eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Do, 11:33 Uhr
04.08.2005

Wann kehrt Meister Petz zurück?

Worbis (nnz). Ende Juli 2005 wurde nach über 100 Jahren in der südlichen Schweiz ein Braunbär gesichtet. Auch in Deutschland könnte sich Meister Petz nach 170 Jahren bald die Wälder zurückerobern. Wie das Zusammenleben von Mensch und Bär aussehen könnte? Der Bärenpark Worbis hat sich dazu Gedanken gemacht.


Vorstellbar ist, dass sich Bären aus Oberösterreich und Tirol kommend im Süden Deutschlands, also in den Alpen ansiedeln könnten. Nur wenige hundert Kilometer trennen die bisherigen Lebensräume der Bären von eventuell künftigen in Deutschland und ein Bär nutzt durchaus einen Lebensraum von mehreren Hundert Quadratkilometern.

Beim richtigen Umgang mit Meister Petz halten sich die Probleme in Grenzen. Bären sind sehr scheu und meiden Menschen. In Österreich leben unweit von Touristenzentren seit Jahren 25 bis 30 Braunbären in Freiheit. Trotzdem mussten Schutzmaßnahmen für die Landwirtschaft ausgearbeitet werden. Bären sind sehr lernfähig, auch was den Erwerb schlechter Angewohnheiten betrifft. Mit einem Bärenkonzept müsste auch der deutsche Gesetzgeber dafür sorgen, dass der internationale Schutz der Bären respektiert und auch der Mensch geschützt wird, wenn bei uns der erste Bär auftaucht.

Doch würde die Rückkehr des Bären nach Deutschland überhaupt von den Menschen gewollt? Der Bär ist zweifellos eines der beliebtesten Tiere für die Menschen. Genau deshalb gibt es auch reichlich Bären in Deutschland, sogar einen Überschuss – allerdings nur in Gefangenschaft. Als Sympathieträger und zugleich als Kassenmagnet en masse gezüchtet, vegetieren Hunderte von Bären in tierquälerischen Haltungen, in Käfigen und Zirkuswagen. Eine genaue Zahl lässt sich leider nicht benennen, denn es gibt kein Erfassungssystem in Deutschland für das meldepflichtige Tier.

Schon lange fordert die Stiftung für Bären, dass jeder Bär in einem zentralen Register erfasst wird. Eigene Recherchen haben ergeben, dass man von 280 bis 300 Bärenhaltungen von je einem bis mehrere Tiere in Deutschland ausgehen muss. „Ein zentrales Register würde bedeuten, dass man endlich die „Schwarzen Schafe“ ausfindig machen könnte, die Bären ohne CITES-Papiere, also illegal halten“, so Rüdiger Schmiedel, Geschäftsführer Stiftung für Bären. Auch wären alle tierquälerischen Unterkünfte erfassbar. Dazu gehören Bärenunterkünfte auf Beton, winzige Käfige und zu kleine Zirkuswagen.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)