneeflug einmal die Hardenbergstraße oder andere Nebenstraßen passieren, wäre wohl jede Parkmöglichkeit dahin und die mühevoll beräumten Gehwege erneut dicht. Mittlerweile wird die Straße immer enger, die Spurrillen indes ausgeprägter. Wohin aber mit den weißen Bergen? Vor dieser Frage stand die Stadtverwaltung schon einmal: im schneereichen Kältewinter 1962/63.

Kurz entschlossen entschied der Winter-Lagestab des Rates des Kreises mit der Stadt: Die aufgetürmten Schneemassen werden aus der Stadt geschafft! Nach einigen Tagen waren dann auch die Berge der weißen Pracht mit Lastkraftwagen an die Ufer der Zorge verbracht. Bei der Schneeräumung halfen alle Mitarbeiter der Stadtverwaltung rege mit – vom Bürgermeister bis zum Pförtner. Und heute? Bisschen Bewegung täte gut. Danach erneut einsetzende Schneefälle hielten sich zum Glück in Grenzen.

Wiederholung geplant? Lutz Fischer, Pressesprecher im Rathaus, verwies auf die gemeinsamen Anstrengungen, um zunächst Straßen, Plätze, Schulhöfe, Bürgersteige zu räumen. Näheres könne bei der Kreisverwaltung erfragt werden. Wie ich Landrat Matthias Jendricke kenne, erübrigt sich das. Er ist ein Macher. Womöglich hat er mit seinem Lagestab diese Möglichkeit gemeinsam mit Oberbürgermeister Kai Buchmann schon im Blick. Beide Männer wissen: Noch einmal 30 bis 40 Zentimeter Schnee-Nachschub - die Katastrophe in der Kreisstadt wäre perfekt.

Naturgewalten sind unerbittlich. Sie setzen auch unermüdlichen Einsatzkräften Grenzen. Sie haben, uneingeschränkt, unseren Dank verdient. Wer noch nicht die Männer bei ihrem Einsatz gegen Schnee und Kälte erlebte, um Schienen und Straßen wieder befahrbar zu machen, damit die Wirtschaft nicht zusammenbricht und unser Leben hierzulande nicht erliegt, sollte sich überlegen, ob er sich berufen fühlt, die Arbeit anderer zu bewerten. Allzu eilfertig wird gern in Kommentaren gejammert, mitunter auf hohem Niveau.
Kurt Frank
Autor: psg

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Kommentare
Peter59
09.02.2021, 20:34 Uhr
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
Helena2015
09.02.2021, 20:51 Uhr
Jetzt schlägt es aber 13!
Bitte hört doch endlich einmal auf, euch selbst zu beweihräuchern!
Jammern auf hohen Niveau?
Erbärmlich wie hier wieder die Einwohner hingestellt werden!
Eigeninitiative gefragt, wenn die Stadt nicht mehr weiter weiß?
Im Alter von 20 - bis 65 Jahren ist die Mehrzahl der Einwohner berufstätig. Sie schippten bereits am WE unermüdlich, in der Hoffnung, am Montag ihren Arbeitsweg antreten zu können.
Bis dato war von Räumdienst in der Stadt weit und breit nichts zu sehen, auch die VBN konnte nicht bedienen!
Da gibt es aber doch noch die Agentur für Arbeit und viele von Frau Merkels mit dem Spruch „ Wir schaffen das“ eingeladenen Menschen, die bis heute von der arbeitenden Bevölkerung leben.
Junge, kräftige Burschen, von denen man erst spät Abends, wenn wir vom Tagwerk geschafft, noch schnell etwas einkaufen, etwas sieht, schließlich muss man ja ausschlafen!
Natürlich nicht mit der Schippe in der Hand, sondern dicht an dicht gedrängt ohne Mundschutz mit Flaschen in der Hand!
Denen sollte doch die Agentur für Arbeit mal einen Arbeitssachen überwerfen und in dieser „schweren Zeit“, dafür Sorgen lassen, dass sie sich etwas einbringen!
Aber natürlich geht das nicht!
Bleibt nur auf die Klimaerwärmung weiter zu hoffen und ein Wetter ganz ohne Winter!
Wollen doch mal ganz ehrlich sein, es geht doch mal wieder nur ums Geld und Einsparungen auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung!
In diesem Sinn wäre nur zu hoffen, dass diese Artikel endlich ein Ende finden und man sich auf das Wesentliche konzentriert!
Helena2015
09.02.2021, 20:52 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Doppelt
Hector_Landers
10.02.2021, 01:25 Uhr
eine frage, herr frank....
.... WO in der stadt nordhausen ist denn bitteschön was geräumt????

ein blick auf die webcam der nnz vermittelt mir da ein ganz anderes bild.

nicht einmal die hauptstrassen in ndh sind geräumt, von den nebenstrassen ganz zu schweigen!!!

hier in meiner (noch) heimatstadt gelsenkirchen sieht das ganz anders aus.

vielleicht sollten herr buchmann und seine Leute mal hier anfragen... wir schicken ihnen dann gerne leute, die sich mit sowas auskennen.

der ganze rathausclan ist nichts weiter, als eine lachnummer.... und das wird sogar schon in nrw wahrgenommen! :-D
franz1985
10.02.2021, 05:47 Uhr
Landkreis/ Stadt
Der Landkreis/ Landrat ist für die Stadt Nordhausen nicht zuständig. Versicherungsschutz!
Herr Jendricke hat mit Kostenmitteln des Landkreis den entsprechenden Fuhrpark der Service Gesellschaft ausgestattet die auch in erster für den Landkreis bestimmt sind (da legt der gewählte Herr Buchmann großen Wert = Kostentrennung).
Wie ich das überblickt habe, ist die Stadt Nordhausen und Straßenreinigung mangelhaft ausgestattet hat.

Herr Frank wenn sich schon von DDR Zeiten sprechen, denken Sie doch mal über einen gemeinsamen Arbeitseinsatz nach.
Salatrachen
10.02.2021, 07:18 Uhr
Die guten alten Lobeshymnen!!!
Die beiden Herren Sollen draußen mit anfassen, auch das Ordnungsamt! Da gibts wenigstens sinnvolle Beschäftigung als immer nur Knöllchen zu verteilen an montagliche Spaziergänger! Nichts habt ihr im Griff.!!! Könnt froh sein das es genug Private Macher gibt (Der Steuerzahler ) die etwas tun .Jetzt fahrt Ihr das Land entgültig in den Straßengraben!!! Den Mund einfach halten wäre am besten gewesen und aus der Sache das beste machen, aber nee da wird sich schon wieder auf die Schulter geklopft!!
Kitty Kat
10.02.2021, 08:56 Uhr
Gestern
war ich das erste Mal seit dem Wintereinbruch in der Innenstadt zu Fuß unterwegs, vorher nur ohne zu jammern mit dem Schneeschieber rund um's Mehrfamilienhaus draußen.
Gesehen habe ich schon, dass der Winterdienst am Wochenende fleißig war, gesehen habe ich aber auch, dass es ganz viele Stellen gibt, an denen man jetzt nochmal nachsetzen muss.....für Fußgänger und auch den Autoverkehr. Ein paar Beispiele: Querungsmöglichkeiten für Fußgänger teils gut freigeräumt, teils aber auch bedeckt mit großen Mengen Schneemehl, entstanden durchs Allheilmittel Salz. Wenn man das jetzt einfach nochmal wegschiebt ist alles perfekt zum Laufen. Ähnliches Bild auf Straßen, vielfach an Kreuzungen/Einmündungen.....hohes Aufkommen an Schneemehl. Das lose Zeugs beiseite schieben und es rollt prima.
Irgendwie stimmt es schon, dass man seitens der Winterdienste viel gearbeitet hat, aber es qualitativ auch gut zu machen, da ist wohl deutlich Luft nach oben. Einmal drüber fahren und Salz hin ist wohl nicht alles, man muss die gelöste weiße Sch... dann auch weg machen....dann lieber nur schieben. In Regionen, die mehr mit Schnee zu tun haben, ist Winterdienst qualitativ professioneller.
Zebra
10.02.2021, 08:59 Uhr
Bitte sachlich
hier mal ein Tip an alle Kommentarschreiber: Bleibt bitte sachlich und fühlt euch nicht immer gleich persönlich angegriffen. Es ist im Moment für alle nicht einfach. Ich denke den Schneemassen ist gerade in den Nebenstraßen schlecht beizukommen. Überall parken ja Autos. Gemeinschaft wie zu DDR Zeiten gibt es leider nur noch selten. Aber vielleicht sprechen ja Nachbarn mal wieder miteinander und packen gemeinsam an. Die Verantwortung immer anderen zuzuschieben ist momentan wenig nützlich.
Alanin
10.02.2021, 09:15 Uhr
Verantwortung...
Gerade in Bezug auf die Mieter von SWG/WBG wurde denen die Verantwortung entzogen. Selbst Schneeschieber etc wurden aus den Hauseingängen entfernt.

Wer hier die Verantwortung auf die Anwohner schiebt, macht es sich einfach zu leicht...

Und nein, ich fühle mich nicht angegriffen. Ich kann es nur nicht leiden, wenn sich die oberen Herren selbst beweihräuchern wie gut doch alles ist, schicke Fotos ins Netz stellen und die Realität einfach anders aussieht...

Hier in Salza ist es bis gestern Mittag nicht möglich gewesen die Straße der Genossenschaften ordentlich zu befahren. Von den Zufahrten zu den Wohngebieten will ich mal noch gar nicht sprechen. Die Wohngebiete lasse ich mal ganz außen vor.

Und ja, hier sind die Leute selbst am Schippen und behelfen sich selbst, helfen sich gegenseitig, weil mit Hilfe von Seiten der Stadt offensichtlich nicht zu rechnen ist...

Und wenn ich mir die Kommentare hier in de NNZ und auf Facebook zu dem Thema so anschaue, scheinen wir hier in Salza nicht die Einzigen mit dem Problem zusein...
echter nordhäuser54
10.02.2021, 09:16 Uhr
Vergesst sie auch nicht, die Schneetürme in der Stadt!
Ja was soll man dazu sagen,unsere Oberhäupter sind in meinen Augen nur Selbstdarsteller,sich immer schön auf den Foto präsentieren,siehe Beräumung Neustadt,da wurde sogar die Schneefräse eingesetzt.Warum klappt das in Nordhausen nicht,zu DDR Zeiten wurden die Betriebe welche die Technik hatten aktiviert( Kreisbau,ZBO, ACZ und wie sie alle hießen) ist heute nicht möglich.Im Gegenteil,viele Berufstätige müssen z.B. heute bei minus 20 Grad zu Fuß zur Arbeit gehen weil die Stadt nicht in der Lage ist den öffentlichen Berufsverkehr zum laufen zu bringen.
Würde gern mal ein Foto in der NNZ sehen wo die gesamte Stadtverwaltung samt Bürgermeister mit Schaufel in der Hand bei der Schneeberäumung zu sehen sind,aber nicht nur für den Moment um das Foto zu machen.
Strandläufer
10.02.2021, 10:30 Uhr
Schneetürme...
...wohin damit?
Eine gute Frage.
Wenn ich die Nebenstraßen ansehe, wo im übrigen auch mein Auto seit Anbeginn der Schneefälle parkt, ist nichts geräumt worden.
Nun ist -aufgrund der Eigeninitiative der Mitbürger-folgende Situation: mein Auto wurde wortwörtlich in der Parklücke zugeschaufelt. Gut: zwei gesunde Arme: hopp hopp - ABER wo soll ich mit diesen Schneemassen hin? Soll ich sie wieder auf der Str.verteilen? Wie bereits zuvor erwähnt wurde: es steht im Gegensatz zu Früher nicht einmal mehr eine Schneeschaufel pro Haus zur Verfügung. Also habe ich auch kein nötiges Zubehör. Ok -bleibt das Eimerchen...aber die Eingangsfrage bleibt: wohin mit den Schneetürmen.
Ich hoffe nur die Stadt zeigt sich milde und verteilt nicht noch Knöllchen wegen der Reinigungszeit/ Parkverbotszeit in der Strasse (die sowieso nicht gereinigt werden kann, weil keine Reinigung dort durch kommt). Ich befürchte nur das Ordnungsamt ist gut zu Fuß. Sollte ich eins bekommen freue ich mich auf Vorschläge wie ich das Auto hätte rausbekommen können.
Eckenblitz
10.02.2021, 11:25 Uhr
Ja das liebe Klima
Da haben wir es, erst jammern die ganzen Klimaexperten und jene die sich dafür halten, dass es zu WARM ist. Die Erderwärmung löscht die Menschheit aus, so das Szenario. Wir müssen dies und jenes tun damit wir die Erde noch retten. (Atom- und Kohlekraftwerke ,Abschalten, Elektroautos)
Was haben wir nun? Zwei Tage Schneefall und das Chaos ist perfekt. Versorgung bricht ein Züge und Busse fahren nicht mehr. LKW´s stehen Reihenweise auf der Autobahn. Sogar ein Kraftwerk ist ausgefallen, aber nicht wegen Schnee und Kälte sagt man, es hat wohl gebrannt.
Was hört man von der Politik, so etwas war nicht voraus zu sehen. Obwohl Meteorologen schon vor Tagen sagten, dass es schlimm kommen wird. Ja so sind sie die Politiker/innen Wenn sie etwas verpfuschen, dann wird sich kurz entschuldigt und die Sache muss vergessen werden. Oder man benutzt die simple Ausrede, dass konnte niemand vorher sehen. Den politischen Clan glaube ich das sogar, denn Sie versagen wo sie nur können. Wie heißt es doch? „Nichts sehen, nichts hören und nichts sagen.) Man sollte meinen nach dieser Weisheit handeln das politische Völkchen. Bleiben sie ruhig, die Regierenden werden uns schon in den RUIN stürzen, wenn nicht diesen Winter, dann schaft es der nächste heiße Sommer.
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