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Do, 16:39 Uhr
10.12.2020
Stadtbibliothek Nordhausen präsentiert Lesetipps

Drei große Deutsche werden 250

In den Lesetipps der Stadtbibliothek geht es heute um das 250. Jubiläum eines Dichters, eines Philosophen und eines Komponisten. Welche das sind, erfahren Sie hier...

Bücher zu den Jubilaren (Foto: Stadtbibliothek NDH) Bücher zu den Jubilaren (Foto: Stadtbibliothek NDH)


Das Jahr 1770 – Der britische Seefahrer James Cook entdeckt die Ostküste Australiens. In Dänemark bricht eine schwere Pockenepidemie aus. Am 16. Mai heiratet Maria Antoinette in Versailles den französischen Thronfolger Louis Auguste, der spätere König Ludwig XVI. Im Kurfürstentum Sachsen wird die Folter abgeschafft.

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Johann Christian Friedrich Hölderlin, Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Ludwig van Beethoven werden geboren. Der Dichter, der Philosoph und der Komponist begingen und begehen dieses Jahr ihr 250. Jubiläum – ein Grund mehr um einen Blick auf das Leben und Schaffen der drei Herren zu riskieren.

Hölderlin kam am 20. März 1770 in Lauffen am Neckar zur Welt. 1794 beendete er sein Studium der Theologie – beschloss jedoch, nicht Pfarrer, sondern Dichter zu werden. Er, der wie Hegel und Beethoven angetan war von den Ideen der Französischen Revolution, veränderte nicht nur die gewohnten Gedichtformen, sondern erdachte auch neue Worte und versuchte somit der Welt in seinen Gedichten ein neues Antlitz zu verleihen – mehr Freiheit, mehr Menschlichkeit, mehr Schönheit. Zu seiner Zeit wurde der Lyriker geschätzt und verehrt, jedoch nur von wenigen verstanden. Erst im 20. Jahrhundert begann die Anerkennung seiner literarischen Leistung.
Folgen Sie Peter Härtling auf den Lebensspuren des Dichters in dem biographischen Roman „Hölderlin“, welches der Verfasser als den Versuch einer Annäherung bezeichnete. Möglicherweise kann man sich jemandem, der ein so bewegtes und zum Teil rätselhaftes Leben führte, lediglich annähern. Um sich mit seinem Werk vertraut zu machen, empfehlen wir Friedrich Hölderlins „Werke in einem Band“.

Erwähnung findet Hölderlin auch in den Biographien „Hegels Welt“ von Jürgen Kaube und „Hegel. Der Philosoph der Freiheit“ von Klaus Vieweg. Diese widmen sich dem Leben und Wirken des am 27. August 1770 in Stuttgart geborenen Philosophen Hegel, der sich während seines Studiums der Philosophie und evangelischen Theologie in Tübingen mit dem Dichter zeitweilig ein Zimmer teilte. Die jungen Männer freundeten sich an und trafen sich morgens um vier zum gemeinsamen Gedankenaustausch – wer verschlief, wurde bestraft, indem er seine Weinration abtreten musste. Weltruhm erlangte Hegel durch sein Wirken an der Berliner Universität. Neben Johann Gottlieb Fichte und Friedrich Wilhelm Schelling gilt er als wichtigster Vertreter des deutschen Idealismus. Nähern Sie sich dem Denken und Werk des Philosophen, für den das Leben aus immerwährender Veränderung bestand und die Vernunft den Ursprung aller Wirklichkeit darstellte, mit der Lektüre Dina Emundts‘ und Rolf-Peter Horstmanns „Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Eine Einführung“ an.

Der dritte Jubilar in diesem Bunde bedarf sicher weniger Worte – Ludwig van Beethoven gilt immerhin als weltweit berühmtester deutscher und meistgespielter klassischer Komponist. Sein genaues Geburtsdatum ist ein Rätsel; getauft wurde er am 17. Dezember 1770 in Bonn. Auf eine nicht gewöhnliche, eigene Art und Weise widmet sich der bekannte, im letzten Jahr verstorbene Musikwissenschaftler Martin Geck in „Beethoven. Der Schöpfer und sein Universum“ dem Leben und Schaffen des Komponisten – in Porträts stellt er Leitfiguren, Zeitgenossen sowie Nachkommende vor und gewährt dem Leser so einen Einblick in das Universum Beethovens. Einen weiteren ungewöhnlichen Einblick in das Leben des Künstlers bietet die Graphic Novel „Beethoven. Unsterbliches Genie“ von Peer Meter und Rem Broo, die sich den Tagen nach Beethovens Tod widmet und in Rückblenden aus dessen Leben sowie von der ihn zu Lebzeiten umgebenden Gesellschaft erzählt. Eine letzte Empfehlung sei Verena Maatmans Roman „Frau Beethoven. Die unsterbliche Geliebte“. Erzählerisch verarbeitet die Autorin die Liebesgeschichte zwischen Josephine von Brunsvik und Ludwig van Beethoven – zentrale Figur ist die junge Adlige, an die der Komponist Zeit seines Lebens mindestens 13 Liebesbriefe richtete,
Autor: red

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