Di, 11:55 Uhr
02.02.2021
Impfzentrum nimmt Arbeit auf, keine neuen Termine
Ab morgen wird geimpft
Das Nordhäuser Impfzentrum wird morgen seine Arbeit aufnehmen und rund 40 Impfungen pro Tag durchführen. Ursprünglich wollte man eine deutlich höhere Schlagzahl anlegen. Verzögerungen bei der Impfstoff-Lieferung haben aber nun dazu geführt, das vorerst keine neuen Termine vergeben werden können…
Das Thüringer Portal zur Terminvergabe ist derzeit geschlossen. Erst kommende Woche, voraussichtlich am 08. Februar, sollen neue Termine vergeben werden können, erklärt die Pressestelle der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen. Hintergrund sei die aktuelle Impfstoffknappheit. Die Eröffnung der verbleibenden Impfzentren im Freistaat, darunter auch der Standort in Nordhausen, werde daher in etwas bescheidenerem Maßstab vonstatten gehen als gewünscht.
Ursprünglich war vorgesehen, mit sechs Stunden zu starten, was ungefähr 70 Impfungen pro Tag gleichgekommen wäre, nun werde man lediglich 40 Impfungen pro Tag realisieren können. Termine zur Erstimpfung sowie die nötigen Folgetermine, die vor der Schließung des Vergabeportals vereinbart wurden, werden wie geplant durchgeführt. Die Wiedereröffnung des Impfportals und die Vergabe neuer Termine werde man am tatsächlichen Vorhandensein der Impfstoffe festmachen, erklärt Veit Malolepsy, Pressesprecher der KV. Das richtet sich nicht danach, was die Politik in der Tagesschau verkündet, sondern nach der tatsächlichen Verfügbarkeit, also erst dann, wenn die Zuteilungen des Bundes und die Logistik im Freistaat das zulassen.
In Nordhausen steht man bereit, die Räumlichkeiten im "Nordhaus" in der Stolberger Straße sind vorbereitet, auch für ältere Semester und eingeschränkte Personen barrierefrei zu erreichen und ausreichend groß, erklärt Dr. Herbert Spiller, der die Arbeit der KV vor Ort koordiniert. Auch kundiges Personal ist reichlich vorhanden. "Wir haben Kapazitäten ohne Ende, viele Kollegen und Fachkräfte haben sich freiwillig gemeldet, theoretisch könnten wir mehrschichtig impfen", sagt Spiller. Wann sich die Versorgungslage ändern wird, sei aber noch nicht abzusehen.
Die Impfstoffe
"Wir verwalten hier gerade den Mangel aber wir müssen uns der Sache jetzt einfach stellen", so Dr. Spiller weiter. Bis Ende des Monats sollte Thüringen insgesamt 175.000 Dosen des BionTech-Impfstoff erhalten, der auch in Pflegeheimen und den Impfzentren zum Einsatz kommt. Wie aus dem Gesundheitsministerium zu erfahren ist, wurde der Lieferumfang von der 4. bis zur 6. Kalenderwoche reduziert. Die Kürzung des Lieferumfangs habe man jedoch durch die Gewinnung einer weiteren Impfdosis pro Ampulle ausgleichen können. Zudem hat Thüringen mit bisher zwei Lieferungen insgesamt 3.600 Dosen des Moderna-Impfstoffes erhalten, der auch im Nordhäuser Impfzentrum zum Einsatz kommen wird. Weitere 4.800 Dosen sollen demenächst folgen, aber auch hier wird man weniger erhalten als ursprünglich geplant. Laut Gesundheitsministerium waren 6.000 Dosen angekündigt, eine für die 8. Kalenderwoche geplante Lieferung im Umfang von 16.800 Dosen sei zuletzt nicht mehr bestätigt worden.
Impfstoff Nummer Drei aus dem Hause AstraZeneca ist für den 7. Februar mit einer Lieferung von 14.400 Dosen angekündigt und soll zunächst für zusätzliche Wochenendtermine in den Impfstellen genutzt werden. Bis Ende des Monats sollen so 2.240 Impfungen erfolgen, die ausschließlich an Menschen in der höchsten Priorisierungsgruppe richten, die unter 65 Jahre alt sind. Für die Lieferung von 24.000 Impfdosen, die am 17. Februar erfolgen soll, gebe es aktuell noch mehrere Optionen. Eine mögliche Variante sei der Einsatz in den überregionalen Impfzentren, die ab März schrittweise die Arbeit aufnehmen sollen.
Eine Übersicht der Thüringer Impfstrategie gibt es hier .
Angelo Glashagel
Autor: redDas Thüringer Portal zur Terminvergabe ist derzeit geschlossen. Erst kommende Woche, voraussichtlich am 08. Februar, sollen neue Termine vergeben werden können, erklärt die Pressestelle der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen. Hintergrund sei die aktuelle Impfstoffknappheit. Die Eröffnung der verbleibenden Impfzentren im Freistaat, darunter auch der Standort in Nordhausen, werde daher in etwas bescheidenerem Maßstab vonstatten gehen als gewünscht.
Ursprünglich war vorgesehen, mit sechs Stunden zu starten, was ungefähr 70 Impfungen pro Tag gleichgekommen wäre, nun werde man lediglich 40 Impfungen pro Tag realisieren können. Termine zur Erstimpfung sowie die nötigen Folgetermine, die vor der Schließung des Vergabeportals vereinbart wurden, werden wie geplant durchgeführt. Die Wiedereröffnung des Impfportals und die Vergabe neuer Termine werde man am tatsächlichen Vorhandensein der Impfstoffe festmachen, erklärt Veit Malolepsy, Pressesprecher der KV. Das richtet sich nicht danach, was die Politik in der Tagesschau verkündet, sondern nach der tatsächlichen Verfügbarkeit, also erst dann, wenn die Zuteilungen des Bundes und die Logistik im Freistaat das zulassen.
In Nordhausen steht man bereit, die Räumlichkeiten im "Nordhaus" in der Stolberger Straße sind vorbereitet, auch für ältere Semester und eingeschränkte Personen barrierefrei zu erreichen und ausreichend groß, erklärt Dr. Herbert Spiller, der die Arbeit der KV vor Ort koordiniert. Auch kundiges Personal ist reichlich vorhanden. "Wir haben Kapazitäten ohne Ende, viele Kollegen und Fachkräfte haben sich freiwillig gemeldet, theoretisch könnten wir mehrschichtig impfen", sagt Spiller. Wann sich die Versorgungslage ändern wird, sei aber noch nicht abzusehen.
Die Impfstoffe
"Wir verwalten hier gerade den Mangel aber wir müssen uns der Sache jetzt einfach stellen", so Dr. Spiller weiter. Bis Ende des Monats sollte Thüringen insgesamt 175.000 Dosen des BionTech-Impfstoff erhalten, der auch in Pflegeheimen und den Impfzentren zum Einsatz kommt. Wie aus dem Gesundheitsministerium zu erfahren ist, wurde der Lieferumfang von der 4. bis zur 6. Kalenderwoche reduziert. Die Kürzung des Lieferumfangs habe man jedoch durch die Gewinnung einer weiteren Impfdosis pro Ampulle ausgleichen können. Zudem hat Thüringen mit bisher zwei Lieferungen insgesamt 3.600 Dosen des Moderna-Impfstoffes erhalten, der auch im Nordhäuser Impfzentrum zum Einsatz kommen wird. Weitere 4.800 Dosen sollen demenächst folgen, aber auch hier wird man weniger erhalten als ursprünglich geplant. Laut Gesundheitsministerium waren 6.000 Dosen angekündigt, eine für die 8. Kalenderwoche geplante Lieferung im Umfang von 16.800 Dosen sei zuletzt nicht mehr bestätigt worden.
Impfstoff Nummer Drei aus dem Hause AstraZeneca ist für den 7. Februar mit einer Lieferung von 14.400 Dosen angekündigt und soll zunächst für zusätzliche Wochenendtermine in den Impfstellen genutzt werden. Bis Ende des Monats sollen so 2.240 Impfungen erfolgen, die ausschließlich an Menschen in der höchsten Priorisierungsgruppe richten, die unter 65 Jahre alt sind. Für die Lieferung von 24.000 Impfdosen, die am 17. Februar erfolgen soll, gebe es aktuell noch mehrere Optionen. Eine mögliche Variante sei der Einsatz in den überregionalen Impfzentren, die ab März schrittweise die Arbeit aufnehmen sollen.
Eine Übersicht der Thüringer Impfstrategie gibt es hier .
Angelo Glashagel


