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Fr, 11:53 Uhr
25.12.2020
Tipps für die kalte Jahreszeit

Mit Gewürzen gesund durch den Winter

Wenn die Tage kürzer sind und die Temperaturen sinken, verdunkelt sich oft auch die Stimmung. Typische Wintergewürze wie Anis, Nelke und Vanille können dann weiterhelfen, weiß Cornelia Wagner, Küchenleiterin und Diätassistentin in den Helios Kliniken Hettstedt und Lutherstadt Eisleben...

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Das Besondere an den Wintergewürzen ist nicht nur, dass sie köstlich schmecken und verführerisch riechen. Ihre wohltuende Wirkung sorgt in der dunklen Jahreszeit auch für Gesundheit und Wohlbefinden.


Anis – Beruhigung für die Atemwege
In den kalten Wintermonaten finden sich nicht von ungefähr Anis-Bonbons in so mancher Manteltasche. Die Samen der Pflanze „Pimpinella anisum“ wirken krampf- und schleimlösend und beruhigen die Atemwege bei Husten und Infekten. „Als Tee zubereitet, lindert Anis gemeinsam mit Fenchel und Kümmel sowohl Erkältungs- als auch Magenbeschwerden“, sagt Cornelia Wagner, Küchenleiterin und Diätassistentin in den Helios Kliniken Hettstedt und Lutherstadt Eisleben.

Ingwer - der ideale Aufwärmer
Nach einem Spaziergang in Regen, Kälte oder Schnee empfiehlt Cornelia Wagner einen Ingwertee zur Entspannung, zum Aufwärmen und für die Gesundheit. Ingwer, die Wurzel der Pflanze „Zingiber officinale“, enthält Scharfstoffe, die unseren Körper ins Schwitzen bringen, und hilft so bei Erkältungen und Schüttelfrost. „Ingwer bietet zudem Schutz vor freien Radikalen, die bei Stress oder Rauchen vermehrt entstehen und Herzkrankheiten auslösen können“, erklärt die Küchenleiterin und Diätassistentin. Auch bei Übelkeit kann Ingwer guttun. Während einer Schwangerschaft ist Ingwer allerdings mit Vorsicht zu genießen, da er den Blutdruck erhöht und vorzeitig Wehen einleiten kann. Auch sollte man bei der Zubereitung eines Tees darauf achten, dass der Ingwer in feine Stücke geschnitten und anschließend mit siedendem Wasser aufgegossen wird.

Muskat - ein wahrer Freudenspender
Muskat vertreibt Traurigkeit, Trägheit und macht den Kopf frei für Wichtiges: „Die Muskatnuss ist ein Frohmacher“, sagt Cornelia Wagner. Darüber hinaus fördert sie den Appetit und die Verdauung. „Dieses Gewürz kann bei nahezu jedem Kartoffelgericht verwendet werden“, sagt die Expertin. Dazu genügt eine Messerspitze! Denn bei allen positiven Eigenschaften, ist dennoch Vorsicht geboten: Bei einer Dosis von über fünf Gramm kann Muskatnuss Halluzinationen mit Herzrasen, Magenschmerzen oder Angstzustände hervorrufen. Eine richtige Nuss ist die Muskatnuss übrigens nicht: Am Muskatnussbaum „Myristica fragrans“ wachsen aprikosenähnliche Früchte – die sogenannte Nuss ist ihr Samen.

Gewürznelke – gegen Schmerzen und Entzündungen
Gewürznelken sind besonders reich an ätherischem Öl. Dadurch riechen und schmecken die getrockneten Blütenknospen des Gewürznelken-Baums „Eugenia caryophyllata“ nicht nur sehr intensiv, sondern haben auch eine heilende Wirkung. Das ätherische Öl hemmt die Verbreitung von Bakterien, Viren und Pilzen. „Nelkenöl wirkt lokal betäubend und desinfizierend. Oft wird es bei Entzündungen eingesetzt“, so Cornelia Wagner und rät: „Wer unter Halsschmerzen leidet, kann sich zur Linderung einen Tee mit Nelken zubereiten.“

Vanille – das Gute-Laune-Gewürz
Ein intensives, wohltuendes Aroma verbreitet Vanille. Die in den Vanilleschoten enthaltenen ätherischen Öle haben über 35 Duftkomponenten. Ein wichtiger Aromastoff ist das Vanillin, das auch chemisch hergestellt werden kann und oft in Lebensmitteln verwendet wird. Die echte Vanille ist die Frucht der Orchidee „Vanilla planifolia“. Vanille riecht nicht nur gut, sondern hellt auch die Stimmung auf. „Das Aroma beeinflusst die Serotonin-Ausschüttung. Dieser Botenstoff fördert die gute Laune“, erklärt die Expertin. Ihr Tipp: Eine Duftkerze aus Vanille sorgt für positive Stimmung in dunklen Monaten.
Autor: red

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