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So, 12:34 Uhr
07.02.2021
Auswirkungen der Wetterlage im Landkreis Nordhausen

Landrat berät mit Lagestab

Die anhaltenden Schneefälle zeigen auch im Landkreis Nordhausen deutliche Auswirkungen. Deshalb hat Landrat Matthias Jendricke heute kurzfristig einen kleinen Lagestab zusammengerufen...

Auch Räum- und Streufahrzeuge hatte es "erwischt" (Foto: M. Jendricke) Auch Räum- und Streufahrzeuge hatte es "erwischt" (Foto: M. Jendricke)
„Die Lage ist für den Sonntag durchaus beherrschbar, aber mit dem Wochenbeginn könnte sich dies ändern. Das hängt aber natürlich maßgeblich davon ab, wie sich der Schneefall in den kommenden Stunden weiter entwickelt“, so Jendricke.

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Die Service Gesellschaft des Landkreises hat für den Winterdienst auf den Kreisstraßen drei Räumfahrzeuge im Einsatz, die seit den frühen Morgenstunden unterwegs sind, um immer wieder die Behinderungen durch neuerliche Schneefälle und Schneeverwehungen zu beseitigen. Auch die Schneefräse steht auf Abruf bereit.

Ebenso war das THW zu Kontrollfahrten im Einsatz. „Bei meiner Fahrt mit dem THW durch unseren Landkreis herrschten zwar winterliche Straßenverhältnisse, aber die Winterräumdienste hatten die Situation im Griff und konnten die ortsverbindenden Straßen trotz der heftigen Schneeverwehungen weitgehend freihalten“, betont Landrat Jendricke. Ein Räumfahrzeug der TSI ist zwischen Wolkramshausen und Kleinfurra verunglückt, der Fahrer bliebt unverletzt, das Fahrzeug konnte jedoch noch nicht geborgen werden. Die Feuerwehren sind entsprechend so vorinformiert, dass sie auf ihre Fahrzeuge Schneeketten aufgezogen haben, um den Rettungsdienst bei Bedarf unterstützen zu können, falls Einsatzorte und Grundstücke nicht erreichbar sein sollten.

Auch das technische Hilfswerk ist im Einsatz (Foto: M.Jendricke) Auch das technische Hilfswerk ist im Einsatz (Foto: M.Jendricke)

Die Witterungsverhältnisse behindern seit dem Morgen auch den ÖPNV. Busse und Straßenbahnen konnten nicht ausrücken, da durch die anhaltenden Schneeverwehungen Gleise und Straßen nicht befahrbar waren. Am Mittag informierten die Verkehrsbetriebe Nordhausen, dass aufgrund der anhaltenden Schneefälle davon auszugehen ist, dass heute der Straßenbahn- und Busverkehr nicht wieder aufgenommen werden kann. Ziel ist, morgen nach dem Ferienfahrplan zu fahren. Es findet also kein Schülerverkehr statt, da das Thüringer Bildungsministerium angekündigt hat, dass die Schulen im Freistaat morgen geschlossen bleiben. Es finde kein Präsenzunterricht und auch keine Notbetreuung statt, teilte das Ministerium am Sonntagnachmittag mit. Schulen, die sonst eine Betreuung anböten, seien nur notfallmäßig besetzt.

In Abstimmung des Landkreises mit den Südharzwerken wurde heute zudem festgelegt, dass aufgrund der extremen Wetterbedingungen am morgigen Montag keine Abfallentsorgung stattfinden wird. Die Montagsentsorgung von Rest- und Bioabfällen, Wertstoffen sowie die Abfuhr der Sperrabfälle wird auf Dienstag verschoben. Auch alle weiteren Entsorgungstermine verschieben sich jeweils um einen Tag nach hinten. Der letzte Entsorgungstag in dieser Woche wird Samstag, 13. Februar, sein. „Wir bitten die Bevölkerung, bereit gestellte Abfälle wieder reinzunehmen, damit diese nicht völlig zuschneien“, so Kathrin Materlik, Leiterin des Fachgebiets Abfallwirtschaft im Landratsamt.

„Bitte unterstützen Sie unsere Müllwerker bei Ihrer Arbeit und stellen Sie die Abfälle gut sichtbar und zugänglich sowie von Schnee und Eis befreit am Straßenrand bereit. Vielen Dank!“
Landrat organisiert Winterdienst (Foto: M.Jendricke)
Landrat organisiert Winterdienst (Foto: M.Jendricke)
Landrat organisiert Winterdienst (Foto: M.Jendricke)
Landrat organisiert Winterdienst (Foto: M.Jendricke)
Autor: red

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Kommentare
Jäger53
07.02.2021, 17:44 Uhr
Lagestab wozu ????
Laut Kalender ist jetzt Winter, oder? Vor Winterbeginn wurde von den Straßenmeistereien in
Thüringen groß betont das sie auf alles vorbereitet sind. Und nun, das blanke Chaos. In den
60igr und 70iger Jahren war viel Schnee ganz normal ohne das gleich irgend welche Lagestäbe
gegründet wurden,außer 1978. Aber da gab es noch weit aus mehr Schnee und es wahr auch viel
kälter. Was bekommt Deutschland überhaupt noch in griff. Wie es aussieht hat Deutschland 4 Feinde, Frühling,Sommer, Herbst und Winter.
Mister X
07.02.2021, 18:03 Uhr
Jäger53
Guter Kommentar, der findet meine Unterstützung. Hoffentlich haben alle Teilnehmer ihre Handys dabei.
Kontrapost
07.02.2021, 18:08 Uhr
Matthias Jendricke nervt
.. aber er und seine Mannschaft sind persönlich aktiv, wenn es nötig ist.
Galabauer
07.02.2021, 18:11 Uhr
Meckern kann jeder
Ich glaube nicht das Jäger 53 schon mal Winterdienst gemacht hat. Hochachtung für die, die seit den frühen Morgenstunden unterwegs sind und versuchen den Schneemassen Herr zu werden.
geloescht.20230927
07.02.2021, 18:17 Uhr
@Jäger53
Das ist aber leider noch nicht vollständig.
Die vier Hauptfeinde Frühling, Sommer, Herbst @ Winter hatten wir schon zu DDR-Zeiten.
Später kamen dann noch Tag @ Nacht dazu.
Und nach der Wende zur Krönung noch die "Raute"!!!
Einen schönen Winter noch.
G.Auer
07.02.2021, 19:08 Uhr
Schneemassen?
Da schneit es mal einen Tag lang und liegen mal mehr als 10 cm Schnee auf der Straße und die Hektik bricht aus. Alle Verantwortlichen sprachen von vorbereitet sein, waren dann aber doch überrascht. Musste z.B. gestern Nachmittag den Hainer Berg 2x hoch und runter passieren und habe auf dieser eigentlich unfallträchtigen Strecke trotz bereits glatter Fahrbahn keinen Streuwagen gesehen. Unfälle ware dann je auch bald geschehen. Dagegen wurde zwischen Nordhausen und Berga fleißig auf den noch trockenen Asphalt gesprüht. Man sollte doch mal vorher überlegen, wo die richtigen Prioritäten gesetzt werden müssen.
Marco Müller-John
07.02.2021, 19:40 Uhr
.....Winterdienst ist die Strafe vorm Herrn
Winterdienst ist der undankbarste Job in jeder Grafschaft.

Niemanden kann man es recht machen und die Klugscheißer wissen immer alles besser.

Dazu kommt, das Dankbarkeit für Winterdienst nicht zu erwarten ist.

In diesem Sinne hoffe ich , das dem verunfallten Fahrer nichts passiert ist.
free Gigi
07.02.2021, 20:09 Uhr
Apokalypse
erst ein kleineres Virus, nun eine Schneeflocke die unsere hochtechnisierte Welt lahmlegt.

Lachhaft...

Es soll noch Länder geben, die haben jedes Jahr im Winter Schnee...
Schlaubert
07.02.2021, 21:03 Uhr
Straßen sind frei und befahrbar
Sorry Herr Landrat Jendricke , also wenn man mit einem 4x4 und mit Schneeketten "bewaffneten" LKW unterwegs ist kann man große Töne schwingen. Zu der Zeit wo sie auf der L1034 zwischen Kleinfurra und Wolkramshausen vor Ort waren ist der Winterdienst zwischenzeitlich schon 3x wieder durchgefahren. Gern hätte sie sich 3 Stunden vorher die Straßensituationen ansehen sollen , dann hätten sie auch gewusst warum der Winterdienst von der Straße abgekommen ist.
Fönix
07.02.2021, 23:59 Uhr
Laut DWD
sollen bis morgen Nachmittag noch einmal ca. 20 cm Neuschnee hinzukommen. Ich befürchte, dass dann unter Beteiligung des Berufsverkehrs vielerorts mit massiven Behinderungen zu rechnen ist. Die vollmundigen Versprechungen ("wir sind bestens vorbereitet ") verkommen dann schnell zu dem, was sie heutzutage tatsächlich sind: Ein weiterer Beleg dafür, dass Politik und Verwaltung zwar alles versprechen, aber kaum je etwas halten, wenn sie tatsächlich gefordert werden. Beispiele dafür haben wir aktuell ja genug.

PS.
Meine Kritik richtet sich ausdrücklich nicht gegen die Akteure, die mit dem Räumfahrzeug oder mit dem Schneeschieber in der Hand ihr Bestes geben, die Infrastruktur soweit herzurichten, dass nicht alles komplett zusammenbricht. Es sind vielmehr die angesprochen, die uns jeden Tag suggerieren, dass sie vor allem deswegen alles im Griff haben, weil sie so toll sind. Der letzte Satz ist ganz bewusst doppeldeutig formuliert!
Jäger53
08.02.2021, 07:21 Uhr
Herr Galabauer
Ich wollte auf gar keinen Fall die Leute auf den Fahrzeugen angreifen. Es ging mir mehr um das große auf die Schulter klopfen der weit oben sitzenden in den Büros.
HisMastersVoise
08.02.2021, 07:38 Uhr
Keine Zeit für Trommler!!
Es scheint ja da draußen Superhelden zu geben, die den Schnee wie Moses damals das Meer teilten. Können sie ja machen. Aber das Schneechaos da draußen als Kleinigkeit zu bezeichnen, ist hochgradig gefährlich. Denn wenn nur ein Autofahrer dadurch der irrigen Meinung ist, sich unnötiger Weise in Gefahr zu begeben, dann tragen die Trommler hier die Mitschuld. Diese Wetterlage als Normal zu bezeichnen, ist purer Blödsinn und die Schuld bei den Räumdiensten zu suchen ist einfach unverschämt. Also steckt Euer Ego weg und kommt bitte zurück in die Realität!
Opa Hardrock
08.02.2021, 09:01 Uhr
Das wir mal einer Meinung sind,
Marco Müller - John, hätte ich mir auch nicht träumen lassen.
Das gilt auch für His Masters Voice.
Ein solches Chaos entsteht, wenn man sich kaputt spart.
In der Service Gesellschaft wird mangels Personal nicht in 3 Schichten gefahren, sondern nur in 2 Schichten.
Die können dann auch mal 12 Stunden lang sein.
Hoch lebe das Controlling!
Kein Wunder, wenn es dann mal im Graben endet.
Aber es gibt auch positives zu berichten.
Heute morgen hatte sich am Ärztehaus in der Grimmelallee eine Frau mit dem PKW festgefahren (Schneehalde vom Schneepflug) und versuchte, sich mit der Parkuhr zu befreien (ohne Handschuhe!!!).
Ein vorbeikommender Mann mit Schneeschieber auf der Schulter hat sie freigeschaufelt, damit sie zur Arbeit kommt.
Tolle Sache. Es gibt sie noch, die Hilfsbereiten.
Psychoanalytiker
08.02.2021, 10:26 Uhr
Das Problem ist …
… dass die Schneeflocke, die nach Deutschland kam, nicht waagerecht, sondern senkrecht fiel.

Jedes Kind, das in der DDR in die Polytechnische Oberschule ging, lernte noch, dass es verschiedene Arten von Schneeflocken gibt. Die Schöne Weiße Südliche Schneeflocke, die es in Österreich und in der Schweiz gibt, fällt WAAGERECHT und macht SKIHÄNGE, LOIPEN und PISTEN.

Die Gemeine Deutsche Schneeflocke dagegen fällt meist SENKRECHT auf Straßen und Schienen und macht CHAOS…
Psychoanalytiker
08.02.2021, 11:09 Uhr
Wir sind doch die GÖSSTEN, nicht nur…
… in Politik, in Management, in Wirtschaft oder in "großer Fresse". Jetzt, wo wir die Erderwärmung dank E-Mobilität, Dieselfahrverboten, Abbau von Kohle- oder Atomkraftwerken und auch Corona um mindestens 6° gesenkt haben (habe ich meinem Thermometer entnommen) , könnten wir doch die Energiewende nutzen und Autobahnen, Straßen, Schienen und Gehwege mit Heizelementen a la Fußbodenheizung ausrüsten. Mit daneben stehenden Windrädern (Solarzellen sind ja zugeschneit) könnten diese Verkehrswege beheizt und schneefrei gehalten werden. Und schon wären wir wieder die Größten…
grobschmied56
08.02.2021, 11:37 Uhr
Da muß ich den Psychoanalytiker leider mal...
... etwas korrigieren. Die gemeine bis hinterhältige deutsche Schneeflocke verhält sich noch etwas anders:
Sie stellt sich senkrecht, bevorzugt auf Schiene und Straße, und macht TERROR! (zwinker, schmunzel)
Kaleida
08.02.2021, 12:49 Uhr
Beheizte Verkehrswege wären wirklich gut!
Mich erreichte vorhin ein Bild aus Sachsen-Anhalt, auf dem ein Kerosinhelikopter Chemie auf Ökopropeller eines Windkraftrades versprühte, damit die Dinger wieder laufen können.

Mehr davon, und es klappt auch mit immer freien Straßen und Wegen, wenn mal eine Schneeflocke hochkant liegen bleibt. Dessen bin ich mir ganz sicher!
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