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Sa, 15:05 Uhr
06.02.2021
Wirtschaft setzt auf Zuwanderung

Fachkräftesicherung im Blick behalten

Die Thüringer Wirtschaft ist auf die Zuwanderung von ausländischen Fachkräften angewiesen. Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit (AA) Erfurt beteiligt sich die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt am internationalen Pilotprojekt zur Fachkräftegewinnung „Hand in Hand for International Talents“. Ziel ist es, qualifiziertes Personal aus dem Ausland anzuwerben...

„Der Fachkräftemangel ist in einigen Branchen bittere Realität und wird sich in den kommenden Jahren durch die demografische Entwicklung weiter verschärfen. Mittelfristig hängt jeder Unternehmenserfolg von qualifizierten Mitarbeitern ab. Daher heißt es jetzt: in der Krise für die Zukunft vorsorgen“, erläutert Dr. Cornelia Haase-Lerch, Hauptgeschäftsführerin der IHK Erfurt. Die Region Erfurt spiele bei diesem innovativen Projekt eine Vorreiterrolle und biete den Unternehmen als einziger Projektpartner in Mitteldeutschland ein zusätzliches Angebot zur Gewinnung von ausländischen Fachkräften.

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Grundlage für das Projekt ist das im März 2020 in Kraft getretene Fachkräfteeinwanderungsgesetz. Es ermöglicht Fachkräften aus Drittstaaten, nach Deutschland einzureisen und in ihren erlernten Berufen zu arbeiten. Dabei wird erstmalig der Fokus auf Fachkräfte gelegt, die eine Berufsausbildung durchlaufen haben, die der deutschen ähnlich ist. Durch die institutionell übergreifende Zusammenarbeit werden alle Etappen der Fachkräfteeinwanderung optimiert: von der Auswahl geeigneter Kandidaten im Ausland, über den Sprachenerwerb, die Anerkennung beruflicher Qualifikationen und die Visumserteilung, bis hin zur erfolgreichen Vermittlung an einen Arbeitgeber in Deutschland. Das Projekt berücksichtigt auch die soziale und betriebliche Integration in Deutschland, die eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Einwanderung ist.

„Wenn wir das Projekt jetzt voranbringen und tragfähige Kooperationsstrukturen entwickeln, sind wir bestens aufgestellt, wenn die Wirtschaft wieder anzieht und Fachkräfte verstärkt gesucht werden. Gerade in der Bündelung der Zusammenarbeit der verschiedensten Akteure liegt die Stärke des Projektes. Der Fokus ist dabei zunächst auf die Regionen Brasilien, Indien und Vietnam gerichtet, in welchen wir mit unseren langjährigen Partnern auf internationale Erfahrungen sowie sichere und stabile Strukturen zurückgreifen können“, sagt Simone Faßbender, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Erfurt.
Autor: red

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Kommentare
Kritiker86
06.02.2021, 18:05 Uhr
Ja genau..
Holt die Billiglöhner aus dem Ausland zum Arbeiten für ein Appel und ein Ei. Da wo kein Deutscher sich mehr ausnutzen lässt können es die Ausländischen Fachkräfte richten. Aus ihren Land gerissen...der Sprache und Gewohnheiten nicht mächtig. Aber egal Hauptsache sie arbeiten irgendwie. ..das Geld muss ja Rollen für unsere lieben Arbeitgeber. Wenn ihr mal die Arbeitsbedingungen und das Gehalt verbessern würdet gäbe es diesen sogenannten Fachkräftemangel gar nicht. Pfui...mein Arbeitgeber verzichtet auf ausländische Kräfte weil er uns schätzt und vertraut...und weiß was wir alles können, auch wenn dadurch Arbeitsplätze unbesetzt bleiben.
Piet
06.02.2021, 18:14 Uhr
Anwesend
sind doch Hunderttausende scheinen wohl keine Fachkräfte dabei zu sein, wie ständig von unseren Politikern propagiert wurde. Wer hätte das gedacht.
free Gigi
06.02.2021, 18:34 Uhr
2015 revival
hat schon einmal NICHT funktioniert, aber gebetsmühligenartige Mantras helfen da wohl auch nicht...

Bspw Ärzte: sieht man ja, wenn man mit unserer Amtssprache kaum verstanden wird...
HisMastersVoise
06.02.2021, 19:41 Uhr
Das sind ja gleich drei Dinge auf einmal,
das geht nun wirklich nicht. Wenn ich das richtig lese, geht es in dem Artikel um den Notstand an Fachkräften, den man in praktisch jedem Handwerksbetrieb, in jeder Reinigungsfirma und so weiter also in jedem Gewerk verzeichnet, das dem Deutschen Azubi im Jahr 2021 nicht mehr ansteht. Das ist unser aktuelles Problem. Daher wird es Zeit, das sich unser Handwerk über entsprechende Vergütungen endlich den mehr als verdienten Goldenen Boden zurück holt. Wir reden hier zweitens nicht über Flüchtlinge, von denen viele mehr Einsatz und Engagement zeigen als. Unser drittes Thema, nämlich die 2 Mio Mehrgenerationenharzvierempfänger, welche mit ihrer Arbeitskraft und dem entsprechenden Willen und Einsatz diesen Engpass auch entschärfen könnten. Spielt aber aktuell auch keine Rolle, denn es ist ganz einfach. Es ist Arbeit zu tun und im Land sind nicht genug Menschen da, die sie übernehmen. Also suchen wir außerhalb der Grenze. Es muß nur dringend darauf geachtet werden, dass es nicht am Ende wieder Tönnieslohnsklaven sind, welche hier für die Gier von ein paar Neuzeitmasters ausgebeutet werden.
Piet
06.02.2021, 21:37 Uhr
Prima
Wenn man wie mancher hier tausende von Migranten zu kennen scheint und auch zu wissen das sie fleißiger sind wie Deutsche. Es macht natürlich Sinn noch mehr zu holen, während die deutsche Jugend an dem Schulsystem verzweifelt und zu hirnlosen Konsumenten herangezogen werden. Hartz 4 gibt es seit 16 Jahren wie kann man da von mehreren Generationen sprechen.
Kobold2
06.02.2021, 22:25 Uhr
Es geht schon lange nicht mehr
ohne ausländische Arbeitskräfte, trotz guter Bezahlung.
Oder andersrum ist man hierzulande froh, das sich noch ein paar finden die ungeliebte Arbeiten z.B.in Schlachthöfen, bei der Ernte, oder der Pflege für zweifelhafte Bedingungen machen, weil man nicht bereit ist für die Arbeit entsprechend zu bezahlen.
pseudonym
06.02.2021, 23:12 Uhr
Jahrein Jahraus
die gleiche Leier.
Hauptsache billige Arbeitskräfte und damit die Rechtfertigung noch mehr Migranten anzusiedeln und dafür immer auf die Fachkräftetränendrüse und die Lohnkosten drücken.

Die Wirtschaft sollte für die Menschen da sein und nicht (beliebige) Menschen für die Wirtschaft.

Deutschland hat ca. 83 Mio Einwohner aktuell. Es gibt über die letzten Jahrzehnte eine Produktivitätssteigerung durch Automatisierung ohnesgleichen.
Fragt man sich, was die 83 Mio Leute heute so machen?

1946 gab es ca. 65 Mio Einwohner und die haben ein Land aufgebaut ohne großartige Automatisierung wie huetzutage. Und auch in den darauffolgenden Dekaden gab es Alte, Kranke und Kinder die mit weit weniger technischer Unterstützung versorgt wurden.

Früher wurden Fachkräfte noch selbst ausgebildet, heute können 7 bis 8 Klässler noch nicht mal den Dreisatz aus dem FF.
Bildungswesen sei dank! Scheint ja billiger zu sein die Leute einzufliegen. Genauso wie man nach der Wende 5Mio echte gut ausgebildete Ostdeutsche Fachkräfte in den Westen "abgeworben" hat.
alf-gordon
07.02.2021, 06:19 Uhr
Selbsterzeugte Probleme..
Da es immernoch zu viele Studenten gibt und es wichtiger ist Freitags die Schule zu schwänzen , als sich für n Appel und n Ei ausnutzen zu lassen, hofft man , daß die inns Land geholten Gäste stillschweigend die Lücken füllen.
Das man sich nicht beim globalen Wandel oder der Demoskopie beschweren kann , ist gewollt .
Natürlich gibt es Alternativen. Aber lieber rechts gegen links ( oder umgekehrt) die Menschen aufeinander hetzen.
Unsere Gäste werden schnell das europäische System erkennen und wen will die Industrie bzw.das Handwerk dann inns Land holen ?
Kobold2
07.02.2021, 11:16 Uhr
Die selbsterzeugten Probleme
ziehen sich durch die ganze Gesellschaft und fängt beim Kaufverhalten an. Lebensmittel, oder Handwerker, Paketdienstler/ Lieferanten usw. dürfen ja alle nichts kosten. Man gönnt dem andern nicht die Butter, ääähm Margarine aufs Brot, aber selbst will man den fettesten Stundenlohn einfahren.
Geiz ist schon lange nicht geil....
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