nnz-tv Nachrichten aus Nordthüringen Eichsfelder Nachrichten Kyffhäuser Nachrichten Mansfeld-Südharz-Zeitung Unstrut-Hainich Zeitung
Sa, 17:38 Uhr
21.11.2020
Alle Jahre wieder

Thüringer Weihnachtsbaum schmückt Brandenburger Tor

Seit 2015 kommt der Weihnachtsbaum am Brandenburger Tor aus Thüringens Wäldern. In diesem Jahr eine 15 Meter hohe Coloradotanne aus Breitenworbis, die sich auf große Fahrt begibt...

Auf die Reise nach Berlin geschickt (Foto: ThüringenForst) Auf die Reise nach Berlin geschickt (Foto: ThüringenForst)
Erstmals zum 25. Jahr der Deutschen Einheit schmückte ein Weihnachtsbaum aus Thüringen das Brandenburger Tor. So auch in diesem Jahr: Eine 15 Meter hohe Coloradotanne aus Breitenworbis (Thüringer Forstamt Leinefelde) wird das Brandenburger Tor und den Pariser Platz ab dem 29. November in einen weihnachtlichen Lichterglanz versetzen.

Möglich gemacht hat dies das Unternehmen Lekker Energie aus Berlin, die sich bei der Suche nach einem geeigneten Baum auf die Försterinnen und Förster der Landesforstanstalt verlassen. „Rund 330 Millionen Bäume stehen in Thüringens Wäldern. Seit 2015 wird einer davon zum prominentesten Weihnachtsbaum Deutschlands. Wir sind stolz, dass das Projekt ‚Unser Baum für Berlin‘ seit Anfang an gemeinsam mit unserer Thüringer Landesforstanstalt organisiert wird. Gerade in diesem Jahr, in dem alles anders ist als sonst, bleibt damit auch ein Stück Normalität erhalten. Wir freuen uns sehr, mit dem Baum auch für Thüringen zu werben und hoffen, dass er nicht nur für weihnachtliche Stimmung am Brandenburger Tor sorgt, sondern auch zu einem Ausflug in unseren Freistaat inspiriert“, so Thüringens Forstminister Benjamin-Immanuel Hoff.

Holzfällung der anderen Art: Mit Schwerlastkran und Sattelauflieger
Heute wird die etwa 40-jährige Coloradotanne in Breitenworbis gefällt und mit dem Schwerlastkran auf einen Tieflader gebracht. Dabei achten die Fällexperten darauf, dass keinerlei Äste brechen oder gar die Krone beschädigt wird. Transportfähig gesichert wird der Vorzeigebaum am morgigen Sonntag nach Berlin speditiert.

Um die kritische Liegezeit des Baumes auf dem Spezialtransporter kurz zu halten, wird dieser gleich am Montag in Berlin durch das dortige Technische Hilfswerk entladen und umgehend aufgestellt. Sechs Dekorateure benötigen sodann fast eine ganze Woche, um den Baum mit insgesamt 30.000 Lichtern und hunderten Weihnachtskugeln zu schmücken. Traditionell wird der prominenteste Weihnachtsbaum Deutschlands in einem Event seiner Bestimmung übergeben und die Lichterketten feierlich eingeschaltet. „Wir haben uns sehr auf unser sechstes Beleuchtungsfest für den Weihnachtsbaum am Brandenburger Tor gefreut. Leider können wir diese schöne Tradition in diesem Jahr nicht fortsetzen, der Gesundheitsschutz in der Pandemie geht einfach vor. Gerade jetzt soll aber wenigstens die stolze Weihnachtstanne aus Thüringen den Menschen ein wenig Freude bereiten“, erläutert Josef Thomas Sepp, Sprecher der Lekker-Geschäftsführung.

Das Weihnachtsbaum-Casting 2020 gab einen klaren Gewinner
Aus mehreren Kandidaten wählten Experten der ThüringenForst schließlich die Coloradotanne aus Breitenworbis. „Dabei hat ein Baum, will er Deutschlands prominentester Weihnachtsbaum werden, allerhöchsten Ansprüchen nicht nur in Bezug auf Optik, sondern auch auf Stabilität, zu genügen“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Zwischen 15 und höchstens 20 Meter hoch sollte er sein, ein rundum volles, kegelförmiges Nadelkleid tragen und keinerlei Holzfehler oder Wuchsanomalien aufweisen. Zusätzlich muss er mit einem Schwerlastkran und einem überbreiten Tieflader gut erreichbar sein. Coloradotannen stammen ursprünglich aus den USA bzw. Kanada und wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Europa heimisch. Der robuste Baum wächst pyramidenartig, hat weiche, lange Nadeln und duftet sehr schön – ein idealer Weihnachtsbaum.
→ Druckversion
← zum Nachrichtenüberblick

Kommentare

21.11.2020, 20.07 Uhr
Der Sandmann | Eichsfeld Tanne,
oh mein Gott wenn das die Klima Aktivisten mitbekommen! Du sollst am besten Dein Auto verschrotten im kalten sitzen und das Licht ausmachen, und da fährt man hunderte Kilometer die Tanne durchs Land. Nach Berlin dahin wo sowieso Hopfen und malz verloren ist. Es ist echt an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Uns einen vom Klimawandel erzählen junge junge. Wacht endlich auf und setzt diesem Spuk ein Ende. Was hier läuft ist nur noch Abzocke und Menschen verarsche.
Träumen Sie schön weiter vor sich hin und bleiben Sie gesund.

9   |  8     Login für Vote
22.11.2020, 00.19 Uhr
Bodo Schwarzberg | Thüringer Tanne aus Colorado für Berlin?
Früher wurden üblicherweise in Mitteleuropa heimische Fichten mit Lametta und Lichtern behangen.

Doch dank des Klimawandels kämpfen diese feuchte- und kühleliebenden Bäume mittlerweile ums Überleben und drohen in langen Trockenperioden selbst in aus jungen Exemplaren bestehenden Weihnachtsbaumplantagen abzusterben.

Diesbezüglich war das aus dem 16. Jahrhundert stammende bekannte Weihnachtslied "Oh Tannenbaum" also seiner Zeit rund 400 Jahre voraus: Denn 2020 schmückt, siehe oben, ganz globalisierungsgerecht, eine Thüringer Colorado-TANNE den Weihnachtsmarkt am Brandenburger Tor. Und zehntausende, saubere, da kaum nadelnde Nordmann-TANNEn beleuchten in unseren Wohnzimmern das alljährliche Konsumspektakel.

Die einzige echte, in Thüringen heimische Tanne hingegen, die Weiß-Tanne (Abies alba) wurde in den 70er und 80er Jahren u.a. durch das damalige Waldsterben infolge exzessiver Braunkohlenverbrennung stellenweise an den Rand des Aussterbens gebracht. Das Lied "Oh Tannenbaum..." könnte bezogen auf sie daher eher als Klagelied verstanden werden.

Zwar haben sich ihre Bestände nach der Wende etwas erholt; jedoch muss die Entwicklung der heimischen Weiß-Tannen und Fichtenbestände in gewisser Weise als Ausdruck gravierender, menschgemachter Umweltveränderungen verstanden werden.

Darüber kann die wunderschön gewachsene, vor allem aber nicht heimische, als trockenheits- sowie wärmetolerant geltende Colorado-Tanne für die Berliner Weihnachtsmarktbesucher nicht hinwegtäuschen.

9   |  2     Login für Vote
22.11.2020, 08.21 Uhr
otto | es ist eine Schande
einen gesunden Baum zu fällen, um ihn ein paar Tage zur Schau zu stellen, um ihn dann wegzuwerfen!!
dann muss dieser auch noch nach Berlin gekarrt werden - eine herrliche Umweltbilanz!
Ich verurteile eine solche Handlungsweise und wie wollt ihr den Bürgern dieser Rebupe ein größeres Umweltbewusstsein vermitteln - ich frage mich wie??!!

11   |  4     Login für Vote
22.11.2020, 09.47 Uhr
Kobold2 | Genauso eine Schande
wie jeden Kleinkram online zu bestellen und sich dann vor die Tür karren zulassen
Transporte sind einfach zu billig.

3   |  8     Login für Vote
22.11.2020, 10.08 Uhr
Wolfi65 | Nee so ist das nicht
Spezielle Teile gibt es vor Ort gar nicht und können nur über das Netz bestellt und dann geliefert werden.
Das macht der Händler vor Ort auch nur, denn wer hat denn noch irgendwo was im Lager?
Dass das Teil nun nicht unbedingt im Sofortmodus geliefert werden muss, weil es nicht lebenswichtig ist, ist mir schon klar.
Aber wer wartet heutzutage noch länger als Nötig auf seine sofort bezahlte Ware?
Und zum Thema.
Ich bin auch dafür, dass der Weihnachtsbaum in den Wald gehört, damit er hundert Jahre alt wird.
Aber viele Bäume werden ja extra für den Weihnachtsbaumbrauch gepflanzt, oder müssen sowieso gefällt werden, weil sie zu groß geworden sind, oder einfach im Wege stehen.

10   |  0     Login für Vote
22.11.2020, 11.36 Uhr
Marco Müller-John | ....Stolz auf den Baum aus der Mitte
Nichts begriffen oder ? Der Baum aus Mitteldeutschland steht als der deutsche Weihnachtsbaum im Herzen der Hauptstadt, im historischen Kernstück Deutschlands, als Schmuck zum Weihnachtsfest. Ausdruck deutscher Kultur und gelebter Tradition.

Was ist daran so schlecht ? Dieses ewige Gejammer....

7   |  8     Login für Vote
22.11.2020, 13.38 Uhr
Nachgefragt | Na hoffentlich wird's keine Fleischerfahrt,
wenn Weihnachten wegen Corona doch noch verboten werden muss. Aber halt, ich habe mich geirrt. Weihnachten wird bei unseren "amerikanischen Freunden" ja als Xmas begangen. Und die Erfahrung aus diesem Jahr hat uns gelehrt, Helloween, das Fest der Freunde durften wir trotz Corona noch feiern, für Martini hat es nicht mehr gereicht. Vielleicht wird der Baum ein Xmas-Baum für's Brandenburger Tor. Dann können wir dann Xmas feiern. Und als Coloradotanne wäre er auch noch die richtige Wahl.

6   |  0     Login für Vote
22.11.2020, 15.04 Uhr
Psychoanalytiker | Und ich dachte bis jetzt ...
... Colorado sei ein Konfekt von Haribo.
Und weil wir ja ein ach so weltoffenes Land sind, würde ich den Baum (wenn er schon gefällt werden mußte) nicht auf einen "Weihnachtsmarkt", sondern auf einen "Jahresendmarkt" stellen oder besser als wunderschönen Poller - legen. ....

5   |  4     Login für Vote
22.11.2020, 18.50 Uhr
tannhäuser | Große Fahrt nach Berlin...
...vielleicht wären Brandenburger Bürger auch gerne stolz auf einen Baum aus ihrer Mitte, der nicht die "Klimaaktivisten", sollten sie ihre teils gewalttätigen Proteste wirklich aus tiefster Überzeugung ernst nehmen, im anti-abholzungsbestreikten Wald nach Informationen über den langen Weg des christlichen hauptstädtischen Nadel-Symbols oder Polizisten unter dem Protest-Asyl-Gewächs von der Plattform auf den Bäumen höchstselbst anstatt Fäkalien regnen ließe?

4   |  4     Login für Vote
23.11.2020, 09.37 Uhr
Kobold2 | Die Aufregung
über die Reise von ein paar Kilometern, einmal jährlich, für ein Bäumchen ist schon lustig.
Gegenüber den Kilometern, die für die komplette Herstellung des heiligen Blechkastens anfallen, bis der vor der heimischen Tür steht, ist das wie morgendliches Gassi gehen mit dem besten Freund des Menschen.
Wenn man es das runterrechnet, vergesst bitte nicht euch genauso über den Kurzsprint zum Bäcker, oder Zigaretten holen, mit dem Stadtpanzer zu entrüsten.

1   |  3     Login für Vote
23.11.2020, 14.23 Uhr
Leser X | Wenn ich Herrn Müller-John richtig interpretiere...
... handelt es sich also um einen rechten Weihnachtsbaum der strammen Mitteldeutschen Spezies. Ach was bin ich stolz...

2   |  1     Login für Vote
23.11.2020, 15.12 Uhr
N. Baxter | Leute....?
was soll denn immer dieses Gejammer hier? Wenn fff diese Aktion scharf kritisiert hätte, dann wäre ich auf den Aufschrei hier im Forum gespannt gewesen...

Weihnachten inkl. Baumfällung ist nun mal auch eine deutsche Tradition und? Übrigens Gruß an MMJ, dass wir beide mal in einem Thema übereinstimmen. Hut ab!

Man stelle sich mal vor, andere nicht urdeutsche Feste würden öffentlich und vielleicht sogar vor dt. Rathäusern gefeiert - aber dann...!!!!

Bei uns kommt üblicherweise Fichte oder Blautanne ins Haus, entweder vom Forstamt oder aus regionalen Gärtnereien (selbst geschlagen). Colorado Tanne wächst übrigens auch bei mir im Garten aber ist mir ehrlich gesagt zu spärlich im Nadelkleid...

0   |  3     Login für Vote
23.11.2020, 15.34 Uhr
Leser X | N. Baxter
Ich hänge mein Lametta immer auf die Palme. Auf diese Weise habe ich schon dutzenden unschuldigen Tannenbäumen das Leben gerettet.

0   |  1     Login für Vote
→ Kommentar hinzufügen



Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.

 
Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.