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Mo, 10:54 Uhr
08.08.2005

Auf der Suche

Nordhausen (nnz). Derzeit reden Politiker aller Ebenen ja immer von Aufbruch. Sie meinen damit die Zeit nach dem 18. September, diesem magischen Datum. Und: Es reden vor allem CDU-Macher. In Nordhausen schielt man hingegen schon in das nächste Jahr.


Bei den drei großen Parteien in Nordhausen wird nach der Episode „Bundestagswahl“ schon ins nächste Jahr geblickt. Vor allem bei der CDU, denn die hat ein Problem, ein Kandidatenproblem. So stellt es sich jedenfalls für die CDU in Nordhausen dar. Dem Otto-Normal-Beobachter ist bislang kein Kandidat für die Oberbürgermeisterwahlen bekannt. Man redet zwar ganz zwanglos über dieses offiziell nicht bestehende Problem, mehr aber auch nicht.

Doch vielen Christdemokraten ist die Unsicherheit durchaus anzumerken, denn ein Kandidat, der kann nicht einfach nur gekürt werden, der muß bekannt gemacht werden. Einige Bekannte hätten schon abgewinkt, hört man. Zu stark sei die Übermacht der Amtsinhaberin Barbara Rinke und ihre SPD bei diesen Wahlen, zu groß die Gefahr des Verheizens. Schließlich müßte man Rinke schon abwählen, doch bleibt dann die Frage nach dem warum. Schließlich hatten alle wichtigen Entscheidungen, mit deren vielleicht positiven Folgen für die Rolandstadt Rinke in den Wahlkampf ziehen kann, die CDU-Fraktionäre im Stadtrat seit Jahren mit abgesegnet. Oder soll die Öffentlichkeit der Ausschüsse das zentrale christdemokratische Wahlkampfthema werden?

Hinzu kommt, und da hat sich nach nnz-Informationen kaum etwas geändert, das Kampfbündnis aus SPD und der Linkspartei. Die Linken werden (wenn auch zum Teil zähneknirschend) die SPD-Amtsinhaberin unterstützen.

Doch bleiben wir bei der CDU. Dort wird neben einer zwanglosne Konversation zum Wahlthema auch schon gezielt gestreut, nämlich, dass man „die Bombe“ platzen lassen wollen und einen Top-Kandidaten aus dem politischen Ärmel zücken wolle. So oder ähnlich lauten die Nachrichten aus dem innersten CDU-Zirkel. Da darf man dann allerdings richtig gespannt sein und auf einen Import hoffen. Der CDU geht es wie der SPD oder PDS ähnlich bei der Suche nach Personal. Das ist nichts in Sicht. Wenn die Nordhäuser Sozialdemokratie Barbara Rinke nicht in ihren Reihen hätte, wen dann? Wer fällt ihnen ein?

Und so wird die Suche nach dem Kandidaten oder der Kandidatin wohl ein Solostück der Nordhäuser Christdemokratie bleiben. Und viele werden äußerst gespannt sein, wen man aus dem Hut zaubert? Nur eines steht fest: In einer Stadt wie Nordhausen kann eine Volkspartei wie die CDU nicht auf eine personelle Herausforderung verzichten...
Autor: nnz

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